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Baby baden: Wie, wann und wie oft du dein Baby badest – und wie es sicher im Wasser liegt

Baby baden ist wie so vieles Übungssache. Vor allem der richtige Griff muss geübt werden – je nachdem, ob du dein Baby in der Badewanne oder im Eimer badest. Zwei Dinge gelten immer: Lass dein Baby im Bad keine Sekunde allein, und achte auf die Wassertemperatur. Rund 36 bis 37 Grad sind ideal. Babys brauchen in den ersten Wochen übrigens nur ein- bis zweimal pro Woche ein Bad. Dazwischen genügt eine Katzenwäsche. Pflegeprodukte brauchst du zu Beginn keine.

Baby baden: Vater und Mutter baden ihr Kind in der Babybadewanne
Das erste Bad kann für Eltern und Kind nervenaufreibend sein – mit etwas Übung und ein paar Tipps macht Baden aber bald Spass! Bild: GettyImages Plus,  Vesnaandjic

Baby baden: Das Wichtigste in Kürze

  • Sicherheit zuerst: Ein Baby darf im Bad nie unbeaufsichtigt bleiben – auch nicht kurz, auch nicht in wenig Wasser und auch nicht in einem Badesitz. Warum das so wichtig ist.
  • Babys werden in der Schweiz oft das erste Mal im Spital gebadet. Zu Hause hilft dir deine Wochenbettbetreuung beim ersten Bad. Mehr zum ersten Bad. 
  • Babybadewanne, Badeeimer oder Lavabo: Was du fürs Babybad brauchst.
  • Das Baby zu baden, ist zu Beginn ungewohnt. Leg darum vor dem Bad alles bereit, was du brauchst, lass das Bad einlaufen und mach erst dann das Baby bereit. Wie du dein Neugeborenes badest, erklären wir hier. 
  • Besonders wichtig beim Baden ist der richtige Griff: Wie du dein Baby hältst, damit es sicher ist, zeigen wir hier. 
  • Für Neugeborene genügen ein bis zwei Bäder pro Woche bei 37 Grad und 5 bis 10 Minuten Badezeit. Mehr dazu hier. 
  • An den Tagen ohne Bad reicht eine Katzenwäsche mit Waschlappen und warmem Wasser. So gehts.
  • Natürlich kannst du das Baby auch mit dir in die Wanne nehmen. Alles zum Baden mit Mama und Papa. 

Das erste Bad ist für Eltern und Kind ungewohnt. Aber du wirst sehen: Schon bald wird das Bad zu einem Vergnügen für das Kleine und es wird es geniessen, im warmen Wasser zu planschen und von Mama oder Papa gebadet zu werden. 

Die wichtigste Regel: Lass dein Baby im Bad nie allein

Bevor es um Griff, Temperatur und Pflegeprodukte geht, kommt die Regel, die über allem steht: Ein Baby bleibt im Bad keine Sekunde unbeaufsichtigt. Im ersten Lebensjahr heisst das konkret: Solange das Baby den Kopf noch nicht selber halten kann, stützt du es im Nacken und lässt es nicht los. Bei den etwas Grösseren bleibst du immer in Griffnähe und lässt sie keine Sekunde allein.[1]

Der Grund ist ernüchternd: Kleinkinder halten nicht automatisch die Luft an, wenn sie ins Wasser geraten, und können ihren verhältnismässig schweren Kopf oft noch nicht über Wasser halten. Schon wenige Zentimeter Wassertiefe können deshalb zur Todesfalle werden – Kleinkinder können in wenigen Sekunden ertrinken.[2] Genau darum gilt:

  • Leg dir alles bereit, bevor du das Baby ins Wasser gibst. Fehlt das Handtuch, fehlt es auch dann, wenn das Kind schon in der Wanne liegt.
  • Klingelt es an der Tür oder läutet das Telefon: Nimm das Baby aus dem Wasser und mit – nicht «nur ganz kurz» liegen lassen.
  • Ein Badesitz oder eine Badeliege ersetzt das Halten und die Aufsicht nicht. Solche Hilfen machen das Waschen bequemer, mehr nicht.
  • Lass die Wanne nach dem Bad gleich ab. Auch ein Restwasserstand von wenigen Zentimetern ist für ein Kleinkind gefährlich.[2]
  • Elektrische Geräte haben in der Nähe der Badewanne nichts zu suchen: Föhn und Radio bleiben draussen.[1]

Wann sollten Babys das erste Mal baden?

