Mit Baby an Bord: So fliegen Sie gelassen

Fliegen mit einem Baby gilt als eine besondere Herausforderung. Je wohler sich das Baby am Flughafen und im Flugzeug fühlt, umso entspannter wird das Unternehmen. Sinnvoll ist es deshalb, sich gut auf die Flugreise vorzubereiten.

Fliegen mit Baby: So überstehen Sie den Flug gelassen

Fliegen mit Baby geht auch ganz gelassen. Erfahren Sie hier, was Sie vorbereiten sollten. Foto: iStock, Thinkstock

Mit einem schreienden, nicht zu beruhigenden Baby im engen Flugzeug sitzen zu müssen, ist ein Alptraum, der Eltern Schweiss auf die Stirn treibt. Eine gute Vorbereitung kann entscheidend dazu beitragen, relativ entspannt zu fliegen.

Ab wann mit einem Baby fliegen?

Manche Eltern wollen bereits mit einem sehr jungen Baby fliegen, das erst wenige Tage oder Wochen alt ist. Sinnvoll ist es in diesem Fall, mit dem Kinderarzt abzuklären, ob individuelle Gesundheitsrisiken vorliegen. «Ein Neugeborenes unter sieben Tagen braucht eine Bescheinigung der Reisefähigkeit vom Kinderarzt», berichtet Annina Just, Trainee bei der Swiss. Die Helvetic Airways dagegen befördert Babys grundsätzlich erst ab einem Alter von acht Tagen.

Eigener Sitzplatz für das Baby beim Fliegen

Eltern müssen für ein Baby oder Kleinkind unter zwei Jahren keinen Sitzplatz buchen. Das Kind muss aber angemeldet werden. Es ist dennoch empfehlenswert für einen separaten Platz zu zahlen. Denn auf diesem Sitz lässt sich die Babyschale mit einem Sicherheitsgurt entgegen der Flugrichtung fixieren. Hier ist das Baby während des Starts und der Landung viel sicherer aufgehoben als auf Mamas oder Papas Schoss.

Weitere Tipps gibt es von den deutschen Kinderärzten unter www.kinderaerzte-im-netz.de

Darüber hinaus gibt es in vielen Flugzeugen Babybettchen. Sie sollten gleich bei der Buchung reserviert werden. Sinnvoll ist es, sich zu erkundigen, bis zu welchem Gewicht und Alter sie zulässig sind.

Richtig packen für das Fliegen mit dem Baby

Eltern haben keinen Anspruch auf Freigepäck für ein Baby, das nur angemeldet wurde. Doch gerade für ein Baby ist viel einzupacken. Wer für das Kind keinen separaten Sitz buchen möchte, sollte sich deshalb frühzeitig erkundigen, wie viel Zusatzgepäck kostet.

 

Das braucht das Baby während des Fluges:

  • Das Lieblings-Kuscheltier gibt emotionalen Halt in allen Situationen.
  • Der Schoppen muss noch nicht gefüllt sein, denn das Personal kann das Milchpulver im Flieger anrühren.
  • Sinnvoll ist es, so viele Babybrei-Gläschen einzupacken, wie während der Flugdauer voraussichtlich benötigt werden. Zusätzlich sollten zwei Reserve-Gläschen dabei sein, falls das Gepäck nach dem Fliegen auf sich warten lässt. Mehr Gläschen sollten es nicht sein, damit es nicht zu Problemen beim Sicherheits-Check kommt. Die Crew erwärmt die mitgebrachten Gläschen. Ob die Fluggesellschaft selbst Gläser mit Gemüsebrei und Fruchtbrei anbietet, lässt sich bei der Buchung klären. Zum Essen gehören natürlich auch ein Löffel, ein Lätzli und ein Waschlappen.
  • Neben Windeln, Feuchttüchern, Tüten und Ersatzkleidung wird oft auch eine Wickelunterlage benötigt, denn nicht in allen Flugzeugen gibt es einen Wickeltisch.
  • Falls der Nuggi unterm Sitz verloren geht, ist es gut, einen Ersatznuggi dabei zu haben.
  • Im Flugzeug ist es oft kühl. Eine Strickweste und Socken, auch eine kleine Decke wärmen.

 

Ohne Ausweis geht es nicht. Auch für Babys gelten die normalen Einreisebestimmungen der jeweiligen Länder. Eltern benötigen also für ihr Baby innerhalb von Europa eine ID-Karte, ausserhalb Europas einen Reisepass. Manche Länder verlangen ein Visum.

Weitere Informationen: www.eda.admin.ch

Fliegen mit Baby: Frühzeitig einchecken

Wer bereits einen Tag vor dem Flug eincheckt, kann am Reisetag ohne langes Warten am Schalter mit der Bordkarte direkt zur Passkontrolle und weiter zum Gate gehen. «Fragen Sie am Check-In, ob es möglich ist, Ihren klappbaren einteiligen Kinderbuggy bis zum Einstieg ins Flugzeug mitzunehmen», empfiehlt Annina Just. «Je nach Ankunftsort erhalten Sie den Buggy direkt beim Verlassen des Flugzeuges zurück oder Sie finden ihn bei der Gepäckausgabe.» Bevor der Buggy abgegeben wird, sollte er ausgeräumt sein, sodass sich im Netz und anderen Fächern keine Utensilien mehr befinden.

Es geht los

Endlich ist es so weit: Der Tag der Flugreise ist gekommen. Jetzt kann nur noch eine Krankheit der Reise entgegen stehen. Annina Just: «Bei ansteckenden Kinderkrankheiten wie Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken ist eine Umbuchung vorgeschrieben.» Bei Erkrankungen mit hohem Fieber und nach Operationen sollten Kinder grundsätzlich zu Hause bleiben. Probleme beim Fliegen kann es auch geben, wenn ein Baby sehr erkältet ist oder unter einer Ohren-Entzündung leidet. Im Zweifel ist es immer sinnvoll, sich mit dem Kinderarzt zu beraten.

Viele Fluggesellschaften laden Eltern mit Baby ein, zuerst das Flugzeug zu betreten. Durch dieses so genannte Pre-Boarding haben sie die Möglichkeit, sich in aller Ruhe am Sitzplatz einzurichten. Doch für Babys kann die Zeit hier lang werden. Gelassener bleibt die Familie, wenn zunächst nur ein Elternteil einsteigt, während der andere noch draussen mit dem Baby spazieren geht.

Damit das Kind auch während des Fliegens entspannt bleibt, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass beim Start und Landen möglichst wenig Druck auf den Ohren entsteht. Weil Schlucken den Druckausgleich begünstigt, ist es hilfreich, dem Baby die Brust oder den Schoppen zu geben.

Ist das Baby dennoch unruhig oder schreit während des Fluges, hilft nur eines: selber möglichst gelassen bleiben und fröhlich auf das Kind eingehen, mit ihm spielen, es ablenken oder in den Schlaf schunckeln. Vor allem gilt es, ärgerliche Bemerkungen von Mitreisenden nicht zu beachten. Kommt es trotzdem zu Missstimmungen, kann das Flugpersonal vermitteln.

Das Video gibt weitere Tipps für das Fliegen mit Babys

Das Video des Buchungsportals Airline Direct erklärt, wie man den Flug für Babies und Kleinkinder möglichst angenehm gestalten kann. Quelle: Youtube

HiPP

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