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Bin ich schwanger? Alle Antworten rund um den Schwangerschaftstest

Schwanger oder nicht? Wer schwanger werden will, will schnellstmöglich wissen, ob es geklappt hat. Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Schwangerschaftstest? Welche Tests gibt es und wie sicher sind sie? Und was ist, wenn der Test negativ ausfällt und die Periode trotzdem auf sich warten lässt? Wir haben die Antworten!

Es hängt auch vom Test ab, wann ein Schwangerschaftstest Gewissheit schafft.

Ab wann ist ein Schwangerschaftstest möglich? Dies hängt auch von der Art des Tests ab. Foto: laflor, iStock, Getty Images

Hat es geklappt? Wer schwanger werden will, möchte am liebsten sofort wissen, was Sache ist. Ein Schwangerschaftstest schafft Klarheit – aber erst ab einem bestimmten Zeitpunkt. Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Arten zum Feststellen einer Schwangerschaft: Den Urin- und den Bluttest. Urintests kann jede Frau selbständig durchführen, denn die entsprechenden Tests sind in nahezu allen Apotheken und Supermärkten erhältlich. Den Bluttest hingegen führt Ihr Facharzt durch. 

Wann kann eine Schwangerschaft nachgewiesen werden?

Schwanger oder nicht schwanger? Wenn Sie selber testen, liefert ein handelsüblicher Schwangerschaftstest die Antwort. Ein solcher Urintest wird aussagekräftiger, je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist. Die meisten Tests liefern ab dem Tag an dem die Periode ausbleibt verlässliche Ergebnisse. Hingegen kann ein sogenannter Schwangerschaftsfrühtest bereits ab etwa fünf Tagen vor der zu erwartenden Regelblutung ein Ergebnis liefern. Ein positives Ergebnis kann laut Experten aber erst am zweiten Tag nach Ausbleiben der zu erwartenden Monatsblutung als sicher eingeschätzt werden. 

Anders ist es beim Test beim Frauenarzt: Bei einem Bluttest kann eine bestehende Schwangerschaft bereits eine Woche vor der zu erwartenden Blutung festgestellt werden. Eine Schwangerschaft kann ab dem Zeitpunkt nachgewiesen werden, an dem sich die bereits zur vielzelligen Blastozyste herangewachsene Eizelle in der Schleimhaut der Gebärmutter eingenistet hat. Das geschieht normalerweise am fünften oder sechsten Tag nach der Befruchtung. Der Nachweis beruht auf dem Vorhandensein des schwangerschaftserhaltenden Hormons hCG (humanes Choriongonadotropin) in Blut und Urin. hCG verhindert die Menstruation und wird von den Zellen der Blastozyste gebildet, aus denen später der kindliche Anteil der Plazenta entsteht.

Was der HCG-Wert aussagt

Die Konzentration des Hormons hCG in Blut und Urin wird in der Einheit IU/ml (Internationale Einheiten pro Milliliter) angegeben. Die verbindlich festgelegte Hormonmenge einer solchen Internationalen Einheit beläuft sich auf etwa 0,00006 Milligramm. Bei Nichtschwangeren liegt der HCG-Wert üblicherweise unter 5 IU/ml. Dieser Wert steigt im Blut von Schwangeren erst langsam, dann rasant an und erreicht in der achten bis zehnten Schwangerschaftswoche sein Maximum mit Konzentrationen bis zu 290000 IU/ml.

So testen Sie selber

Ob Frühtest oder normaler Schwngerschaftstest: Die meisten der angebotenen Schwangerschaftstests funktionieren nach demselben Prinzip. Das beiliegende Teststäbchen wird für wenige Sekunden in ein Behältnis mit Urin getaucht oer direkt in den Urinstrahl gehalten. Nach etwa fünf Minuten ist das Ergebnis im Kontrollfenster oder auf dem Teststreifen zu sehen: Wenn der Test korrekt ausgeführt wurde, erscheinen Striche. Je nach Resultat, einer oder zwei. 

Erscheinen zwei Striche im Kontrollfenster, dann ist das Ergebnis positiv. Wenn nur ein Strich erscheint, bedeutet das, dass der Test funktioniert und das Ergebnis negativ ist. Sie sind also in dem Fall nicht schwanger. Lesen Sie dennoch die Packungsbeilage des Schwangerschaftstests vor jedem Gebrauch gut durch, um Anwendungsfehler zu vermeiden.

