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Geschenke zum Kindergeburtstag

Kindern beim Auspacken von Geschenken zuzuschauen, macht grosse Freude. Doch nicht immer fallen Tante, Götti, Grosi oder dem Freund des Kindes die passenden Ideen ein. Hier findest du viele Geschenke-Tipps zum Kindergeburtstag. Sicher ist etwas für dich dabei.

Junge erhält ein Geschenk zum Geburtstag
Bei vielen Kindergeburtstagen sind kleine Geschenke gerne willkommen © Igor Suka / gettyimages

Geschenkestress reduzieren – so nimmst du den Druck raus

Rund um Kindergeburtstage entsteht schnell Druck: Was ist «angemessen»? Was, wenn ein Kind «zu viel» oder «zu wenig» schenkt? Und wie verhindert man Geschenkeflut? Mit ein paar klaren Absprachen wird es für alle entspannter – vor allem für die Kinder.

Übliche Spanne in der Schweiz

Als Richtwert für Gastgeschenke sind oft etwa 10–20 CHF üblich (je nach Umfeld, Alter und ob es eine grosse Party ist). Wenn du unsicher bist: kurz nachfragen ist völlig okay – viele Eltern sind dankbar für Klarheit.

Wunschliste ohne Zwang 

Eine kleine Wunschliste ist kein «Bestellen», sondern eine Hilfe gegen Fehlkäufe und Duplikate. Am besten formulierst du sie offen und lässt Alternativen zu.

  • Bis 10 CHF: Bastelmaterial, Sticker, Stempel, kleines Kartenspiel, bunte Socken, Springseil
  • 10–20 CHF: Puzzle, Buch, Mal- oder Experimentierset, Trinkflasche, kleines Outdoor-Spiel
  • 20–40 CHF: grösseres Spiel, Baukasten, Ausrüstung (z.B. Rucksack), hochwertiges Kreativset

Alternativen zur Wunschliste: «Zeit statt Zeug» (z.B. gemeinsamer Kinobesuch), «etwas Gebrauchtes in gutem Zustand», oder «ein Beitrag ans Gruppengeschenk».

«Kein Geschenk» richtig formulieren 

Wenn du wirklich keine Geschenke möchtest, hilft eine freundliche, konkrete Formulierung. Diese Sätze kannst du direkt kopieren:

  • «Bitte bringt kein Geschenk mit – eure Zeit ist das Schönste.»
  • «Wir wünschen uns eine entspannte Party: keine Geschenke, dafür gute Laune.»
  • «Wenn du etwas mitbringen möchtest: eine Karte oder ein gemaltes Bild reicht völlig.»
  • «Bitte keine Geschenke – wer mag, bringt eine kleine Spende für [Tierheim/Projekt] mit (freiwillig).»
  • «Wir haben genug Spielsachen. Wenn du trotzdem etwas schenken möchtest: ein Buch (gern mit Widmung).»
  • «Geschenke sind nicht nötig. Falls du dich wohler fühlst: max. 10 CHF oder etwas Selbstgemachtes.»

«Darf ich trotzdem?» Ja, manche fühlen sich sonst unwohl. Du kannst das auffangen, indem du eine klare Alternative anbietest (Karte, Zeichnung, Buch, Beitrag ans Gruppengeschenk). So bleibt die Botschaft «kein Druck» erhalten.

Gruppengeschenk, Fiver-Party & TWINT 

Ein Gruppengeschenk ist oft die beste Lösung, wenn ein grösserer Wunsch im Raum steht oder ihr weniger Einzelgeschenke möchtet.

  • Im Elternchat: Eine Person koordiniert (Wunsch + Maximalbetrag + Frist).
  • Fiver-Party: Jede Familie gibt z.B. 5 CHF (oder 10 CHF) – daraus wird ein gemeinsames Geschenk oder ein Gutschein.
  • TWINT: Praktisch fürs Einsammeln; wichtig sind Transparenz (Betrag, wofür) und eine kurze Bestätigung, wenn gekauft wurde.

Tipp: Schreib dazu, ob du lieber einen Gutschein oder ein konkretes Produkt möchtest – das verhindert Diskussionen.

Secondhand schenken: so klappt’s ohne peinliche Momente 

Secondhand spart Geld und Ressourcen – und viele Kinder lieben Dinge, die «schon eine Geschichte haben». Entscheidend sind Zustand, Sicherheit und die Kommunikation.

Textbausteine (Einladung oder Chat):

  • «Secondhand ist bei uns sehr willkommen – bitte einfach sauber, vollständig und intakt
  • «Gern auch gebraucht: Bücher, Spiele oder Outdoor-Sachen – Hauptsache gut erhalten
  • «Wenn du Secondhand schenkst: Bitte ohne fehlende Teile und mit intakter Verpackung/Anleitung, falls vorhanden.»

