«Wie ich meine Akne in den Griff bekam»

Akne belastet die Haut und die Seele von Jugendlichen gleichermassen. Vier Beauty-Bloggerinnen machen Ihren Kindern Mut und erzählen, wie sie ihre Pickel loswurden.

Akne geht auch unter die Haut. Erfahrungsberichte von Bloggern über ihren seelischen und körperlichen Kampf gegen die Pickel.

Akne geht auch unter die Haut. Illustration: iStock

Als hätte man in der Pubertät nicht schon genug Sorgen. Die Hormone spielen verrückt und verursachen ganz schön viel Durcheinander. Und damit beginnt nicht nur die Laune zu schwanken, auch das Hautbild kann ins Wanken geraten.

Über Nacht wird der Teint glänzender, es kann zu Hautreizungen kommen und in vielen Fällen auch zu Akne. Die Statistiken streiten, wie viele Jugendliche wirklich von Akne betroffen sind. Eltern sind sich einig; es sind wohl die meisten. Und das ist auch die gute Nachricht. Niemand muss mit dem Problem Akne allein bleiben. Generationen von Jugendlichen haben sich vor ihnen mit Pickel und Mitessern geplagt und eine ganze Generation tut es jetzt genauso. Der einzige Unterschied: das Netz.
Auf Blogs und in sozialen Medien berichten immer mehr Betroffene über ihre Erfahrungen mit Akne und wie Sie Ihre Pickel erfolgreich behandelt haben. Wir stellen vier Akne-Erfahrungsberichte aus dem Netz vor.

Lisa von Lovelisax (24), Bloggerin

«Zu viele Produkte mit aggressiven Inhaltsstoffen stressen die Haut»

«Noch vor circa zwei Jahren sah meine Haut schrecklich aus.» schreibt Lisa. «Ich habe Verabredungen abgesagt, weil ich mich einfach nicht hübsch genug fühlte. Weil ich mich für die roten Hubbel im Gesicht geschämt habe. Weil ich mich nicht ständig mit hundert Kilo Make-up zukleistern wollte, da es erstens, anstrengend und zeitaufwändig war, und zweitens, alles nur noch schlimmer machte.»

Auch Lisa zählt zu den Betroffenen, die gehofft haben, in der Drogerie ein Zauberprodukt gegen Akne zu finden. Sie hat dutzende von Mittelchen und Kosmetika ausprobiert, teilweise gleichzeitig. Ergebnis: Ihre Akne ist nur noch schlimmer geworden.

 «Zu viele Produkte mit aggressiven Inhaltsstoffen stressen die Haut immer weiter, sie verliert ihr Gleichgewicht, produziert immer weiter Talg und durch die ganzen Irritationen enstehen folglich mehr und mehr Pickel und Hautirritationen.» Doch mit 17 Jahren kannte sie sich noch nicht mit Inhaltsstoffen von Kosmetik aus. Sie kaufte einfach alle mit Produkte mit der Aufschrift «Anti-Pickel». 

Heute rät sie bei Pickeln und Mitessern vor allem sehr milde Produkte  ohne Säure und Alkohol und nicht zu viele Kosmetika gleichzeitig zu benutzen. Auch «ständiges Produkt-Hopping bringt nichts. Wenn ihr ein passendes Produkt gefunden habt, dann bleibt dabei!»  Und was man häufig vergesse: «Auf die Haut hören». «Wenn die Haut genug Feuchtigkeit hat, dann braucht man sie nicht nochmal erneut einschmieren.» 

