Erkältung bei Babys: Das hilft bei Husten und Schnupfen

Erkältungen sind nichts Schönes. Weder für Erwachsene noch für Babys. Umgehen lassen sie sich jedoch kaum. Mit diesen Tipps übersteht Ihr Baby die nächste Erkältungswelle besser. Und trösten Sie sich: Für den Aufbau des kindlichen Immunsystems sind Erkältungen ein gutes Training.

Es gibt viele Dinge, wie Sie Ihrem Baby bei Erkältungen helfen können.

Erkältungen gibt es im Baby- und Kleinkindalter leider immer wieder. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Wer kennt das nicht? Es beginnt mit einem Niesen, dann beginnt die Nase zu laufen, der Hals kratzt, später kommt noch ein Husten dazu, man fühlt sich schlapp und krank. Auch Ihrem Baby wird es so ergehen, wenn es von einer Erkältung betroffen ist. Und das wird in den ersten Lebensjahren häufig der Fall sein: Im Durschnitt erkranken Babys und kleine Kinder pro Jahr zehnmal an einem grippalen Infekt. Hat Ihr Baby eine Erkältung erwischt, können Sie nicht viel tun, damit der unliebsame Hausgast schneller verschwindet, Sie können aber die Symptome lindern.

Das tut Ihrem Baby bei Erkältung gut

Am unangenehmsten wird für Ihr Baby wahrscheinlich die verstopfte Nase sein. Mit einer verstopften Nase trinkt es sich nämlich nur schlecht und dann kommt zu dem allgemeinen Unwohlsein eventuell noch Hunger. Kein Wunder, wenn Ihr Baby mehr weint als sonst. Sie können Ihrem kleinen Patienten dabei helfen, besser zu atmen, indem Sie Nasentropfen aus Salzlösung oder abschwellende Nasentropfen in die Nasenlöcher spritzen. Bei abschwellenden Nasentropfen sollten Sie allerdings beachten, dass Sie diese nicht länger als eine Woche verwenden, da sie sonst der Nasenschleimhaut schaden können. Ausserdem sollten Sie Nasentropfen benutzen, die extra für empfindliche Babynasen hergestellt wurden. Am besten lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Für kleine Schnupfennasen können auch ein paar Tropfen Muttermilch angenehm sein. Wenn es Ihnen gelingt, können Sie diese direkt aus der Brust in die Nase des Babys spritzen. Sonst gibt es aber in der Apotheke auch Tropfpipetten.

Natürlich kann sich Ihr Baby noch nicht selbst die Nase putzen. Deshalb müssen Sie das übernehmen. Flüssiges Nasensekret können Sie mit einem speziellen Absauger aus der Apotheke entfernen. Diesen sollten Sie nach jedem Gebrauch mit klarem Wasser abwaschen und alle paar Tage auskochen. Verhärteten Nasenschleim können Sie ganz vorsichtig entweder mit den Fingerspitzen oder mit etwas gedrehter Watte aus der Nase ziehen. Wattestäbchen haben in der kleinen Babynase jedoch nichts zu suchen.

Auch wenn Ihr Baby Probleme mit dem Trinken hat, sollten Sie sicherstellen, dass es genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Bieten Sie ihm oft von den Getränken an, die Ihr Kleines sonst auch trinkt. Dies sorgt dafür, dass der Nasenschleim flüssig bleibt. Ausserdem hilft es dabei, eventuelles Fieber zu senken.

Der geröteten Nase und den trockenen Lippen tun etwas Vaseline gut. Beim Schlafen kann Ihrem Baby das Atmen leichter fallen, wenn das Köpfchen etwas höher liegt. Legen Sie dazu ein paar Handtücher oder ein Kopfkissen unter die Matratze des Babybettes. Auf keinen Fall sollte Ihr Baby direkt auf dem Kopfkissen schlafen, da sonst Erstickungsgefahr besteht.

Eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit tut den angeschlagenen Schleimhäuten gut und hilft ausserdem dabei, einen eventuellen Husten zu lösen. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, können Sie zum Beispiel nasse Handtücher über die Heizung legen, eine Schale mit Wasser an die Heizung stellen oder in einen Luftbefeuchter investieren. Dass Ihr Baby nicht in die Nähe von sehr heissem Wasser gehört, versteht sich von selbst. Die wohltuende Wirkungskraft von Wasserdampf können Sie aber auch erreichen, indem Sie im Bad ein paar Minuten eine warme Dusche anstellen und mit Ihrem Kind im Bad spielen, so dass es die feuchte Luft einatmet.

Wann sollten Sie zum Arzt?

Wenn Ihr Baby mit einer Erkältung erkrankt ist, müssen Sie nicht unbedingt jedes Mal zum Arzt gehen. Es gibt jedoch einige Warnsignale, bei denen Sie Ihren Kinderarzt aufsuchen sollten. Dazu gehört zum Beispiel hohes Fieber. Bei kleineren Babys sollten Sie schon bei 38 Grad Celsius ärztlichen Rat suchen, bei etwas älteren Säuglingen und Kleinkindern spätestens, wenn das Fieberthermometer auf 39 Grad Celsius klettert. Bei Babys unter drei Monaten sollten Sie beim Anzeichen einer Krankheit in jedem Fall Ihren Arzt aufsuchen.

Hat sich die Erkältung nach fünf Tagen nicht gebessert, ist dies ebenfalls ein Grund, Ihren Arzt zu sehen. Dies gilt auch, wenn der Husten gar nicht wieder verschwinden will. Greift sich Ihr Baby oft ans Ohr und schreit besonders nachts viel, sollten Sie ebenfalls zu Ihrem Arzt gehen. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass sich die Erkältung auf die Ohren gelegt hat und Ihr Baby an einer Mittelohrentzündung erkrankt ist – eine Komplikation, die häufig auftritt und unbehandelt zu einer chronischen Ohrentzündung oder Hörproblemen führen kann.

Hören Sie in jedem Fall auf Ihren Instinkt. Wenn Ihr Baby offensichtlich sehr unglücklich ist, viel schreit und Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt, dann vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Arzt.

Tipps zur Vorbeugung von Erkältungen

Natürlich wäre es noch besser, wenn Ihr Baby gar nicht erst erkältet wäre. Diese Tipps helfen:

  • Stillen Sie: Über die Muttermilch geben Sie Ihrem Baby wichtige Antikörper.
  • Frische Luft härtet ab.
  • Achten Sie auf die richtige Kleidung. Ihr Baby sollte weder schwitzen noch frieren.
  • Senken Sie die Ansteckungsgefahr, indem Sie sich und Ihrem Baby oft die Hände waschen, Papiertaschentücher nach einmaliger Benutzung wegwerfen und Kontakt mit erkälteten Menschen, wenn möglich, vermeiden.
  • Ganz vermeiden lassen sich Erkältungen nicht und das ist auch gut so, denn schliesslich sind sie ein gutes Training für das Immunsystems Ihres Babys.
HiPP

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