Facebook Pixel
Baby > Stillen & Ernährung

Welche Tees für Babys geeignet sind

Spätestens sobald Ihr Baby Beikost bekommt, darf es auch Tee trinken. Im Alltag eignen sich für Säuglinge spezielle Babytees besonders gut, aber auch ein milder Fencheltee hilft bei Bauchschmerzen oder Blähungen. Mit einigen Teesorten sollten Eltern jedoch warten: Vor allem Kräutertees können bei Babys Allergien auslösen und die Wirkstoffe in Schwarz- oder Grüntee können sogar gesundheitsschädigend sein.

Tee kann für Babys als zusätzliche Flüssigkeit gegeben werden.

Feine Tees bringen etwas Abwechslung in die Getränkeliste für Babys. Bild: iStock

Das Wichtigste in Kürze:

  • Kinder benötigen in den ersten Lebensmonaten neben Muttermilch keine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr in Form von Tee.
  • Als Abwechslung oder bei Beschwerden ist Fencheltee für Babys jedoch eine gute Wahl. Fencheltee dürfen Babys ab der ersten Woche trinken. Mehr erfahren.
  • Für Säuglinge eignen sich spezielle Babytees am besten, da sie besonders mild sind. Weitere geeignete Tees für Babys.
  • Pfefferminz-, Kräuter- und Schwarztee sind nicht für Babys geeignet. Mehr erfahren.

Ab wann dürfen Babys Tee trinken?

Grundsätzlich dürfen Babys von Geburt an Tee trinken. Im Allgemeinen wird Babytee als regelmässiges Getränk ab dem vierten Lebensmonat mit Einführung der Beikost empfohlen. Vorher hat die Muttermilch genau die richtige Zusammensetzung an Flüssigkeit und Nährstoffen, die das Kind braucht. Als ergänzendes Getränk zur Mutter- oder Pulvermilch bei Krankheiten, Magenschmerzen, Blähungen oder anderen Beschwerden kann Fencheltee bereits von Geburt an in kleinen Mengen gegeben werden. Auch als zusätzliche Flüssigkeit an warmen Tagen können Sie Ihrem Baby Tee oder Wasser geben. Ungesüsster Tee ist im ersten Lebensjahr Fruchtsäften immer vorzuziehen.

Ob Ihr Baby zu wenig trinkt, können Sie beim Wickeln kontrollieren. Bei sechs bis acht nassen Windeln pro Tag erhält das Baby in der Regel ausreichend Flüssigkeit. Auch harter Stuhlgang ist ein Indiz, dass Ihr Baby möglicherweise zu wenig trinkt.

Welchen Tee kann man Babys geben?

Leidet Ihr Baby nicht unter Bauchschmerzen oder einer Erkältung, sollte es nur eigens für Kinder hergestellten Kindertee zu sich nehmen. Diese sind besonders mild. Dennoch sollten Sie bei der Auswahl dieser beachten, dass der Tee keine zusätzlichen Aromastoffe oder Zucker enthält und auf Schadstoffe geprüft ist.

Neben speziellen Babytees gilt Fencheltee als erste Wahl für Babys und Kleinkinder. Er kann dem Baby schon in der ersten Woche verabreicht werden. Säuglinge unter 6 Monaten sollten Fencheltee und andere Tees jedoch nur in geringen Mengen und nach Absprache mit der Hebamme oder einem Arzt bekommen. In einem Artikel der Zeitschrift Ökotest finden Sie eine Übersicht der am besten bewerteten Fencheltees für Babys. 

Je älter das Kind ist, desto mehr Teesorten kann es trinken. Versuchen Sie erstmal einen milden Kamillentee oder einen Früchtetee. Wenn das Bäuchlein zwickt, gelten insbesondere Fencheltee oder Kamillentee als natürliche Heilmittel. Beide Tees wirken beruhigend und krampflösend und helfen dadurch, den Bauch wieder zu entspannen.

Teesorten, die unbedenklich für Ihr Baby sind:

1 von 6

Diese Tees eignen sich für Ihr Baby

Kamillentee: Die Wirkstoffe der Kamille beruhigen das Baby, sind gut für Magen und Darm und wirken zusätzlich entzündungshemmend.Bild: botamochi, iStock, Thinkstock

Welchen Tee sollten Babys nicht trinken?

Koffeinhaltige Teesorten wie Schwarztee oder Grüntee sind nicht für Kinder geeignet, da sie Wirkstoffe enthalten, welche gesundheitsschädlich sein können. Absehen sollten Eltern auch von Kräutertees. Diese erhalten oft Allergene und können bei kleinen Kindern schnell Allergien hervorrufen. Auch Pfefferminztee ist für Babys eher ungeeignet, weil er vielen Kindern zu scharf ist.

Wenn Sie Ihrem Baby zusätzlich zur Mutter- oder Pulvermilch Tee geben möchten, sollten Sie deshalb bei der Auswahl der Teesorte ebenso wie bei der Zubereitung einige einfache Regeln beachten.

Tee fürs Baby richtig zubereiten

Die Verpackung eines Tees verrät in der Regel, wie Sie ihn richtig zubereiten. Wenn Sie losen Tee anstelle von Teebeuteln verwenden, gilt: 1 Teelöffel Fenchelsamen oder Kamillenblüten reichen pro Tasse (250 ml). Das sind die wichtigsten Regeln, wenn Sie Tee für Ihr Baby kochen:

🍵 Verwenden Sie immer kochendes Wasser. Damit Keime keine Chance haben, übergiessen Sie den Tee am besten mit noch sprudelnd heissem Wasser.

🍵 Verabreichen Sie den Tee, wenn er körper- oder zimmerwarm ist. Er sollte weder zu kalt sein noch eine Temperatur über 37 Grad überschreiten. Am besten überprüfen Sie die Temperatur mit dem altbekannten Unterarm-Trick und geben ein paar Tropfen auf den eigenen Puls.

🍵 Bereiten Sie den Tee fürs Baby immer ohne Zucker zu. Wenn das Baby den Geschmack nicht gerne mag, können Sie den Tee allenfalls zu einem Drittel oder der Hälfte mit warmem, abgekochtem Leitungswasser verdünnen.

🍵 Wichtig ist auch, dass Ihr Kind nur das Fläschchen hat, wenn es auch trinkt. Nuckelt es ständig an dem Schoppen herum, schadet das den kleinen Zähnchen, da sie die ganze Zeit mit den Wirkstoffen aus dem Tee in Berührung sind.

Wie viel Tee darf mein Baby trinken?

Ob als Flüssigkeitsergänzung oder bei Krankheit: Ein Säugling sollte innerhalb von 24 Stunden nicht mehr als 50 ml Tee trinken. Je nachdem, welchen Tee Sie Ihrem Baby geben, kann der Elektrolythaushalt ansonsten durcheinandergeraten.

Zu beachten ist ausserdem, dass zu viel Flüssigkeit in Form von Tee oder Wasser den Bauch des Babys füllt und es deshalb unter Umständen weniger Muttermilch trinkt. Am besten ist es also, dem Baby nach dem Füttern Tee zu geben.