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Unfälle im Haushalt vermeiden: 6 Tipps für ein kindersicheres Zuhause

Schrammen und Kratzer gehören zur kindlichen Entwicklung dazu und treten beim Spielen und Toben immer wieder auf. Grössere Unfälle stellen jedoch eine echte Gefahr für den Nachwuchs dar und sollten deshalb nach Möglichkeit vermieden werden. Es gibt vielfältige Strategien, die Eltern nutzen können, um ihren Haushalt möglichst sicher zu gestalten. Wir stellen sechs davon vor.

Unfälle im Haushalt mit Kindern lassen sich nicht zu 100% ausschliessen, das Risiko aber spürbar senken.
Unfälle im Haushalt mit Kindern lassen sich nicht ausschliessen, das Risiko aber spürbar senken. © pixabay.de, Victoria_Borodinova

Steckdosen absichern

Steckdosen sind für kleine Kinder eine lebensbedrohliche Gefahr. Das Problem im Haushalt besteht darin, dass die Steckdosen genau in der Höhe des Nachwuchses sind, wenn dieser mit dem Krabbeln beginnt und anfängt, sich aufzurichten. Deswegen müssen alle Massnahmen ergriffen werden, damit es hier nicht zu einem gefährlichen Unfall kommt. Es gibt verschiedene Strategien, um Steckdosen kindersicher zu machen. Auf der einen Seite stehen kleine Plastikscheiben zur Verfügung, die in die Steckdose gesetzt werden. Ebenso können spezielle Stecker eingesetzt werden, die immer dann in die Steckdose gesteckt werden, wenn diese gerade nicht gebraucht wird. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Steckdosen im eigenen Zuhause durch Sicherheitssteckdosen auszutauschen. Hier sind die Löcher der Steckdose verschlossen und öffnen sich nur bei gleichmässigem Druck auf beide Löcher gleichzeitig. Nicht zuletzt sollte den Kindern von Anfang an klargemacht werden, dass Steckdosen für sie tabu sind.

Versicherungen abschliessen

Nicht in jedem Fall lassen sich Unfälle im Haushalt vermeiden. Selbst bei einer noch so sorgfältigen Aufsichtspflicht kann es passieren, dass ein Kind stürzt, auf einen spitzen Gegenstand tritt oder sich anderweitig verletzt. Hier ist es dann von Vorteil, wenn spezielle Zusatzversicherungen abgeschlossen wurden, um im Ernstfall optimal abgesichert zu sein.

So gibt es beispielsweise Zahnzusatzversicherungen, die einspringen, wenn sich ein Kind einen Zahn ausgeschlagen hat. Ebenso können solche Versicherungen greifen, wenn Pflegekosten anfallen oder Medikamente bezahlt werden müssen. Auch Notfalltransporte aus dem Ausland in die Heimat werden von solchen Versicherungen übernommen, wenn ein Unfall beispielsweise während des Urlaubs passiert. Auf insurando.ch sind verschiedene Versicherungen zu finden, aus denen Eltern und andere Interessierte wählen können.

Mit einer Hausapotheke können Eltern schnell auf einen Unfall oder eine Verletzung reagieren.
Mit einer Hausapotheke können Eltern schnell auf einen Unfall oder eine Verletzung reagieren. © pixabay.de, Saul

Hausapotheke einrichten

Wenn ein Unfall im Haushalt passiert ist, ist es von Vorteil, wenn eine gut ausgestattete Hausapotheke zur Verfügung steht. So kann verhindert werden, dass sich aus Verletzungen grössere Krankheiten und Entzündungen entwickeln, und das Kind kann getröstet werden. Es lohnt sich, die Hausapotheke regelmässig zu kontrollieren, um sicherzustellen, dass die darin enthaltenen Komponenten noch haltbar und aktuell sind.

In eine Hausapotheke gehören ganz unterschiedliche Utensilien. So können beispielsweise Kühlmittel genutzt werden, um eine verletzte Stelle nach einem Sturz zu kühlen und eine Schwellung zu verhindern. Für blutende Kratzer und Wunden ist es zudem empfehlenswert, Pflaster in unterschiedlicher Grösse zur Verfügung zu haben. Ebenso bietet es sich an, Desinfektionsmittel in die Hausapotheke aufzunehmen, um Entzündungen zu vermeiden. Es ist wichtig, die einzelnen Komponenten auf den persönlichen Bedarf und das individuelle Sicherheitsbedürfnis anzupassen.

