Krabbeln: So wird Ihr Baby mobil

Vor dem Laufen kommt bei den meisten Babys das Krabbeln. Wann es damit losgeht, ist von Baby zu Baby verschieden. Auch die genaue Art der Fortbewegung kann ganz unterschiedlich aussehen. Jetzt sollten Sie vor allem auf eine kindersichere Umgebung achten.

Wenn Ihr Baby mit dem Krabbeln beginnt, sollten Sie es nicht aus den Augen lassen.

Wenn Ihr Baby mit dem Krabbeln anfängt, hat es allen Grund, sich zu freuen und stolz zu sein. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Für Ihr Baby ist es ein grosser Moment, wenn es sich ohne Ihre Hilfe fortbewegen kann. Auch viele Eltern warten schon gespannt darauf, dass ihr Säugling mit dem Krabbeln und später mit dem Laufen beginnt. Ist es endlich so weit, beginnt eine aufregende, aber auch anstrengende Zeit, denn nun ist vor Ihrem Baby nichts mehr sicher.

Wann krabbeln Babys?

Wann Babys diesen wichtigen Entwicklungsschritt vollziehen, ist ganz unterschiedlich. In der Regel lernen die meisten Kinder zwischen dem sechsten und zehnten Monat das Krabbeln. Voraussetzung dafür ist, dass die Muskeln in Beinen, Armen und Rücken stark genug für die Fortbewegung sind.

Viele Babys benutzen zunächst die Arme zur Fortbewegung und robben durchs Zimmer. Nach einer Weile kommen dann die Beine hinzu. Jetzt geht Ihr Baby wahrscheinlich für ein paar Tage auf Hände und Knie und wippt zunächst hin und her. Bei nicht wenigen Kindern gehen dann die ersten Krabbelversuche im wahrsten Sinne des Wortes zunächst nach hinten los und sie krabbeln erst rückwärts. Schon bald werden die Bewegungen aber immer koordinierter, bis das Baby schliesslich das Überkreuzkrabbeln beherrscht, das heisst, der rechte Arm und das linke Bein gehen nach vorn und danach der linke Arm und das rechte Bein. Jetzt ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zum Hochgeschwindigkeitskrabbeln. Und von da schliesslich zum Hochziehen an Dingen und dem Laufen.

Nicht alle Kinder krabbeln

Nicht alle Kinder jedoch krabbeln wie im Lehrbuch. Manche Kinder bevorzugen das Robben für eine längere Zeit, manche Kinder kommen rollend auch ans Ziel. Wieder andere Kinder ziehen sich aus der Bauchlage gleich hoch, laufen los und überspringen das Stadium des Krabbelns damit völlig. Manche Kinder setzen sich hin und rutschen auf dem Hosenboden, bis sie schliesslich irgendwann laufen. Übrigens schätzt man, dass sich vierzig Prozent der Eltern von Kindern, die im Sitzen rutschen, selbst als Kinder so fortbewegt haben. Ist Ihr Kind also ein Rutscher, lohnt es sich, bei Ihren Eltern oder Schwiegereltern nachzufragen, ob dies vererbt wurde.

Die Bandbreite der normalen Entwicklung ist auch in der Art der Fortbewegung sehr gross und Sie müssen sich keine Sorgen machen, wenn Ihr Baby nicht krabbelt. Ist Ihr Baby allerdings mit rund zwölf Monaten überhaupt nicht daran interessiert, sich auf die eine oder andere Art fortzubewegen, dann sollten Sie das zur nächsten Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Kinderarzt ansprechen.

So unterstützen Sie Ihr Baby

Auch wenn Sie es kaum erwarten können, dass Ihr Baby mit dem Krabbeln beginnt, so dürfen Sie trotzdem nicht vergessen, dass sich jedes Kind in einem anderen Tempo entwickelt. Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, Ihr Baby zum Krabbeln zu zwingen. Sie können es aber natürlich trotzdem bei diesem wichtigen Entwicklungsschritt unterstützen, indem Sie beispielsweise begehrenswerte Spielsachen gerade etwas ausserhalb von Babys Reichweite stellen, um einen besonderen Anreiz für das Krabbeln zu schaffen. Sie können auch mit gutem Beispiel vorangehen und selbst krabbeln, sodass Ihr Kleines Sie nachahmen möchte.

Am wichtigsten ist jedoch, dass Sie Ihrem Kind genügend Gelegenheit geben, das Krabbeln zu üben, indem Sie eine sichere Umgebung schaffen, in der Ihr Baby Spass daran hat auszuprobieren und sich dabei nicht verletzen kann. Babywippe, Hopser oder ähnliche Babygeräte sind zwar für den Alltag durchaus hilfreich, allerdings sollten Sie die Zeit, die Ihr Baby darin zubringt, begrenzen, da hier natürlich die Mobilität Ihres Kindes beschränkt wird und es sich darin ganz sicher nicht zum kleinen Krabbelkünstler entwickelt. Positiv ist es für Ihren Säugling auch, wenn Sie alle kleinen und grösseren Erfolge ausführlich und begeistert loben.

Kindersichere Wohnung

Hat Ihr Baby erst einmal verstanden, wie es sich fortbewegen kann, dann gibt es kein Halten mehr. Wenn Sie es noch nicht getan haben, sollten Sie spätestens jetzt Ihre Wohnung kindersicher machen. Denn obwohl Ihr Baby im Vergleich zu einem Neugeborenen nun schon ein ziemlich grosses Kind ist, ist es immer noch zu klein, um Gefahren richtig einzuschätzen. Die Treppen scheinen Ihr Baby wahrscheinlich geradezu magisch anzuziehen, ebenso das giftige Waschpulver oder die interessant aussehende Steckdose. Am besten krabbeln Sie selbst einmal durch Ihre Wohnung, um aus der Babyperspektive festzustellen, was sich alles im Gefahrenbereich für Ihr Kleines befindet.

Mobile Babys sind anstrengend

Jeder weiss, dass sich Mütter nach der Geburt viel ausruhen sollen. Doch auch mit einem grösseren Baby ist das Leben alles andere als erholsam. Wenn Ihr Kind mobil wird, beginnt eine anstrengende Zeit für die Eltern, da Sie Ihr Baby nun keinen Augenblick aus den Augen lassen können. Versuchen Sie deshalb auch mit einem grösseren Baby, genügend Ruhepausen für sich selbst im Alltag einzuplanen und lieber die Beine hochzulegen, wenn Ihr Kleines schläft, als das Haus zu putzen!

HiPP

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