Hirnhautentzündung: Schnelles Handeln kann Leben retten

Natürlich haben Sie schon von Hirnhautentzündung oder Meningitis gehört. Doch was ist das eigentlich? Und was sind die wichtigsten Symptome? Fakten, die alle Eltern verinnerlichen sollten, denn sollte Ihr Kind daran erkranken, so kann eine schnelle Behandlung der Hirnhautentzündung Leben retten.

Hirnhautentzündung kann zu Kopfschmerzen führen.

Starke Kopfschmerzen sind Symptom einer Hirnhautentzündung. Foto: Jupiterimages, Getty Images, Thinkstock

Es ist das Schreckgespenst vieler Eltern. Innerhalb von wenigen Stunden verschlechtert sich der Zustand Ihres Babys oder Kindes dramatisch. Wird nicht rechtzeitig gehandelt und die Krankheit nicht schnell genug erkannt, besteht Lebensgefahr für das betroffene Kind oder es treten Langzeitschäden auf. Hirnhautentzündung ist eine gefährliche Krankheit. Wer die Alarmzeichen richtig deutet und bei einem Verdacht schnell einen Arzt oder ein Spital aufsucht, kann Leben retten.

Was ist Meningitis?

Hirnhautentzündung (oder auch Meningitis genannt) ist eine Entzündung der sogenannten Meningen, der bindegewebigen Hüllen, die das Gehirn umgeben. Aufgrund ihres noch nicht voll entwickelten Immunsystems haben Kinder, aber auch Menschen mit geschwächten Abwehrreaktionen ein höheres Risiko, an einer Hirnhautentzündung zu erkranken.

Der Ausbruch einer Hirnhautentzündung kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen können Bakterien, wie zum Beispiel Meningokokken oder Pneumokokken, die Krankheit auslösen. Zum anderen können Viren, wie Mumps-, Masern- und Rötelnvirus oder der FSME-Virus hinter der Meningitis stecken. Aber auch Pilzinfektionen oder Parasiten, wie zum Beispiel der Hundebandwurm oder Fuchsbandwurm, können Hirnhautentzündung verursachen. Die Krankheitserreger wandern durch den Blutkreislauf der betroffenen Person ins Gehirn.

Schwere Kopfverletzungen oder Infektionen im Kopfbereich, wie Mittelohrentzündung oder Nebenhöhlenentzündung, kommen als Auslöser für Meningitis ebenfalls in Betracht.

Symptome der Hirnhautentzündung

Eine Meningitis löst verschiedene Symptome aus, die Sie als Alarmzeichen erkennen sollten. Ein wichtiges Symptom für eine Hirnhautentzündung ist eine steifer  Nacken. Vielleicht klagt Ihr Kind über Nackenschmerzen oder es kann den Kopf nicht nach vorn beugen. Oft geht dies einher mit starken Kopfschmerzen und Fieber. Das betroffene Kind fühlt sich krank und schlapp, wobei sich der Allgemeinzustand rapide verschlechtern kann. Ein weiteres Warnzeichen ist es, wenn Ihr Kind empfindlich auf Licht reagiert. Erbrechen und Durchfälle können ebenfalls ein Symptom sein. Können Sie einen Hautausschlag in Form von kleineren bläulichen Flecken, dunklen Knötchen oder fleckigen Hautveränderungen am Körper Ihres Kindes feststellen? Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass Sie schnellstens ärztlichen Rat einholen sollten. Bei einem schwereren Verlauf der Krankheit kann es auch sein, dass Ihr Kind benommen oder verwirrt reagiert oder dass es sogar zu Krampfanfällen bis hin zu einem Koma kommt.

Falls Sie vermuten, dass Ihr Kind an Meningitis leidet, dann sollten Sie sofort Ihren Arzt oder Rettungsdienst anrufen. Eine Hirnhautentzündung ist lebensgefährlich und jede Minute zählt.

Bei Babys und Kleinkindern sind die Symptome oft nicht so ausgeprägt wie bei älteren Kindern. Die Kleinen erscheinen meist sehr schläfrig und haben nicht genug Energie zum Trinken. Sie kennen Ihr Kind am Besten, und wenn Sie vermuten, dass etwas nicht stimmt, dann suchen Sie lieber einmal zu oft ärztliche Hilfe.

Behandlung der Hirnhautentzündung

Haben Sie bei Verdacht auf Meningitis einen Arzt aufgesucht, so wird dieser untersuchen, ob der Nacken steif ist. In der Rückenmarksflüssigkeit und im Blut werden dann untersucht, ob und welche Erreger vorliegen.

Der schnelle Beginn einer Therapie kann lebensrettend sein. Unbehandelt verläuft Meningitis nicht selten tödlich. Sind Bakterien der Auslöser für die Hirnhautentzündung, so wird die Krankheit mit Antibiotika behandelt. Bei einer viralen Meningitis können nur die Symptome wie Kopfschmerzen, Durchfall oder Fieber behandelt werden.

Gegen einige Erreger von Meningitis, wie zum Beispiel den FSME–Virus, der von Zecken übertragen wird, kann man sich auch impfen lassen.

Die wichtigsten Symptome von Meningitis auf einen Blick:

  • Schwere Kopfschmerzen
  • Nackensteifheit
  • Lichtempfindlichkeit
  • Fieber, Erbrechen
  • Bewusstseinsstörung
  • Hautausschlag am ganzen Körper

Haben Sie Erfahrungen mit Hirnhautentzündung? Dann schreiben Sie uns. Hier geht es zum Kommentarbereich.

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