Vater werden ist ein gutes Gefühl

Väterbrief Nr. 1 meint: Die Schmerzen der Frau lassen wohl keinen Mann unberührt und das Gefühl, das gemeinsame Kind in den Armen zu halten, ist meist sehr intensiv. Die Gefühle verändern sich mit jeder Entwicklungsphase – es gilt, den Hochs und Tiefs dieser Gefühle beherzt zu begegnen, sie zuzulassen und auszudrücken.

Wenn ein Baby lächelt, freut sich der Vater.

Das erste Lächeln des Babys löst ein grossartiges Gefühl beim Vater aus. Foto: iStock, Thinkstock

Die Gefühle verändern sich mit jeder Entwicklungsphase – es gilt, den Hochs und Tiefs dieser Gefühle beherzt zu begegnen, sie zuzulassen und auszudrücken. Das ist oftmals für den Mann eine Neuerfahrung, fällt aber leichter, wenn man mit der Partnerin darüber redet und eine enge Beziehung zum eigenen Kind aufbaut.

Seit ich Vater bin, erlebe ich Gefühle intensiver.
Oliver, 37

 

Das erste Lächeln, der erste Zahn

Die fürsorgliche Körperpflege, das gemeinsame Spiel und das Miterleben, wie sich das neue Leben entwickelt, fördern die emotionale Bindung zum Kind und wirken auf den Vater zurück. Das erste Lächeln, der erste Zahn, die erste durchgeschlafene Nacht oder die ersten Schritte lösen grossartige Gefühle aus. Auch die Sorge um ein krankes Kind und die Erleichterung, wenn es wieder gesund ist, lassen gelebte Emotionen zurück.

All diese Erlebnisse schärfen den Blick fürs Wesentliche. So werden viele Sorgen und Spannungen in anderen Lebensbereichen, z.B. in der Arbeitswelt, relativiert und den zwischenmenschlichen Aspekten wird ein höherer Stellenwert eingeräumt.

Mit dem Elternsein verändert sich auch die Paarbeziehung. Durch das Kind können Väter ganz neue Seiten an der Partnerin kennen und schätzen lernen und es entsteht eine neue Verbundenheit. Aber auch Frustration und andere negative Gefühle können auftreten. Sie werden am besten gemeistert, wenn beide aufmerksam sind und frühzeitig wahrnehmen, wenn etwas aus dem Lot gerät.

Vaeterbrief
     
 
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Tipps
  • Seien Sie stolz auf Ihre Leistung als Vater und erzählen Sie Ihren Freunden und Geschäftskollegen davon.
  • Teilen Sie Ihre Gefühlswelt mit Ihrer Partnerin und pflegen Sie die Beziehung.
  • Zeigen Sie Gefühle – das ist für die Entwicklung Ihres Kindes wichtig.
  • Holen Sie sich frühzeitig Hilfe, wenn es schwierig wird (z.B. beim Elternnotruf, der 24 Stunden weiterhilft).


Text: pro juventute Elternbriefe in Zusammenarbeit mit www.avanti-papi.ch.

Mehr dazu lesen:
Über den Pro Juventute Väterbrief.

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