In vielen Fällen werden Neugeborene in der Schweiz das erste Mal im Spital gebadet. Die Hebammen vor Ort zeigen den frischgebackenen Eltern, worauf beim Baby baden zu achten ist. Wenn du gleich nach der Geburt wieder nach Hause fährst oder eine Hausgeburt hattest, steht dir die Hebamme in der Wochenbettbetreuung beim ersten Bad zur Seite.

Und was ist mit dem Nabel? Lange galt die Regel, mit dem ersten Bad zu warten, bis der Nabelschnurrest abgefallen ist. Diese strikte Regel lässt sich so nicht halten: Tägliches Baden vor dem Abfallen der Nabelschnur scheint keinen Einfluss auf die Infektionsrate zu haben.[5] Der Nabelschnurrest fällt in der Regel nach 5 bis 14 Tagen ab; solange er da ist, wickelst du so, dass die Windel den Nabel nicht bedeckt, und trocknest ihn nach dem Bad sorgfältig ab. Ist die Haut rund um den Nabel nicht gerötet, braucht er keine spezielle Pflege und keine Desinfektion.[4] Wenn du unsicher bist, besprich den Zeitpunkt fürs erste Bad mit deiner Hebamme oder der Mütter- und Väterberatung.

Wähl für das erste Bad einen Zeitpunkt, an dem dein Baby munter und nicht hungrig ist.

Babybadewanne, Badeeimer oder Lavabo: Was du fürs Babybad brauchst

Ob du dein Baby in einer Babybadewanne, einem Badeeimer oder der grossen Badewanne badest, ist dir überlassen. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass du dich im Umgang sicher fühlst. Dazu gehört, dass du beim Baden bequem stehst oder sitzt und dein Baby mit dem richtigen Griff gut halten kannst.

Die Babybadewanne

Babybadewannen aus Kunststoff gibt es in vielen Formen, manche lassen sich zusammenfalten oder aufblasen. Steht die Wanne auf einem Gestell oder einem Aufsatz für den Wickeltisch, badest du auf Hüfthöhe und schonst deinen Rücken. Praktisch ist ein Ablauf am Wannenboden: So lässt du das Wasser gleich nach dem Bad ab, ohne die volle Wanne tragen zu müssen.

Der Badeeimer (Tummy Tub)

Die Alternative zur Wanne ist der Badeeimer, auch Tummy Tub genannt. Darin sitzt dein Baby aufrecht und leicht zusammengerollt, das warme Wasser reicht ihm bis zu den Schultern. Die Idee dahinter: Die Haltung erinnert an die Lage im Bauch. Der Eimer braucht wenig Wasser und lässt sich leicht tragen. Gedacht ist er für die ersten Lebensmonate. Sitzt dein Baby nicht mehr bequem darin, wechselst du in die Wanne. Auch im Eimer gilt: Solange dein Baby den Kopf nicht selber halten kann, stützt du es mit der Hand im Nacken und lässt nicht los.[1]

Grosse Badewanne, Badesitz und Lavabo

Für das Bad in der grossen Wanne gibt es Badeliegen und Einsätze, die Kopf, Rücken und Po des Babys stützen. Kann dein Kind sicher und selbständig sitzen, kommt ein Badesitz in Frage, der mit Saugnäpfen am Wannenboden hält. Beides macht das Waschen für dich bequemer – ein Sicherheitsgerät ist es aber nicht. Auch in der Badeliege stützt du ein Baby, das den Kopf noch nicht halten kann, im Nacken und lässt nicht los. Sitzt dein Kind im Badesitz, bleibst du in Griffnähe und lässt es keine Sekunde allein.[1]

Wenn es dir wohler ist oder du in den Ferien bist, kannst du dein Baby auch im Waschbecken oder Lavabo baden. Umwickle den Wasserhahn mit einem Handtuch, damit sich dein Baby nicht daran stösst, und lass während des Bads kein Wasser nachlaufen.

