Facebook Pixel

Zyklus-Probleme: So lassen sich Hormone natürlich regulieren

Es gibt Phasen im Leben, in denen die Hormone durcheinander geraten. Zyklus-Probleme gehören zu den möglichen Folgen. Eine Änderung der Lebensgewohnheiten wie der Ernährung kann die Hormone natürlich regulieren und sie wieder ins Gleichgewicht bringen.

Störungen im Hormonhaushalt können auch Akne verursachen.

Hormonelle Probleme können auch zu Hautproblemen wie Akne führen. Bild: PeopleImages, Getty Images

Mal kommt sie überraschend, dann viel zu spät. Viele Frauen leiden unter einer unregelmässigen Periode und damit unter Hormonschwankungen, die sie körperlich und psychisch aus dem Gleichgewicht bringen. Der Hormonspiegel ist dann unausgeglichen und beeinflusst weitere hormonelle Funktionen im Körper.

Hormone steuern Prozesse im Körper

Wachstum, Fortpflanzung und Stoffwechsel: Verschiedener Drüsen – Hirnanhangsdrüse, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse und Keimdrüsen – bilden Hormone wie Östrogen, Progesteron (Gelbkörperhormon) und Testosteron. Hormone sind chemische Botenstoffe, die die natürlichen Prozesse im Körper steuern und beeinflussen. Der Hypothalamus und die Hypophyse, Teile des Zwischenhirns, regulieren das weibliche Hormonsystem. Besonders deutlich wird ihre Leistung in der Pubertät, der Schwangerschaft und den Wechseljahren. Wird ein Hormon über- oder unterproduziert, kann es zu Störungen im Stoffwechsel und im Hormonhaushalt kommen.

Folgen von hormonellem Ungleichgewicht

Eine Hormonproduktion, die nicht fein abgestimmt ist, kann sich bei Frauen in einem unregelmässigen Zyklus bemerkbar machen. Auch Gewichtsprobleme, Stimmungsschwankungen, Leistungsverlust, sexuelle Unlust, Hautunreinheiten und Haarausfall gehören zu den weiteren verbreiteten Folgen. Besonders leiden Frauen mit Kinderwunsch, wenn sich die ersehnte Schwangerschaft einfach nicht einstellt.

Ursachen von Störungen im Hormonhaushalt

Oft liegen die Ursachen von hormonellen Schwankungen im Lebensstil:

  • Dauerstress gilt als ein besonderer Störenfried des Hormonhaushalts. Ein hoher Stresshormonspiegel hemmt langfristig die Produktion der Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron. Stress kann bei Frauen den Eisprung beeinträchtigen und zu weiteren hormonellen Störungen führen.
  • Zu langes und exzessives Belastungstraining kann ebenso den Hormonhaushalt beeinflussen. Doch sich zu wenig zu bewegen, beeinträchtigt ebenfalls den Hormonspiegel.
  • Viele Schadstoffe – wie zum Beispiel Weichmacher und Schwermetalle – greifen in das fein ausbalancierte Hormonsystem ein, das alle Stoffwechselvorgänge des Körpers steuert.
  • Wenn der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht gerät, liegt oft eine unausgewogene Ernährung zugrunde. Denn der Körper braucht wichtige Vitamine und Mineralstoffe, um zu funktionieren, und ist auf einige Lebensmittel angewiesen.
  • Zu wenig Licht kann ebenfalls zu einem hormonellen Ungleichgewicht führen, dem Vitamin-D-Mangel. Streng genommen ist das Vitamin D gar kein Vitamin, sondern ein Hormon. Es wird zu 80 bis 90 Prozent durch den Einfluss der UV-B-Strahlung im Sonnenlicht auf der Haut gebildet und nur geringfügig über die Nahrung aufgenommen.

