Wie glücklich sind Schweizer in ihrer Liebesbeziehung?

Paare in einer stabilen Liebesbeziehung sind glücklicher als andere. Doch worin besteht der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung und welche Ursachen führen zu einer Trennung? Eine neue Studie gibt Aufschluss.

Liebesbeziehung in der Schweiz

Paare sind meist glücklicher, wenn sie mehr Zeit miteinander verbringen und über ihre Probleme sprechen. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Verliebt, verlobt, verheiratet – geschieden? Laut Bundesamt für Statistik betrug die Scheidungsrate in der Schweiz im Jahr 2011 43 Prozent. Damit wird fast die Hälfte aller Eheschliessungen wieder aufgelöst. Viele Beziehungen erreichen aber nicht einmal den Ehestand, sondern enden noch bevor das erste Beziehungsjahr vorüber ist. Aber woran liegt das? Um dies herauszufinden, führte die Onlinebeziehungsbörse Parship laut nzz.ch im Sommer eine Studie mit 1‘000 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz durch.

Zur Studie der Schweizer Liebesbeziehungen

Rund 70 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, in einer einjährigen oder längeren Beziehung zu leben. Von den Alleinstehenden unter den Befragten wünschten sich 60 Prozent einen Partner und 12 Prozent zogen es vor Single zu bleiben.

In punkto Zufriedenheit gaben 80 Prozent der befragten Paare an, glücklich zu sein. Die glücklichsten unter ihnen finden sich in der Nordwestschweiz. Besonders unzufrieden mit ihrer Beziehung waren die Ostschweizer. 11 Prozent bewerteten ihre Liebesbeziehung mit «sehr unglücklich». In den anderen Teilen der Schweiz lag dieser Wert nie über 6 Prozent.

Ende der Liebesbeziehung: Die häufigste Trennungsursache ist Stress

Vor allem Stress könne einer Beziehung schaden, erklärt Psychologin Sandra Spreemann während der Pressekonferenz der Online-Partnerschaftsbörse Parship am 30. Juli. Wenn es Paaren nicht gelinge mit Stress umzugehen, würde eine Trennung immer wahrscheinlicher. Denn Stress – sofern nicht damit umgegangen werden kann – führt häufig zu einer verschlechterten Kommunikation und dazu, dass Paare weniger Zeit miteinander verbringen. Zudem entwickeln sie eine Abwehrhaltung, werten einander ab oder provozieren den Partner zum Beispiel mit gemeinen Bemerkungen. Folglich beginnen die Paare an der Beziehung zu zweifeln und sich von einander zurückzuziehen.

Die Studie belegt, dass vor allem Scheidungskinder öfter eine Beziehung beenden würden. Das läge daran, dass sie durch die Trennung ihrer Eltern vorbelastet seien. Kinder, deren Eltern zusammenblieben seien zu längeren Liebesbeziehungen fähig.

Der Schlüssel zu einer glücklichen Liebesbeziehung

Viele Menschen wünschen sich dauerhaftes Glück in einer langfristigen Liebesbeziehung, erklärt die Psychologin. Ein Rezept, das eine perfekte und glückliche Beziehung für die Ewigkeit garantiert, kann sie leider nicht geben. Aber es gibt ein paar Zutaten, die Paare glücklicher machen können. Einer der Hauptfaktoren ist Zeit. So zeigte sich in der Studie, dass Paare, die fünf Abende miteinander verbringen viel glücklicher sind als Paare, die nur drei Abende zusammen sind. Ganz wichtig ist es zudem miteinander zu reden. Auch das gemeinsame Lachen schweisst zusammen, weiss Spreemann.

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