Thermometer, Tücher und Spielzeug

Ein Badethermometer gehört zur Grundausstattung, denn aufs Gefühl allein ist bei der Wassertemperatur kein Verlass. Wer mag, prüft zusätzlich mit dem Ellbogen. Dazu kommen ein weicher Waschlappen oder Waschhandschuh, den du nur fürs Baby verwendest, und ein Kapuzenbadetuch: Die Kapuze hält nach dem Bad das nasse Köpfchen warm. Badespielzeug braucht es erst, wenn dein Baby selber greifen kann. Was du sonst noch für die ersten Wochen anschaffst, zeigt unsere Checkliste für die Erstausstattung.

So badest du dein neugeborenes Baby

Ob Wanne, Eimer oder Lavabo: In den ersten Wochen genügt klares Wasser. Badezusätze setzt du später nur sparsam ein und verwendest Produkte, die für Säuglinge geeignet sind.[4] Welche Produkte es wirklich braucht, zeigt unsere Checkliste für die Babypflege.

Baby baden: Schritt um Schritt

1 Leg alles bereit, was du brauchst: Waschlappen, Handtücher, eine frische Windel. Du willst, dass sich dein Baby nach dem Bad besonders wohl fühlt? Dann wärme die Handtücher vor und halte sie während des Bads warm. Bade dein Baby in einem warmen Raum und vermeide Zugluft.

2 Lass das Bad einlaufen. Wichtig: Das Wasser sollte rund 36 bis 37 Grad warm sein. Prüf die Wassertemperatur am besten mit einem Thermometer. Die Haut von Kindern ist besonders anfällig – Wasser kann bereits bei 50 Grad zu Verbrühungen führen.[3] Lass darum nie heisses Wasser nachlaufen, während das Baby in der Wanne ist. Zusätzlichen Schutz vor zu heissem Wasser bietet ein thermostatischer Wassermischer mit Verbrühschutz an den Wasserhahnen.[3] Füll die Wanne so, dass dein Baby bis zu den Schultern mit Wasser bedeckt ist und es wohlig warm hat. 

3 Mach das Baby bade-fertig: Zieh es aus, nimm die Windel ab und säubere den Windelbereich. Achte darauf, dass sich dein Kleines wohl fühlt. Hat dein Baby schon öfters gebadet und gute Erfahrungen damit gemacht? Dann kannst du es auch baden, wenn es quengelig ist oder Bauchschmerzen hat. Denn auch bei Babys kann ein Bad entspannend wirken. 

4 Jetzt wird gebadet! Halte das Baby gut fest: Schieb deinen Unterarm unter den Nacken und umfasse mit der Hand in der Höhe der Achsel den kleinen Oberarm. So stellst du sicher, dass der Kopf nicht unter Wasser rutschen kann. Solange dein Baby den Kopf noch nicht selber halten kann, gilt: im Nacken stützen und nicht loslassen.[1] Lass es ins Wasser gleiten. Bei ängstlichen Babys: Sprich mit dem Kleinen oder sing ihm etwas vor.  

Baby baden: Der richtige Griff
Mit diesem Griff baden auch zappelige Babys sicher. Bild: GettyImages Plus, Mik122

5 Mit der freien Hand kannst du dein Baby nun sanft mit dem Waschlappen waschen. Besonders wichtig sind die Hautfalten an Beinen und Armen, die Achselhöhlen und die schwer erreichbaren Stellen hinter den Ohren und am Hals. Die Haare wäschst du erst ganz am Schluss, damit dein Baby nicht auskühlt – über den Kopf verliert ein Kind viel Wärme.[4]

6 Nimm das Baby immer noch im sicheren Griff aus dem Bad und wickle es ins bereitgelegte Handtuch. Trockne es rasch und gut ab, vor allem in und um die Hautfalten, so vermeidest du wunde Stellen. Falls dein Baby schon einige Wochen alt ist, kannst du es nun auch eincremen oder einölen: Dafür eignen sich milde Hautpflegeprodukte für Säuglinge, gegen trockene Haut oder Milchschorf kann ein Babyöl helfen.[4] Zieh ihm dann eine neue Windel an und frische, warme Kleidung.

Wie lange darf und soll mein Baby baden?

Babys sollten zu Beginn nicht lange baden. Für Neugeborene genügen ein bis zwei Bäder pro Woche bei 37 Grad und einer Badezeit von 5 bis 10 Minuten.[4] Je älter und stabiler das Baby wird, desto länger darf es im Wasser bleiben – hier entscheidest du nach dem Kind: Wird es unruhig oder kühlt es aus, ist das Bad zu Ende. Auch wenn das Baby älter ist, bleibt die Wassertemperatur wichtig, und die Aufsicht sowieso.

