Beikost einführen: Die besten Tipps

Spätestens, wenn das Baby sechs Monate alt ist, führen die meisten Eltern Beikost ein. Das ist sinnvoll. Denn ab diesem Alter, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO), reichen Energie und Nährstoffe aus der Milch nicht mehr aus. Doch nicht alle Kinder essen auf Anhieb vom Löffel. Mit ein paar Tricks geht es ganz leicht.

Beikost einführen

Ab ungefähr sechs Monaten ist Beikost für Babies sinnvoll, doch es ist nicht immer einfach, sie einzuführen. Foto: BananaStock

Manche Babys würden ihrer Mutter am liebsten jeden Bissen vom Löffel wegschnappen. Andere dagegen lehnen den Löffel zunächst rigoros ab. Kaum nähert sich Mama mit dem Babybrei, da pressen sie die Lippen aufeinander und drehen den Kopf abrupt zur Seite. Wenn ein Kind bei der Einführung der Beikost nicht mitmacht, sorgen sich die Eltern. Schliesslich wollen sie ihr Baby optimal ernähren.

«Beikost einzuführen, bedeutet: anbieten und entspannt beobachten, was passiert», so Edith Gätjen, Autorin des Ratgebers «Lotta lernt essen». «Freudig gestimmte Eltern, die ganz ohne Leistungsdruck an die Beikost herangehen, motivieren ihr Kind am besten mitzumachen.» Ein Kind brauche Zeit, um sich an die neue Ernährungsweise, an den neuen Geschmack und die neuen Empfindungen im Mund zu gewöhnen.

Beikost einführen: Der richtige Zeitpunkt

Wer kurz vor dem Urlaub oder vor Beginn des neuen Jobs das Baby an Beikost gewöhnen will, scheitert oft. In diesem Fall spürt das Baby den Erwartungsdruck, der auf ihm liegt, wird unruhig und lehnt den Löffel ab. «Wählen Sie stattdessen einen Zeitraum von ruhigen 14 Tagen», rät Edith Gätjen. «Bis Eltern, Kind, der Löffel und das Gemüsemus zusammenkommen, können durchaus einige Wochen vergehen.»

Notwendige Voraussetzung für den Erfolg der Aktion: Das Baby muss fit sein. Ein Kind, das sich unwohl fühlt, hat nicht nur mässigen Appetit, sondern auch keinen Spass, sich mit neuen Anforderungen auseinanderzusetzen. Umgekehrt können Eltern, deren Kind nicht vom Löffel essen mag, sich fragen: Macht das Kind gerade einen Wachstumsschub durch? Oder schiebt sich ein Zahn schmerzhaft durch das Zahnfleisch?

Auch das Zeitfenster des Tages entscheidet über den Erfolg des Experiments. Klingelt pausenlos das Telefon oder rennt das ältere Geschwisterkind aufgeregt durchs Zimmer, hat das Baby nicht genug Ruhe, sich auf die neue Technik der Nahrungsaufnahme einzustellen. Letztendlich gilt: Essen soll Spass machen. Und Spass kann sich nur dort entfalten, wo die Atmosphäre entspannt ist.

Darüber hinaus sollte das Baby weder zu satt sein – noch zu hungrig. Eltern kennen das Problem: Ist der Hunger zu gross, dann schreit das Baby vehement nach der Brust oder der Flasche. Ein günstiger Zeitpunkt liegt deshalb zwischen zwei Milchmahlzeiten. «Anfangs bietet man nur wenig einer neuen Speise an», raten die Stillberaterinnen der La Leche League Schweiz. «Sie soll die Stillmahlzeit nicht ersetzen, sondern dem Kind die Möglichkeit geben, sich mit der neuen Nahrung vertraut zu machen. Das Kind wird zeigen, ob es mehr davon möchte oder nicht.»

Essen ist Gemeinschaftserlebnis

Schon Babys wollen gross sein. Sie beobachten genau, was die «Grossen» tun, um ihnen nachzueifern. Kleinkinder lieben es deshalb, mit den anderen Familienmitgliedern gleichwertig am Tisch zu sitzen. «Ohne Druck und Zwang soll das Kind kleine Mengen von Nahrungsmitteln angeboten bekommen, die seiner Entwicklung und seiner Vorliebe entsprechen», so die La Leche League. «Essen ist ein Gemeinschaftserlebnis, etwas Lustvolles, das Freude machen soll.»

HiPP

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