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Die Bildung der Kinder finanzieren – eine Übersicht

Ab dem Zeitpunkt, wenn Kinder auf der Welt sind, entstehen den Eltern kosten. Vor allem in die Bildung investieren Mama und Papa häufig viel Geld. Das ist nur natürlich, schliesslich liegt die Schul- und die berufliche Bildung den Eltern sehr am Herzen. Sie ist der Grundstein für ein erfolgreiches Leben. Doch gerade am Anfang wissen Eltern nicht genau, worauf sie sich einstellen müssen. Dieser Artikel gibt Aufschluss.

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Im Kindergarten knüpfen Kinder erste soziale Bindungen ausserhalb ihrer Herkunftsfamilie. Nicht zuletzt deshalb entscheiden sich viele Eltern für ein Vor-Kindergartenjahr.

Kindergarten, Krippe oder daheim betreuen? Vor allem in den ersten Lebensjahren werden die Kinder meist zu Hause betreut. So schaffen Eltern eine enge Bindung zu ihren Kindern und können die ersten grossen Schritte im Leben miterleben. In konventionellen Vater-Mutter-Kind-Konstellationen geht meist ein Elternteil arbeiten, während der andere die Betreuung der Kleinen übernimmt. Je nachdem, in welchem Kanton die Arbeitsstätte liegt, erhält der ausfallende Elternteil eine Unterstützung in Form von Erziehungszulagen. In jedem Fall erhalten Eltern eine Kinderzulage von 200 Franken pro Kind für Kinder bis 16 Jahren und 250 Franken Ausbildungszulage pro Kind für Kinder von 16 bis 25 Jahren. Dies dient als Unterstützung, damit allen Kindern eine gute Bildung zuteilwerden kann.

Mit etwa vier bis fünf Jahren treten Kinder in die Primarschule ein. Die ersten beiden Jahre werden obligatorisch im Kindergarten verbracht, bevor eine reguläre Schulbildung erfolgt. Spätestens hier kommen Kinder das erste Mal regelmässig mit anderen Kindern und Bezugspersonen in Kontakt. Wer sein Kind bereits vor dem Beginn der Primarschule in eine Spielgruppe oder eine Kita schicken möchte, muss dies in der Regel aus eigener Tasche bezahlen. Politiker fordern immer wieder, ein Vor-Kindergartenjahr kostenfrei für Eltern zu gestalten, um den Kindern einen möglichst frühen Eintritt in die Kita zu ermöglichen. Dies ist nach wie vor umstritten.

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Im Rahmen des Schweizer Bildungssystems haben Kinder und Eltern immer wieder die Wahl, in welche Richtung sie gehen möchten.

Öffentliche Schule oder Internat?

Was die schulische Bildung betrifft, ist die Schweiz nach wie vor ein Vorreiter. Allein im Jahr 2017 haben Bund, Kantone sowie Gemeinden rund 38 Milliarden Franken für Bildungszwecke ausgegeben. Öffentliche Schulen geniessen einen guten Ruf und bieten den Kindern eine hochwertige Bildung. Das Schweizer Bildungssystem sieht nach dem Besuch der Primarschule zunächst die Sekundarstufe I vor. Der Besuch dieser sogenannten Oberstufe dauert in den meisten Kantonen drei Jahre. Dabei gibt es verschiedene Modelle, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihrem Niveau entsprechend zu lernen und sich weiterzubilden.

Anstelle einer öffentlichen Schule haben Eltern die Möglichkeit, ihr Kind auf eines der zahlreichen Internate in der Schweiz zu schicken. Schweizer Internate gelten als die besten der Welt und Plätze sind dementsprechend begehrt. Das Manko: Der Besuch eines Internats ist oft mit hohen Kosten verbunden. Eltern nehmen nicht selten einen Kredit auf, um den Internatsbesuch ihres Kindes finanzieren zu können. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand: Schweizer Internate bieten ihren Schützlingen einen geschützten Rahmen, in dem sie sich frei entfalten können. Manche Internate haben bestimmte Schwerpunkte wie Sprachen, Sport oder Kunst. In der Regel können Schülerinnen und Schüler an einem Internat von der Sekundarstufe I bis zum Schulabschluss lernen. Abschlüsse werden zudem meist bilingual angeboten. Dabei stehen verschiedene Zweitsprachen zur Auswahl:

  • Englisch
  • Französisch
  • Deutsch
  • Italienisch

Die Fremdsprache orientiert sich dabei an der Muttersprache des Schülers. Denn natürlich knüpfen Internatsschüler vor allem internationale Kontakte. Kinder, die ein Schweizer Internat besuchen, kommen aus der ganzen Welt.