Katzenwäsche: So wäschst du dein Baby zwischen den Badetagen

An den Tagen ohne Bad wäschst du nur, was schmutzig wird. Gesicht und Hände reinigst du täglich mit klarem Wasser, den Windelbereich mit Wasser oder einer pH-neutralen Reinigungslotion. Die Hautfalten kontrollierst du jeden Tag und hältst sie trocken.[6]

Du brauchst dafür eine Schüssel mit warmem Wasser, einen weichen Waschlappen und ein Badetuch, das du auf der Wickelunterlage ausbreitest. Dein Baby muss nicht ganz nackt sein: Deck nur den Teil auf, den du gerade wäschst, und pack ihn danach gleich wieder ein. Heiz dafür den Raum vor. Eine Wärmelampe oder einen Heizstrahler verwendest du nicht, denn Babys können zugeführte Wärme noch nicht ausgleichen.[4] Und wie auf dem Wickeltisch ohnehin bleibt immer eine Hand am Kind.

Gewaschen wird von oben nach unten, damit keine Keime aus dem Windelbereich ins Gesicht gelangen:

  • Die Augen wischst du mit einem feuchten, sauberen Tuch vom äusseren Augenwinkel zur Nase hin aus. Sind sie stark verklebt oder gerötet, frag die Mütter- und Väterberatung oder die Kinderärztin beziehungsweise den Kinderarzt.[4]
  • Die Ohrmuschel reinigst du mit einem feuchten, weichen Tuch, Wattestäbchen sind wegen der Verletzungsgefahr tabu. Hinter dem Ohr, wo beim Trinken gern Milch hinläuft, genügen etwas Wasser und bei Bedarf ein wenig Öl. Für die Nase drehst du die Ecke eines Kosmetiktuchs zu einer Spitze und reinigst sie damit durch vorsichtiges Herausdrehen.[6] Ist die Nase verstopft, findest du Tipps im Ratgeber zu Schnupfen und Husten beim Baby.
  • Hals, Achseln und die übrigen Hautfalten wäschst du sanft aus und trocknest sie sorgfältig ab, denn feuchte Falten werden schnell wund.
  • Der Windelbereich kommt zum Schluss. Bei Mädchen wischst du von vorne nach hinten und reinigst die Scheide nur mit klarem Wasser. Bei Buben schiebst du die Vorhaut nicht zurück: Bis zum dritten Lebensjahr ist das tabu, und darunter musst du auch nicht säubern.[6] Ist die Haut im Windelbereich rot, helfen unsere Tipps gegen den wunden Po.

Für die Haare genügt Wasser: Streich mit dem nassen Waschlappen über den Kopf und trockne die Haare danach gut ab. Möchtest du später ein mildes Babyshampoo ohne Duftstoffe verwenden, legst du dein Baby rücklings auf deinen Unterarm, stützt den Kopf mit der Hand und spülst über der Wanne oder einer Schüssel ab.

Neigt dein Baby zu trockener Haut, cremst du es nach dem Waschen mit einem milden Pflegeprodukt für Säuglinge ein. Welche Produkte sich eignen und was du getrost weglassen kannst, liest du in unseren Tipps zur Hautpflege bei Babys.

Baby baden
Die richtige Temperatur und Dauer, Pflegeprodukte oder nicht und vieles mehr: Antworten rund ums Babybad

Baby baden: Antworten auf die wichtigsten Fragen 

Zum Thema Baby baden haben Eltern oft viele Fragen. Klar, schliesslich will man nichts falsch machen. Wir versuchen darum, hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen aufzulisten. 

Die richtige Temperatur fürs Babybad?

Ideal sind 36 bis 37 Grad, also weder zu heiss noch zu kalt.[1] Das Badewasser soll körperwarm sein, und wenn, dann lieber etwas kühler als zu heiss. Verlass dich dabei nicht aufs Gefühl allein: Die Haut von Kindern ist besonders anfällig, Wasser kann schon bei 50 Grad zu Verbrühungen führen. Benutz darum ein Thermometer, um die Wassertemperatur zu prüfen. 

