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Kind > Erziehung

Die Vielfalt als Chance nutzen: So wichtig ist Integration beim Vorschulturnen

Beim Vorschulturnen steht nicht nur der Sport im Vordergrund: Es geht auch darum, neue Begegnungen zu machen und das Miteinander zu stärken. Im Gespräch mit Miteinander Turnen Schweiz (MiTu) erzählt Turnleiterin Ursula Durrer von der spannenden Aufgabe, Kinder und ihre Erziehungsberechtigten aus ganz verschiedenen Umfeldern zusammenzubringen.

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Beim Vorschulturnen kommen Kinder und Erziehungsberechtigte aus jeder Kultur zusammen. Bild: FatCamera, E+

Schon im frühen Kindesalter spielt Bewegung eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Deshalb ist es für jedes Kind wichtig – egal aus welchem Land es kommt oder ob es körperlich beeinträchtigt ist oder nicht – gemeinsam mit anderen Kindern Sport zu treiben. Und hier kommt das Projekt MiTu Schweiz – Miteinander Turnen Schweiz zum Einsatz, dessen Ziel es ist, allen Kindern den Zugang zum Vorschulturnen zu ermöglichen.

Es ist wichtig, von Anfang an dabei zu sein

Ursula Durrer hat vor einigen Jahren die Leitung des Vorschulturnens in Kerns übernommen. Als engagierte Leiterin hat sie sich und ihre Lektionen gerade im Corona-Jahr immer wieder neu erfunden. Sie war es auch, die das Projekt Miteinander Turnen aktiv in das Vorschulturnen in Kerns integriert hat.

«Es ist immer gut, wenn sich Familien, die neu in die Schweiz ziehen oder innerhalb der Schweiz umziehen oder auch Familien mit Kindern mit einer Beeinträchtigung, die Möglichkeit haben, sich von Anfang an zu integrieren. Ich wollte unbedingt zu einer gelungenen Integration von neuen Familien beitragen, und erachte es als Bereicherung für alle» sagt sie im Gespräch mit Anja Glover von MiTu. Wenn Eltern und Kinder aus anderen Ländern dabei sind, hilft dies zudem, Vorurteilen entgegenzuwirken.

Für mehr Bewegung für Kids: Podcasts für Eltern

Im Dezember 2020 hat das Projekt MiTu seinen eigenen Podcast lanciert. Moderatorin Anja Glover interviewt im Podcast Gäste zu den Themen wie Integration, Frühförderung, Bewegung und Erziehung. Dabei möchte der Podcast Miteinander Turnen aufzeigen, wie wichtig Bewegung schon für junge Kinder bis sechs Jahre ist und über die verschiedenen Möglichkeiten der Bewegungsförderung in der frühen Kindheit informieren. Da die Eltern hierbei eine wichtige Rolle spielen, teilt MiTu die Podcast-Folgen monatlich auf Familienleben. 

Sie finden alle Podcast-Folgen hier zum Nachhören.

Weiterbildung für Vorschulturnleitende

Das Projekt Miteinander Turnen bietet zudem mehrere Weiterbildungsmöglichkeiten für Vorschulturnleitende an. «Obwohl ich schon länger mit Kindern arbeite, konnte ich in diesen Weiterbildungen einiges lernen. Vor allem der Austausch mit anderen Leitenden war sehr bereichernd.» Ursula Durrer weist im Podcast daraufhin, dass es wichtig sei, als Leiterin offen zu sein und nicht den Anspruch an sich selbst zu stellen, alles wissen zu müssen. «Zusammen mit den Eltern und allen Beteiligten findet man immer eine Lösung.»

Neue Vorschulleitende gesucht

Nicht nur die Kinder können sich für die kommende Saison bereits heute anmelden, viele Standorte sind auf der Suche nach neuen Leitenden. «Die Aufgabe ist sehr bereichernd, ich würde es jederzeit wieder machen», so Ursula Durrer. Auch die Koordinatorin des Projekts Miteinander Turnen im Tessin, Victoria Franco Grütter, erachtet ihr Engagement im Vorschulturnen als sehr erfüllend und abwechslungsreich. «Wir freuen uns alle, bald wieder in der Halle unterrichten zu können, dieser physische Austausch fehlt vor allem auch den Familien.» In der Podcastfolge «Mehrsprachigkeit» spricht sie über die Vielfältigkeit, die wir in der Schweiz haben und darüber, wie man diese Diversität als Chance nutzen kann.

Das ist MiTu Schweiz

Das Projekt MiTu – kurz für Miteinander Turnen – richtet sich an Kinder von drei bis fünf Jahren. MiTu setzt sich nicht nur für mehr Bewegung, sondern auch für mehr Integration im Vorschulturnen ein. Bei den MiTu-Angeboten begegnen sich Familien mit den unterschiedlichsten Hintergründen. Beim gemeinsamen Turnen werden nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern oder die Bezugspersonen in die Gemeinde, die Gesellschaft und ins Vereinsleben integriert. Dies mit dem gemeinsamen Ziel der frühkindlichen Bewegungsförderung.




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