Kinder sorgen für Gespräche unter Vätern

Väterbrief Nr. 3 meint: Kinder sind spontan, neugierig und kontaktfreudig und verwickeln so oft auch ihre Väter in Unterhaltungen mit «Fremden». Das kann in manchen Situationen die Nerven eines Vaters strapazieren, führt aber oft zu bereichernden Begegnungen.

Kinder und Eltern geniessen die Zeit zusammen im Park.

Kinder verwickeln ihre Eltern in Unterhaltungen mit Fremden. Foto: ©iStockphoto.com/digitalskillet

Durch spontane Gespräche mit Kindern, Eltern und anderen Personen auf der Strasse, auf dem Spielplatz, beim Einkaufen oder an einem Fest ergeben sich oftmals erste Kontakte, die sich zu interessanten Bekanntschaften entwickeln können.

Väter, die im Alltag ihrer Kinder präsent sind, sind dementsprechend vernetzter und können von Beziehungen profitieren, die den eigenen Blickwinkel erweitern. Als Vater beginnt man den eigenen Lebensraum und die dazugehörigen Menschen bewusster wahrzunehmen. Bestimmte Menschen sieht man häufiger, lernt sie von einer neuen Seite kennen oder entdeckt Gemeinsamkeiten, von denen man vorher nichts wusste.

Als Vater bin ich im Quartier stärker vernetzt.
Christoph, 26

 

Besser verankert im sozialen Umfeld

Durch die Kinder begegnet man Menschen, die man sonst nicht getroffen hätte, und erhält Einblick in andere Familienverhältnisse, Kulturen und Werthaltungen. Insgesamt kennt man mehr Leute und weiss mehr über die Umgebung, in der man lebt. Diese Vertrautheit gibt ein Gefühl von «Verwurzelung». Durch wiederkehrende Begegnungen können bereichernde Freundschaften zu anderen Eltern entstehen, die auch als Entlastung und Unterstützung im Alltag sehr wertvoll sind.

Sich gegenseitig aushelfen, schnell mal einspringen, die Kinder hüten – so lassen sich organisatorische Engpässe entschärfen oder auch mal Entspannungsinseln im Alltag schaffen. Andere Eltern erweitern das Familiennetzwerk. Daher ist es wichtig, diese Kontakte zu pflegen und sich solidarisch und verbindlich zu zeigen. Als Vater hat man für kinderlose Freunde möglicherweise weniger Zeit. Vielleicht werden aber diese Beziehungen gerade durch die knappe Zeit intensiver.

Vaeterbrief
     
 
Ein Engagement von
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Tipps
  • Lassen Sie sich von der Offenheit, Spontaneität und Neugier Ihres Kindes anstecken.
  • Sehen Sie die Veränderung des Beziehungsnetzes als Bereicherung!
  • Erkundigen Sie sich nach bestehenden Spielgruppen, Vater-Kind-Zmorge oder ähnlichen Eltern-Kind-Angeboten in Ihrer Umgebung.
  • Pflegen Sie alte und neue Kontakte.

Text: pro juventute Elternbriefe in Zusammenarbeit mit www.avanti-papi.ch.

Mehr dazu lesen:
Über den Pro Juventute Väterbrief.

Die 6 Väterbriefe

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