Bewegte Kunst: Das Tinguely Museum zeigt Maschinen als Kunstwerke

Kunst aus Eisenschrott, Schläuche und Tierschädel. Ein Motor bringt die Konstruktion zum Bewegen und Ertönen. Das sind die Kunstwerke von Jean Tinguely, die im Tinguely Museum in Basel zu bewundern sind.

Rheinseite des Tinguely Museum

Direkt am Ufer des Rheins liegt das Museum Tinguely. © Foto: 2015, Museum Tinguely Basel, Serge Hasenböhler 

Das Tinguely Museum ist dem Schweizer Maler und Bildhauer Jean Tinguely (1925 – 1991) gewidmet. Bekannt wurde er vor allem durch seine beweglichen, maschinenähnlichen Skulpturen. Durch die sich bewegenden und tönenden Kunstwerke kommuniziert und interagiert Tinguely mit dem Betrachter. Er gehörte der Pariser Avantgarde an und revolutionierte mit seinen kinetischen Werken den Kunstmarkt.

Aus alltäglichen Materialien wie Eisendraht, Weissblech und Farbe konstruierte Tinguely bewegliche abstrakte Konstruktionen, die sich auf Basis eines Zahnradmechanismus mit Handkurbeln in Bewegung setzen lassen. Später waren seine Werke motorbetrieben. Anders als ein Bild das an der Wand hängt oder eine Skulptur die still im Raum steht, sind die Konstruktionen von Tinguely zum Teil interaktiv. Es gibt auch Zeichenmaschinen, mit denen Sie automatisch abstrakte Kunstwerke herstellen können. Tinguelys Werke sprühen vor Esprit, Lebenslust, Ironie und Poesie.

Im Tinguely Museum werden Kinderfragen beantwortet

Für Kinder ab acht Jahren gibt es am Mittwochnachmittag den Kinderclub. Gemeinsam sind sie immer den neusten Geschehnissen im Museum und den Geheimnissen der Kunst auf der Spur. Sie schauen sich jeweils im Museum ein Werk an. Im Atelier dürfen sie mit den verschiedensten Materialien bauen, gestalten und forschen. Die Themen ändern von Mal zu Mal. Ab und zu werden sie auch Reporter, Dokumentarfilmer und Schauspieler vor und hinter den Museumskulissen beim Kinderclub TV.

Kinder haben immer viele Fragen. Die Kunstvermittlung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinderfragen rund ums Thema der Ausstellung und des Künstlers zu beantworten. Auf vorbereiteten Karten dürfen Kinder ihre Fragen stellen oder ein Bild malen. Auf der Webseite des Museums unter der Rubrik « Kinder fragen... die Kunstvermittlung antwortet» werden Antworten gegeben und die Bilder gezeigt.

Die Museumsmitarbeiter organisieren gerne auch Ihren nächsten Kindergeburtstag. Ab dem achten Geburtstag darf Ihr Kind mit seinen Freunden einen spannenden Nachmittag im Museum verbringen. Die Kinder werden durch das Museum geführt und dürfen sich anschliessend im Atelier praktisch betätigen.

Maschine im Tinguely Museum

Die Rotozaza II zerstört Glasflaschen. © Foto: 2010 Museum Tinguely, Foto: Bettina Matthiessen

Sammlung und Architektur im Tinguely Museum

Neben den Skulpturen befindet sich eine Vielzahl von Zeichnungen und Dokumenten, Ausstellungsplakaten, Katalogen und Dokumentationen sowie Fotografien in der Sammlung des Museums. Die Objekte der Sammlung sind regelmässig in den permanenten Ausstellungen und als Leihgaben in Ausstellungen auf der ganzen Welt zu sehen. Das Museumsgebäude wurde vom Architekt Mario Botta entworfen. Es steht am Rheinufer im historischen Solitude-Park. Spazieren Sie nach einem Museumsbesuch durch den Park mit seinem alten Baumbestand, der Rheinpromenade und stärken Sie sich im gemütlichen Bistro «Chez Jeannot».

Für detailliertere Infos zu den Öffnungszeiten und Preisen des Tinguely Museums besuchen Sie unsere Kartensuche.

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