Mit hormonellen Problemen zum Arzt

Sollte die Periode sehr unregelmässig sein oder gar ganz ausbleiben, ist es wichtig, sich ärztlich beraten zu lassen. Hinter Störungen im hormonellen Ablauf können körperliche Ursachen wie Erkrankungen der Hirnanhangdrüse, der Schilddrüse oder der Eierstöcke stecken. Darüber hinaus können Hormonprobleme zu Schlafstörungen und Beeinträchtigungen des Denkvermögens, aber auch zu Depressionen, Bluthochdruck oder Krebs führen. Der Arzt kann einen Hormonstatus erheben. Möglichweise gibt er Ernährungstipps, rät zu hormonhaltigen Cremes mit Östrogenen oder zu einer Hormonersatztherapie, um den Hormonhaushalt auszubalancieren.

Hormone natürlich regulieren

In vielen anderen leichten Fällen lassen sich Hormone natürlich ausgleichen, sodass eine Behandlung beim Arzt nicht notwendig ist.

Stress reduzieren

Durchatmen, entschleunigen, faulenzen – das hört sich gut an! Doch oft ist es gar nicht so leicht, den Stress zu reduzieren. Sich zu beeilen, um mehr Zeit haben, funktioniert nicht. Denn je schneller wir durch den Alltag düsen, umso geschaffter sind wir in der freien Zeit. Sinnvoll ist stattdessen, die Notbremse zu ziehen. Wie das geht? Immer öfter «Nein!» sagen. «Nein, das möchte ich nicht, weil …»

«Nein!» lässt sich auch zu unseren eigenen Ansprüchen sagen: «Nein, der Garten muss nicht alle 14 Tage gemäht werden – wozu soll das gut sein?» «Nein, ich muss nicht shoppen gehen, das alte Kleid tut es auch.» «Und nein, ich muss heute nicht länger arbeiten.»

Sport treiben

Beim Sport schüttet der Körper verstärkt fehlende Botenstoffe aus, während er gleichzeitig die Ausschüttung überschüssiger Botenstoffe bremst. Doch wie viel Sport ist gesund? Das Bundesamt für Sport rät zu:

  • Mindestens zweieinhalb Stunden Bewegung pro Woche in Form von Alltagsaktivitäten oder Sport mit mindestens mittlerer Intensität
  • Oder 1¼ Stunden Sport oder Bewegung mit hoher Intensität
  • Auch Kombinationen von Bewegung mit verschiedenen Intensitäten sind möglich. Wobei jeweils zehn Minuten Bewegung mit hoher Intensität den gleichen gesundheitlichen Nutzen bringen wie 20 Minuten mit mittlerer Intensität

Ausgewogene Ernährung

Wer sich ausgewogen ernährt, kennt das Wohlgefühl, sich leistungsfähig und fit zu fühlen. Ein Beispiel für den Zusammenhang zwischen Ernährung und Hormonen sind Eiweisse: Aus ihnen entstehen Muskeln, Blut, Gewebe und Enzyme und weitere Hormone im Körper. Zum Glück ist es nicht schwer, sich ausgewogen zu ernähren und auf diese Weise Hormone natürlich regulieren. Wie es geht, veranschaulicht die Ernährungspyramide. Auf der untersten Stufe beinhaltet sie die Lebensmittel, die möglichst reichhaltig auf dem Speiseplan stehen sollten. Weiter oben präsentiert sie Lebensmittel, die weniger Anteil in der Ernährung haben sollten. Ganz oben an der Spitze enthält sie nur noch die Lebensmittel, die der Körper nur in geringer Menge verträgt. Mit diesem einfachen Raster lässt die Ernährungspyramide ausreichend Freiraum, lustvoll zu essen und kreativ zu kochen.

An die frische Luft gehen

Vitamin D wird im Körper zu 80 bis 90 Prozent durch den Einfluss der UV-B-Strahlung im Sonnenlicht gebildet. Darüber hinaus lässt sich einem Mangel auch durch die Ernährung vorbeugen: Hering, Aal, Lachs und Makrele, ebenso Pilze wie Champignons, Steinpilze oder Pfifferlinge enthalten viel Vitamin D. Vitamin D-Träger sind auch Eier, Butter, Margarine und Milch.