Secondhand-Check in 2 Minuten

  • Alle Teile vollständig (Puzzle/Spiel/Bauset)?
  • Sauber, geruchsfrei, keine Schimmelspuren?
  • Keine losen Kleinteile für Kleinkinder im Haushalt?
  • Elektronik: Batteriefach schliesst sicher, keine Korrosion?
  • Bei Helmen/Schutzausrüstung: nur schenken, wenn unfallfrei und passend (im Zweifel neu kaufen).

Kinder, die zu einem Kindergeburtstag eingeladen sind, sollten nur kleine Geschenke mitbringen. Die grossen Geschenke sind den Eltern und Grosseltern überlassen. Solltest du doch einmal eine Idee für ein teures Spielzeug haben, dann bietet es sich an, andere Eltern, deren Kinder auch zum Geburtstag eingeladen sind, zu bitten zusammenzulegen.

Oma und Opa sowie Tante und Onkel oder Götti und Gotte können zum Beispiel Gutscheine für einen gemeinsamen Ausflug in den Tierpark, ins Schwimmbad oder ins Kino schenken. Auch ein Pizza- oder Pastaabend kommt bei Kindern gut an. So verbindest du gleich zwei Dinge miteinander: Du verbringst Zeit mit dem Kind und hast ein schönes Geschenk.

Sicher schenken – Spielzeug & Produkte kurz prüfen

Gerade bei Kinderprodukten lohnt sich ein schneller Sicherheits-Check. In der Schweiz achten Behörden und Marktüberwachung auf Produktsicherheit – trotzdem ist nicht jedes Produkt automatisch eine gute Wahl. Die folgenden Punkte helfen dir, Risiken zu reduzieren, ohne dass Schenken kompliziert wird. 

Altersangabe & Warnhinweise 

Die Altersangabe ist mehr als «Marketing». Unter 3 Jahren sind Kleinteile, Magnete und bestimmte Schnüre besonders kritisch. Achte auf:

  • Warnhinweise wie «Nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren»
  • lose Kleinteile (Erstickungsgefahr)
  • starke Magnete (bei Verschlucken gefährlich)

Kennzeichnung, Hersteller/Importeur, Anleitung – worauf du in der Schweiz achten solltest

  • Klare Angaben zu Hersteller oder Importeur (Kontakt, Adresse)
  • Anleitung und Sicherheitshinweise in verständlicher Form
  • Nachvollziehbare Herkunft: Bei No-Name-Onlinebestellungen fehlen Angaben manchmal – das ist ein Warnsignal.

Qualität erkennen 

Ein schneller Blick und kurzer «Haptik-Check» bringen viel:

  • Verarbeitung: keine scharfen Kanten, keine splitternden Teile, keine schlecht sitzenden Schrauben
  • Batteriefach: idealerweise verschraubt, sodass Kinder es nicht öffnen können
  • Kordeln/Bänder: bei Kleidung, Kapuzen, Taschen auf sichere Länge achten
  • Geruch/Material: stark chemischer Geruch oder klebrige Oberflächen sind ein Grund, es lieber nicht zu verschenken

Wenn etwas unsicher wirkt: Rückgabe, Meldung, Warnsysteme

Wenn du nach dem Kauf Zweifel hast: lieber zurückgeben oder umtauschen. Bei Sicherheitsbedenken kannst du dich an Informationen zur Produktsicherheit halten. Für Rückrufe und Warnmeldungen wird in Europa u.a. das Warnsystem «Safety Gate» genutzt – so erkennst du, ob ein Produkt bereits auffällig war.

Hier gibt es weitere Ideen für Geschenke zum Kindergeburtstag

Für Klein- und Vorschulkinder

  • Bastelset mit Perlen, Stickern und buntem Tonpapier für Bastelfreunde
  • Knete, Stempelset oder bunte Kreiden (gibt es auch als Strassenmalkreide) für kleine Kinder
  • Stifte, Malbuch, Sticker, Fenster für kreative Kinder
  • Spiele, Puzzle, Memory, Rätsel für schlaue Köpfe
  • Bälle und Springseil für draussen
  • Kinderbücher mit Märchen, Liedern oder Bastel-Tipps für gemütliche Abende
  • Puppengeschirr oder Kindergeschirr für Küchenfreunde
  • Arztkoffer für kleine Helfer
  • Sandkastenförmli oder Spritztiere für den Sommer
  • Backförmchen für kleine Köche und Bäcker
  • Kinderrucksack und bunte Brotbox für den Kindergarten
  • Holzspielzeug wie eine Holzeisenbahn für ganz Kleine