Shampoo: Braucht es Shampoo und Seife, um das Baby zu baden?

In den ersten Lebenswochen brauchst du keine Pflegeprodukte – klares Wasser genügt. Seifen und Zusätze können die zarte Babyhaut austrocknen. Später gilt: Badezusätze nur sparsam einsetzen und ausschliesslich Produkte verwenden, die für Säuglinge geeignet sind.[4] Möchtest du dein Kind nach dem Bad eincremen, eignen sich milde Hautpflegeprodukte für Säuglinge; gegen trockene Haut oder Milchschorf kann ein Babyöl helfen. 

Wie oft sollte man das Baby baden?

Kleine Babys werden in den ersten Wochen und Monaten selten so schmutzig, dass sie ein Bad brauchen. Für Neugeborene reichen ein bis zwei Bäder pro Woche.[4] So wird die zarte Babyhaut geschont und trocknet nicht aus. Zwischen den Badetagen genügt eine Katzenwäsche mit dem Waschlappen. Auch wenn dein Baby älter wird und beim Essen oder Krabbeln mehr Schmutz abbekommt, musst du es nicht täglich baden: Oft reicht es, die betroffenen Stellen zu waschen.

Baby baden mit Papa und Mama

Dein Baby kann nach ein paar Wochen auch in der grossen Wanne mit Papa und Mama baden. Wichtig ist auch hier immer die Sicherheit: Halte das Kleine immer fest, und lass es auch im Familienbad keine Sekunde allein. Praktisch ist, wenn eine zweite Person zum Herausheben bereitsteht – nasse Babys sind rutschig. Und achte auch beim Familienbad auf die Wassertemperatur von rund 36 bis 37 Grad.[1]

Woran erkenne ich, dass etwas nicht stimmt?

Zwei Dinge solltest du nach dem Bad im Blick behalten. Der Nabel: Leicht bluten kann er kurz vor und nach dem Abfallen, das gehört dazu.[4] Ist nur der Rand direkt am Nabel leicht gerötet, die Haut darum herum aber weder warm noch geschwollen, meldest du dich bei deiner Hebamme oder der Mütter- und Väterberatung. Nässt oder schmiert der Nabel, zeigst du ihn der Kinderärztin beziehungsweise dem Kinderarzt.[6] Ist die Haut rundherum gerötet und warm, geschwollen oder druckempfindlich, oder tritt eitriger oder stinkender Ausfluss aus, kann das eine Infektion sein, und die gehört in ärztliche Hände. Hat dein Baby Fieber oder Untertemperatur, trinkt es schlecht oder wirkt es auffallend schlapp, lässt du es sofort ärztlich anschauen, auch wenn der Nabel unauffällig aussieht.[5]

Die Temperatur deines Babys: Hände und Füsse sind oft kühl, Stirn und Nacken sollten sich aber warm anfühlen. Bist du unsicher, miss im Po: Normal sind 36,5 bis 37,5 Grad. Liegt der Wert darüber oder darunter, ruf deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt an, nachts und am Wochenende die Medgate Kids Line. Wärmeflaschen, Heizdecken, Heizstrahler oder Wärmelampen verwendest du nicht, auch nicht zum Aufwärmen nach dem Bad, denn Babys können die zugeführte Wärme nicht ausgleichen.[4]

Quellen

  1. BFU – Beratungsstelle für Unfallverhütung: Sicherer Alltag mit Baby. Abgerufen am 28.09.2026.
  2. BFU – Beratungsstelle für Unfallverhütung: Kinder und das Wasser – Aufmerksamkeit ist gefragt. Abgerufen am 28.09.2026.
  3. BFU – Beratungsstelle für Unfallverhütung: Checkliste für ein sicheres Zuhause – Die Sicherheit hält Einzug (PDF, 3.026). Abgerufen am 28.09.2026.
  4. Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB): Die ersten Wochen zu Hause. Abgerufen am 28.09.2026.
  5. Schweizerischer Hebammenverband: Guideline Nabelpflege beim Neugeborenen (PDF, Überarbeitung vom 27.02.2014). Abgerufen am 28.09.2026.
  6. Universitäts-Kinderspital Zürich: Elterninformation Säuglingspflege & Entwicklung (PDF). Abgerufen am 28.09.2026.

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