Treppengitter einbauen

Gerade in Häusern mit mehreren Stockwerken kommt es auf den Treppen leicht einmal so einen Unfall. Die Kinder probieren sich im Krabbeln aus oder möchten bei ihren ersten Laufversuchen gleich die Treppe hinaufkommen. Hier besteht eine erhebliche Sturzgefahr, die mit unangenehmen Verletzungen, Prellungen und Brüchen einhergehen kann. Deswegen sollten Treppen in Wohnungen und Häusern immer abgesichert werden.

Es gibt spezielle Treppengitter, die an den beiden Enden der Treppe angebracht werden. Diese können nur mit einem speziellen Mechanismus geöffnet werden, der für Kinder noch zu kompliziert ist. Die Eltern haben somit immer die volle Kontrolle darüber, wann der Nachwuchs auf die Treppe kommt, und können ihn dann unterstützen und Unfälle vermeiden. Es ist wichtig, dass die Treppengitter von der Grösse her optimal auf die Treppe zugeschnitten werden und zuverlässig schliessen und halten.

Reinigungsmittel und Medikamente sicher aufbewahren

Immer wieder kommt es in einem Haushalt mit Kindern dazu, dass der Nachwuchs Reinigungsmittel trinkt oder Medikamente zu sich nimmt. Das liegt daran, dass solche Chemikalien meist eine schöne bunte Farbe haben oder an leckere Süssigkeiten erinnern. Die Folge sind Vergiftungen, die teilweise lebensbedrohlich werden können. Deswegen ist es wichtig, Reinigungsmittel und Medikamente ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Es bietet sich an, Reinigungsmittel und Medikamente in Schränken unterzubringen, die so hoch hängen, dass Kinder nicht drankommen. Da aber auch hier die Möglichkeit besteht, dass sie auf Stühle klettern oder anderweitig an die Schränke gelangen, bietet es sich an, mit Schlössern zu arbeiten. Diese werden vor den Schränken angebracht und verhindern, dass die Kinder diese öffnen können. Wer nicht gleich ein Schloss einsetzen möchte, kann zumindest mit einer Kindersicherung arbeiten, die einen Schrank ebenfalls zuverlässig verschliesst.

Die Fenster sichern

Wenn Kinder grösser werden, fangen sie an, sich für Fenster zu interessieren. Sie wollen schauen, was in der Welt draussen passiert, frische Luft schnappen oder einfach ihre Eltern imitieren. Die Gefahr ist dann gross, dass sie die Fenster öffnen und hinausfallen. Abhängig von der Höhe der Wohnung führt das zu unangenehmen Verletzungen oder kann sogar lebensbedrohlich werden. Deswegen gilt es, nicht nur die Fester im Kinderzimmer abzusichern, sondern auch alle anderen Fenster in der Wohnung und speziell die Balkontür so zu gestalten, dass der Nachwuchs diese nicht öffnen kann.

Eine wichtige Aufgabe für Eltern besteht darum darin, die Fenster mit zusätzlichen Sicherheitsfunktionen zu versehen. Die Fenster sollten nicht nur über den Griff geöffnet werden können, sondern einen zusätzlichen Verschluss besitzen. Alternativ ist es möglich, auf abschliessbare Fenster zu setzen. Das ist allerdings meist mit gewissen Kosten verbunden, wenn die bestehenden Fenster ausgetauscht werden müssen. Bei solchen Fenstern ist es dann wichtig, den Schlüssel sicher aufzubewahren und nicht aus Bequemlichkeit einfach im Fenster stecken zu lassen.

Fazit

Unfälle im Haushalt sind für Kinder ausgesprochen unangenehm und können teils erhebliche gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen. Eltern sollten deswegen alle verfügbaren Massnahmen ergreifen, um solche Unfälle zu vermeiden oder sich darauf vorzubereiten, wenn diese auftreten. Je besser der Haushalt abgesichert ist, desto sicherer können sich Kinder darin bewegen und desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gesund und unfallfrei aufwachsen.