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Zyklus der Frau erklärt: Von Menstruationsblutung bis Eisprung

Ein perfektes Zusammenspiel verschiedener Hormone sorgt für einen reibungslosen weiblichen Monatszyklus. Wer schwanger werden oder natürlich verhüten möchte, sollte wissen, wann die fruchtbaren Tage sind. Wir haben die wichtigsten Fakten zum Zyklus der Frau zusammengestellt.

Der Zyklus ist nicht bei jeder Frau gleich lang.

Mit dem ersten Tag der Menstruation beginnt ein neuer Zyklus der Frau. Und danach geht es spannend weiter. Foto: Natalia Lavrenkova, iStock, Getty Images Plus

Die monatliche Regelblutung markiert den Beginn des Zyklus der Frau. In den Wochen zwischen zwei Menstruationsblutungen stellt sich der Körper jedes Mal aufs Neue auf eine mögliche Schwangerschaft ein. Aber nur an wenigen Tagen des weiblichen Monatszyklus besteht die Chance, schwanger zu werden. Frauen mit Kinderwunsch, aber auch solche, die natürlich verhüten wollen, sollten ihren Zyklus daher genau kennen. Und für alle anderen: Das Thema ist so spannend, dass sich das Weiterlesen lohnt.

Erste Zyklushälfte: Menstruationsblutung und Eireifung

Der Zyklus der Frau beginnt mit dem ersten Tag der Menstruationsblutung. In der ersten Hälfte des weiblichen Zyklus reifen mehrere Eibläschen (Follikel) in einem der Eierstöcke heran. Diese Phase wird deshalb auch als Follikelphase bezeichnet. Für den reibungslosen Ablauf eines jeden Zyklus ist ein perfektes Zusammenspiel verschiedener Hormone nötig. So sorgt in der ersten Hälfte beispielsweise das follikelstimulierende Hormon (FSH) dafür, dass ein Ei heranreift. Die Follikel wiederum sorgen dafür, dass der weibliche Körper mit Östrogen, dem weiblichen Geschlechtshormon, überschwemmt wird.

Das Östrogen sorgt unter anderem dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut wird. Kommt es in diesem Zyklus zu einer Schwangerschaft, wird sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnisten.

In der ersten Hälfte des Monstazyklus ist der Muttermund mit einem zähen Schleim verschlossen. Kurz vor dem Eisprung führt der erhöhte Östrogenspiegel dazu, dass dieser sogenannte Zervixschleim wässriger und klarer wird. Spermien können jetzt besonders gut darin überleben und ihn durchdringen. Wer wissen möchte, wann die fruchtbaren Tage sind, kann deshalb seinen Zervixschleim untersuchen. Die Konsistenz verrät, wann der Eisprung stattfindet – allerdings gehört ein bisschen Übung dazu, ihn richtig zu deuten.

Eisprung: Die fruchtbaren Tage

Um die Zyklusmitte herum wird es nun richtig spannend: Mindestens ein Follikel ist jetzt so weit herangereift, dass er sprungbereit ist. Gibt es ausnahmsweise einmal mehr als eine reife Eizelle, kann es in diesem Monat zu Mehrlingsschwangerschaften kommen. Das luteinisierende Hormon (LH) sorgt für die endgültige Ausreifung und schliesslich für den Eisprung. Dabei wird die reife Eizelle aus dem Eierstock ausgestossen und wandert in den Eileiter in Richtung Gebärmutterhöhle.

Trifft sie dort auf eine Samenzelle, kann es zur Befruchtung kommen. Dies muss allerdings in den nächsten 24 Stunden passieren, denn länger bleibt eine Eizelle nicht befruchtungsfähig. Spermien können einige Tage in der Scheide oder der Gebärmutter überleben. Möchten Sie schwanger werden, sollten Sie deshalb idealerweise schon kurz vor dem Eisprung Geschlechtsverkehr haben.

Wann genau der Eisprung stattfindet, ist von Frau zu Frau verschieden. In einem normalen 28-Tage-Zyklus findet dieser meist ziemlich genau in der Mitte statt. Bei längeren oder kürzeren Zyklen kann man ganz grob davon ausgehen, dass der Eisprung 14 Tage vor dem Beginn der nächsten Regelblutung stattfindet. Allerdings gilt dies nicht für alle Frauen.

Sicherer lässt sich eine Aussage über den Zeitpunkt des Eisprungs beispielsweise mithilfe der Basaltemperatur treffen. Denn nach dem Eisprung erhöht sich die Körpertemperatur der Frau bis zum Ende des Zyklus. Auch Ovulationsstäbchen können Ihnen dabei helfen festzustellen, wann Ihr Eisprung stattfindet. Manche Frauen spüren ihren Eisprung sogar anhand eines leichten Ziehens oder sogar an starken Schmerzen, auch Mittelschmerz genannt.

Zweite Zyklushälfte: Gelbkörperphase

Für den Anstieg der Körpertemperatur sorgt das Gelbkörperhormon Progesteron, das in der zweiten Zyklushälfte produziert wird. Die Reste des Follikels, aus dem das reife Ei gekommen ist, entwickeln sich zu einem Gelbkörper. Dieser Gelbkörper ist dafür verantwortlich, dass Progesteron produziert wird. Ist es zu einer Befruchtung gekommen, hilft Progesteron der Eizelle dabei, sich in der Gebärmutterschleimhaut einzunisten, die nun dicker und weicher geworden ist.

Ist es zu keiner Befruchtung gekommen, bildet sich der Gelbkörper zurück und wird zusammen mit der Gebärmutterschleimhaut in Form der Menstruationsblutung ausgestossen. Die Basaltemperatur sinkt wieder, der Anteil der Hormone der ersten Zyklushälfte steigt und ein neuer Zyklus beginnt.

Zum Weiterlesen

  • Weitere Informationen zum Berechnen Ihrer fruchtbaren Tage finden Sie auf unserer Übersichtsseite.
  • Mehr zum Thema schwanger werden und Familienplanung gibt es auf www.wunschkinder.net

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