Ab wann funktioniert ein Schwangerschaftsfrühtest

Ein Schwangerschaftsfrühtest hat eine Empfindlichkeit von 10 bis 25 IU/ml, kann also eine bestehende Schwangerschaft mit Glück bereits am vierten Tag vor der nächsten erwarteten Periode nachweisen. Falsche negative Ergebnisse sind jedoch so früh noch relativ häufig, denn die Konzentration des Hormons steigt in dieser Zeit noch markant an und ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

Wie sicher ist das Testergebnis?

Wenn Sie selber einen Urintest durchführen, kann es sein, dass es zu einem falsch-negativen Ergebnis kommt. Das Ergebnis ist auch nicht immer eindeutig, denn es können beispielsweise auch nur leichte Verfärbungen im Kontrollfenster erscheinen, welche trotzdem auf eine Schwangerschaft hindeuten können. Der Grund dafür ist ein (noch) tiefer hCG-Wert. Da der Wert aber mit jedem Tag ansteigt, ist es empfehlenswert, wenn Sie den Test nach einigen Tagen wiederholen oder einen Arzt konsultieren.

Die meisten Test funktionieren übrigens besser, wenn Sie längere Zeit nichts getrunken haben. Dann entspricht die hCG-Konzentration im Urin am genauesten der Konzentration im Blut. Deshalb ist es sinnvoll, Morgen-Urin zu verwenden. Übliche Schwangerschaftstests können im Allgemeinen hCG ab 50 IU/ml nachweisen und werden für den Gebrauch ab dem Tag empfohlen, an dem Sie Ihre Periode erwarten.

Was zu einem falschen negativen Ergebnis führen kann:

Während es bei einem positiven Schwangerschaftstest sehr unwahrscheinlich ist, dass keine Schwangerschaft vorliegt, ist die Lage bei einem negativen Ergebnis anders. Wann ein Schwangerschaftstest zuverlässig nachweisen kann, ob eine Frau schwanger ist, hängt von der Empfindlichkeit ab, mit der er auf hCG reagiert.

Doch der weibliche Körper hält sich nicht exakt an Durchschnittswerte. Der Eisprung kann sich verfrühen oder verspäten. Auch der hCG-Anstieg ist von Frau zu Frau verschieden. Hier hilft es, den Test einfach nach ein paar Tagen mit Morgenurin zu wiederholen, denn darin ist die Konzentration des Hormons am grössten.

Ab dem ersten Tag der ausbleibenden Regel kann mit einem herkömmlichen Test geprüft werden, ob eine Schwangerschaft vorliegt. Diese sind zuverlässiger als Frühtests, dennoch kann es auch hier zu einem fehlerhaften Resultat kommen. Folgende Faktoren können das Ergebnis eines Schwangerschaftsfrühtests oder eines herkömmlichen Tests verfälschen:

! Die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann das Ergebnis verfälschen.

! Die betroffene Frau steht kurz vor den Wechseljahren.

! Die Periode ist unregelmässig und der Test wird daher unwissentlich zu früh durchgeführt; auch hier ist die HCG-Konzentration im Urin zu niedrig und der Schwangerschaftstest negativ.

! Der Schwangerschaftstest wurde zu kalt oder zu heiss gelagert und funktioniert daher nicht mehr richtig.

! Der Test wurde falsch angewendet - schlecht ist es zum Beispiel, vor dem Test zu viel zu trinken - das verdünnt den Urin und verringert somit den HCG-Anteil - daher ist der Schwangerschaftstest negativ, obwohl die testende Person schwanger ist.

Der Test ist negativ, aber die Regel bleibt trotzdem aus?

Eine fehlende oder verzögerte Periode muss nicht zwangsläufig ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Auch bei Stress, Krankheit oder schwerer Anstrengung wie Sport oder einer körperlichen Arbeit kann es passieren, dass die Regelblutung ausbleibt.

Durch das Absetzen der Pille oder anderer hormoneller Verhütungsmittel kann der Zyklus ebenfalls mächtig durcheinanderkommen und benötigt oft eine ganze Weile, um sich wieder einzupendeln. Zudem können Zyklusstörungen auch auf Krankheiten hinweisen, weshalb Sie sich bei länger ausbleibender Periode in ärztliche Behandlung begeben sollten.

Körperliche Ursachen können zum Beispiel eine Gelbkörperschwäche, ein verspäteter oder nicht stattfindender Eisprung, eine Schilddrüsenfehlfunktion oder Erkrankungen des Vaginalbereichs sein.

Jedoch ist es ebenso möglich, dass Sie den Test zu früh angewendet haben. Selbst wenn es sich um einen Frühest handelt, denn diese können ebenso zu früh angewendet werden, sodass es zu eine verfälschten Ergebnis kommen kann. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, sollte seinen Gynäkologen konsultieren.