Lesen Sie hier Lisas gesamten Akne-Erfahrungsbericht

Johanna Heinen von Odernichtoderdoch (27), Creative Director und Bloggerin

«Akne ist etwas, das einen ziemlich kaputt machen kann »
 


Johannas Geschichte zeigt, welche Vorurteile, aber vor allem welche grosse emotionale Belastungen Akne mit sich bringt. «Mit Akne verbindet man stark vernarbe rote Pockengesichter im Teeniealter – so ist es aber nicht. Es gibt viele verschiedene Formen von Akne und alle haben eins gemeinsam: Sie zehren am Selbstvertrauen und sind mit Hausmittelchen und Drogerieprodukten nicht in den Griff zu kriegen.» «Akne ist etwas, das einen je nach Schweregrad sogar ziemlich kaputt machen kann – nämlich psychisch.» Dabei sei gerade dieser emotionaler Stress schlecht für die Haut.

Johanna schildert in ihrem Akne-Erfahrungsbericht, wie sie anfangs erst nur noch hochgeschlossen Klamotten trug und ihre Haare so drappierte, dass man ihre Hautunreinheiten nicht mehr sehen konnte. Wie sie später begann Plätze Schwimmbäder zu meiden und sich immer mehr zurückzog. Wie die Akne immer mehr und mehr begann ihr Leben zu kapern. «Mein Benehmen wurde auf einmal durch etwas so Simples wie Pickel bestimmt.» Bis Johanne eines Tages beschloss, das Heft wieder selbst in die Hand zu nehmen und mit ihrem Hautproblem zum Dermatologen zu gehen.

Johanna rät auch allen anderen Akne-Betroffenen, ihren Mut zusammen zu nehmen und sich professionelle Hilfe bei einem Hautarzt zu suchen. Er kenne Akne aus der täglichen Praxis und könne durch sein Knowhow schnell Ursachen erkennen und medizinische Lösungen finden.

Lesen Sie hier Johannas gesamten Erfahrungsbericht

Wencke von Modegeschmack

«Akne ist überhaupt nichts Schlimmes, entweder man neigt dazu oder eben nicht»
 


Wenn man heute Wenckes Haut heute auf ihren Instagrambildern sieht, kann man kaum glauben, dass die Modebloggerin mit 19 Jahren stark unter Pickeln litt. Jetzt spricht sie ganz offen über ihre genetisch bedingte Akne in den späten Teenagerjahren und will anderen Mut machen: «Unreine Haut ist ein Thema, was extrem viele Frauen und auch Männer belastet. Es ist auch überhaupt nichts Schlimmes, entweder man neigt dazu oder eben nicht. Wichtig ist nur, dass man sich deswegen nicht versteckt, sondern versucht etwas daran zu ändern!»

Für Wencke war es unter anderem die Umstellung ihres Pflegeregimes und ihrer Pflegeprodukte nach ärtztlichem Rat, die ihre Haut enorm verbessert hat. Ebenso empfiehlt sie einen gewissenhaften und hygienischen Umgang mit der Haut. Zwar hat Akne keinen hygienischen, sondern in aller Regel einen hormonellen Ursprung, dennoch kann ein verbesserte Hauthygiene helfen, das Erscheinungsbild der Haut zu verbessern.

Lesen Sie hier Wenckes gesamten Erfahrungsbericht

Joanna Nongiesser, Blogger- und Youtuberin

«Nichts hat wirklich geholfen. Bis ich angefangen habe meine Ernährung zu ändern»

Seit ihrem zwölften Lebensjahr litt Joanna unter einer hormonell bedingten Akne. Und wie viele Betroffene, hat auch Joanna versucht mit viel Kosmetikprodukten, die Pickel im Gesicht loszuwerden. Aus all ihren vergeblichen Bemühungen hat sie gelernt, ihren Körper besser zu studieren und herauszufinden, was ihm bekommt und was nicht.

In Johannas Fall ist es offenbar, was auch inzwischen immer mehr Wissenschaftler und Dermatologen vermuten: der Verzicht auf tierische Lebensmittel (Fleisch, Milchprodukte) und  Zucker, kann bei Hautunreinheiten helfen. Johanna hat daraufhin ihre Ernährung umgestellt und seither ihre Akne besser im Griff.

Lesen Sie hier den gesamten Erfahrungsbericht von Joanna
 

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