Keine Angst vorm 1. Mal: Kinder beim Zahnarzt

Bei manchen Menschen löst schon der Gedanke an den Zahnarzt Ängste aus. Etwa fünf bis zehn Prozent leiden an einer Zahnbehandlungsphobie. Soweit muss es aber nicht kommen. Wie Eltern ihr Kind auf den ersten Besuch vorbereiten, entscheidet darüber, wie sich ihr Verhältnis zum Zahnarzt entwickelt.

Beim Zahnarzt sollten Kinder keine Angst haben.

Der Bohrer kommt beim ersten Zahnarztbesuch Ihres Kindes nicht zum Einsatz. Foto: Stockbyte, Thinkstock

«Muesch kei Angscht haa, es tuet nöd weh, er macht der nüüt…» Sie kennen diesen Satz? Eltern sollten ihn auf keinen Fall vor dem ersten Zahnarztbesuch des Kindes erwähnen. Das empfiehlt Dr. Christoph Langerweger, Kinderzahnarzt in Zürich, in seinem Forum zur Kinderzahnmedizin. Mit solchen Aussagen würden die Ängste und negativen Bilder der Erwachsenen auf die Kinder übertragen. Kinder seien grundsätzlich erst einmal aufgeschlossen dem Zahnarzt gegenüber.

Am besten ist es mit dem Kind «einfach mal (zu) schauen, was da auf sie zukommt», so Langerweger. Der Doktor kann die Abläufe erklären und Apparate zeigen. So können sich die kleinen Patienten selbst ein Urteil bilden. Vor Vorbereitung empfehlen sich auch Kinderbücher mit Zahngeschichten. Gehen Sie selbst angstfrei zum Zahnarzt, können Sie Ihr Kind zu einer Behandlung mitnehmen.

Wann müssen Kinder zum ersten Mal zum Zahnarzt?

Warten Sie nicht, bis Ihr Kind Zahnschmerzen hat. Die Schweizerische Zahnärzte Gesellschaft empfiehlt den ersten Zahnarztbesuch für Kinder ab zwei Jahren. Wenn er oder sie vorher über Schmerzen klagt oder Sie Verfärbungen an den Zähnen sehen, sollten sie zum Zahnarzt gehen. Das gilt auch bei einem Zahnunfall. Dank der freien Artzwahl können Sie beispielsweise zu Kinderzahnärzten oder zu einem Ganzheitlichen Zahnarzt gehen.

Was passiert beim ersten Zahnarztbesuch?

Wenn Kinder beim Zahnarzt sind, können sie viel lernen.

Beim ersten Zahnarztbesuch lernen Kinder das richtige Zähneputzen kennen. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Es geht beim ersten Mal vor allem darum, den Doktor und seine Instrumente kennen zu lernen, Vertrauen aufzubauen. Eine Behandlung findet meist nicht statt. Wenn der junge Patient sehr kooperativ ist, wird der Zahnarzt in den Mund schauen und die ersten Röntgenaufnahmen machen. Viele werden beim ersten Besuch fragen, wie Ihr Kind die Zähne putzt. Ausserdem erhalten Sie Informationen zur zahnfreundlichen Ernährung. Bei manchen Zahnärzten gibt es sogar ein Willkommensgeschenk.

Bei der ersten richtigen Behandlung kommt eventuell Lachgas zur Beruhigung und Schmerzlinderung zum Einsatz. Einige Praxen setzen Videofilme oder Spielzeug ein, um die Kinder abzulenken. Eine gute Übersicht liefert das Kompetenz-Zentrum für Zahnmedizin Luzern unter www.dr-schulte.ch

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