Für Schulkinder

  • Baukasten oder Experimentierkasten für kleine Handwerker und Forscher
  • Pinnwand für wichtige Termine
  • Badetuch, Flossen, Schwimmbrille und Sonnenmilch für die nächsten Ferien
  • Kinderkoffer, Reise- oder Sporttasche für die ersten Ferien ohne Eltern
  • Portmonee für das Taschengeld
  • Mappe mit bunten Stiften für Kreative
  • Hörbücher mit spannenden Geschichten für schöne Abende
  • Rucksack für das Wandern
  • Haarschmuck und Armreifen für Mädchen
  • Skateboard und Inline-Skates für Sportliche

Geschenke öffnen am Kindergeburtstag – ja oder nein?

Beides kann funktionieren. Entscheidend ist, was zu deinem Kind passt (Temperament, Alter, Reizüberflutung) und wie du den Ablauf «führst». Entwicklungspsychologisch helfen klare Strukturen, weil sie Stress reduzieren und Enttäuschungen abfedern können.

Variante 1: Öffnen an der Party 

Wenn ihr an der Party öffnet, plane es kurz und geführt:

  • Zeitbox: z.B. 10–15 Minuten, dann ist Schluss.
  • Regie: Eine erwachsene Person moderiert: «Jetzt kommt Geschenk 1, danach spielen wir weiter.»
  • Tempo rausnehmen: Ein Geschenk nach dem anderen, kurz bedanken, dann weiter.

Variante 2: Öffnen zu Hause 

Das ist oft die entspannteste Option, gerade bei grösseren Gruppen. Du kannst es so ankündigen:

  • «Wir packen die Geschenke später in Ruhe aus – dann bleibt mehr Zeit zum Spielen.»
  • «Danke fürs Mitbringen, wir sammeln alles und öffnen nach der Party.»

Vorteil: Weniger Vergleich, weniger «Show», weniger Enttäuschung – und dein Kind kann sich später wirklich mit jedem Geschenk beschäftigen.

Variante 3: Spiel daraus machen 

Wenn die Kinder unbedingt dabei sein wollen, mach ein kurzes Spiel daraus:

  • Flaschendrehen: Die Flasche zeigt auf ein Kind – dieses übergibt «sein» Geschenk, das Geburtstagskind öffnet genau dieses.
  • Würfeln: Bei einer 6 darf ein Geschenk geöffnet werden (max. 5–8 Geschenke insgesamt, Rest später).
  • Geschenketisch: Alles kommt an einen Tisch, wird gesammelt und erst im festgelegten Programmpunkt angefasst.

Wenn es Tränen gibt: 5 Sätze, die deeskalieren

  • «Ich sehe, du bist gerade enttäuscht. Das ist okay.»
  • «Wir machen kurz eine Pause. Atmen wir zusammen.»
  • «Du musst dich nicht sofort freuen. Wir schauen es später in Ruhe an.»
  • «Jede Person hat etwas mit Liebe ausgesucht. Wir sagen jetzt trotzdem Danke.»
  • «Nach der Party reden wir darüber, was dich gestört hat.»

Dankeschön – kurze Nachrichten an Gäste-Eltern

Ein kurzes Dankeschön nach der Party stärkt die Beziehung und nimmt Missverständnisse raus. Wenn du noch kein Gruppenfoto hast oder zuerst sortieren musst, hilft ein einfacher Hinweis wie: «Foto folgt» oder «Wir melden uns».

WhatsApp/SMS: 5 Vorlagen 

  • «Danke, dass [Name] heute dabei war – [Kind] hatte mega Freude. Danke auch fürs Geschenk! Foto folgt, sobald wir’s geschafft haben.»
  • «Danke fürs Kommen und fürs liebe Geschenk. Wir melden uns die Tage nochmals – wir sind nach der Party grad im Aufräummodus.»
  • «Es war schön mit euch! Danke fürs Mitfeiern. Foto folgt/Wir schicken euch noch etwas, sobald wir alle Bilder haben.»
  • «Danke, dass ihr [Name] gebracht/abgeholt habt – hat uns sehr geholfen. [Kind] war happy. Danke auch fürs Geschenk!»
  • «Danke für die tolle Zeit heute. Falls euer Kind etwas vermisst (Jacke/Trinkflasche), meldet euch – wir schauen sofort nach.»

Dankeschön, wenn «kein Geschenk» galt 

  • «Danke fürs Mitfeiern – genau so haben wir’s uns gewünscht. Wirklich schön, dass [Name] da war!»
  • «Danke, dass ihr die «Keine Geschenke»-Bitte respektiert habt. [Kind] hatte einen super Tag mit euch.»

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