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Hochwertige Schulen und Internate bieten die beste Lernumgebung für Jugendliche. Ein international anerkannter Abschluss ist die Belohnung.

Sekundarstufe II: allgemein oder berufsbildend lernen

Nach dem Abschluss der Sekundarstufe I haben die Schülerinnen und Schüler in der Regel zwei Optionen. Sie können entweder eine berufsbildende oder eine allgemeinbildende Ausbildung beginnen. Die Schwerpunkte sind dabei sehr unterschiedlich, genauso wie Kosten für die Eltern.

Die berufsbildende Ausbildung

Hierbei handelt es sich um eine klassische Lehre, die drei oder vier Jahre dauert. Nach Abschluss dieser Ausbildung sind die Schülerinnen und Schüler ausgelernt und können in ihrem Beruf arbeiten.

Die allgemeinbildende Ausbildung

Im Gegensatz dazu steht die allgemeinbildende Ausbildung. Diese kann wiederum entweder an einer öffentlichen Schule oder in einem Internat absolviert werden. Es stehen verschiedene Schulformen zur Auswahl, die den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, ihrem Lernniveau entsprechend weiter zu lernen. Wer beispielsweise ein Studium anstrebt, sollte für vier weitere Jahre ein Gymnasium (oder ein entsprechendes Internat) besuchen. So erwirbt er die Qualifizierung für ein Studium.

Internate bieten hier den Vorteil, dass sie ein besonders hohes Lernniveau bieten, sodass die Abgänger später alle Möglichkeiten haben, an internationalen Universitäten zu studieren. Die Ausrüstung an Internaten ist meist besonders modern, zudem bieten sie den Schülern begleitende Angebote, die den Lebenslauf verbessern. Ob sportliche, musikalische, künstlerische oder andere Zusatzqualifikationen – wer besondere Ziele oder Ambitionen hat, findet auf Schweizer Internaten beste Voraussetzungen vor.

Auch in der Sekundarstufe II gilt: Öffentliche Schulen werden vom Staat bezahlt. Hier müssen Eltern leidglich Kosten für Bücher und Arbeitsmaterialien aufbringen. Internate hingegen sind Privatschulen, die von den Eltern getragen werden. Unterbringung, Kost, Lehre und alle weiteren Kosten haben die Eltern über das Schulgeld zu bezahlen. Eltern, die ihren Kindern eine ausserordentlich hohe Bildung ermöglichen wollen, sind mit Internaten oft gut beraten. Natürlich können Kinder auch an öffentlichen Schulen der Sekundarstufe II gute Abschlüsse erzielen und so ihren Bildungsweg beschreiten.

Bei Studium und Co. hilft ein Stipendium

Wer sich in der Sekundarstufe II für eine allgemeinbildende Schule entschieden hat, tritt danach in die Tertiärstufe ein. In diesem Schritt geht es um die Wahl einer Hochschule, an der ein spezifischer Abschluss erzielt werden kann. Ob Universität oder Fachhochschule – jede Schweizer Hochschule bietet verschiedene Studiengänge, aus denen die Studierenden wählen können. Für Eltern ist an diesem Punkt die Finanzierung der Bildung ihrer Kinder noch nicht abgeschlossen. Nicht selten kosten der Umzug, das Studium und das Leben neben dem Studium Geld. Viele Eltern unterstützen ihre Kinder weiterhin finanziell, damit sie einen zeitgerechten Abschluss erreichen. Gleichzeitig haben Studierende zwei weitere Möglichkeiten.

Einerseits ist es möglich, in einer Nebentätigkeit neben dem Studium etwas Geld zu verdienen. Allerdings kostet die Arbeit Zeit, die dann nicht mehr für die Lehre zur Verfügung steht. Die zweite Möglichkeit ist ein Stipendium. Wer ein Stipendium erhält, wird vom jeweiligen Kanton verwaltet. Sowohl Bachelor- als auch Masterstudierende sind stipendienberechtigt. Interessierte können ein Stipendium beantragen und sich so ihr Studium selbst finanzieren. Je nachdem, wer das Stipendium vergibt, müssen unterschiedliche Voraussetzungen erfüllt sein. Vor allem Studierende mit guten Noten haben gute Aussichten auf eine Unterstützung beim Studium.