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Gesunde Zähne: Warum eine gesunde Ernährung entscheidend ist

Zahnkaries ist laut Weltgesundheitsorganisation die am weitesten verbreitete Krankheit. Wer unter Karies leidet, hat sich wahrscheinlich falsch ernährt. Wir haben die besten Tipps für gesunde Zähne für Sie zusammengestellt.

Wer gesunde Zähne haben will, muss sich gesund ernähren zum Beispiel mit Salat.

Eine gute Voraussetzung für gesunde Zähne ist eine gesunde Ernährung. Foto: iStock, RyanKing999, Thinkstock

Die Feinde unserer Zähne heissen Zucker und Säure. Machen sie es sich zu oft und zu lange auf unseren Zähnen gemütlich, haben wir bald ein Loch im Zahn oder eine Zahnerosion. Säure ist zum Beispiel in Obst oder Fruchtsäften enthalten. Gesunde Zähne sind also nur gegeben, wenn wir nicht zu viel Zucker und Säure an die Zähne lassen.

Wie Karies gesunde Zähne zerstört

Karies wird durch im Mund lebende Bakterien verursacht, die Zucker zu Säure vergären. Sie dringen in den Zahnschmelz der gesunden Zähne ein und entkalken ihn. Der Zahnschmelz erscheint kreidig weiss. «Man spricht vom kariösen Kreidefleck, dem ersten Anzeichen von Zahnkaries», heisst es bei der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft SSO. Wenn die Oberfläche am Kreidefleck einbricht, entsteht ein Loch im Zahn. Schreitet die Karies fort, können auch Zahnbein (Dentin) und Zahnnerv befallen werden. Zahnschmerzen sind die Folge. Im schlimmsten Fall muss der Zahn gezogen werden.

Wie eine Zahnerosion gesunde Zähne zerstört

Im Unterschied zur Karies ist eine Zahnerosion eine Zahnkrankheit, die nicht durch Bakterien, sondern durch chemische oder mechanische Einflüsse hervorgerufen wird. Zahnerosionen entstehen, wenn Säuren die Zahnoberfläche zerfressen. Der angegriffene Zahnschmelz wird beim Essen oder Zähneputzen immer weiter abgenutzt und schliesslich kann auch das tiefergelegene Zahnbein betroffen sein. Typisch für eine Zahnerosion ist das Verschwinden der Furchen auf den Kauflächen. Der sichtbare Zahn kann fast vollständig verloren gehen.

Kuchen und Süssigkeiten schaden den Zähnen. Zu viel Zucker kann zu Karies führen.

Süssigkeiten schaden den Zähnen. Zu viel Zucker kann Karies verursachen.

Da über die Entstehung von Karies nicht die Zuckermenge, sondern die Zeitdauer, in der Zucker auf die Zähne trifft, entscheidet, sollten Sie für die Erhaltung Ihrer gesunden Zähne viele süsse Zwischenmahlzeiten und Softdrinks vermeiden. Statt Schoggi besser Rüebli, statt Guetzli Vollkornbrot. Auch gibt es Süssigkeiten, die gesunde Zähne nicht schädigen. Sie erkennen solche Lebensmittel an der Kennzeichnung «zahnschonend» und «zahnfreundlich» und am Signet des Zahnmännchens. Sie tragen zu keiner wesentlichen Säurebildung im Zahnbelag bei. Mit «zuckerfrei» gekennzeichnete Süssigkeiten enthalten zwar keinen Zucker, aber Kohlenhydrate, die ebenso von den Bakterien zu Säuren vergärt werden können.

Das Zahnmännchen steht für zahnfreundliche Lebensmittel.

Süssigkeiten, die mit dem Zahnmännchen gekennzeichnet sind, sind zahnfreundlich. Bild: Aktion Zahnfreundlich

Um nicht komplett auf Süsses verzichten zu müssen, empfiehlt die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft , die «Zufuhr schädlicher Substanz» auf wenige Minuten am Tag zu beschränken und somit die Kontaktzeit von Zucker und Zahnschmelz kurz zu halten. Das heisst konkret: Wenn Sie auf Süssigkeiten nicht verzichten können, dann essen Sie alle auf einmal und anschliessend putzen Sie sich unbedingt die Zähne. Das befreit die gesunden Zähne vom zuckerhaltigen Belag und nimmt den Bakterien die Nahrung.

Für Babys, die Beikost bekommen, sollten Sie die Babynahrung selbst herstellen oder zuckerfreie Breie kaufen.

 

Cola kann den Zähnen schaden.

Softdrinks wie Cola sind säurehaltig und schaden den Zähnen.

Wer zu viel Obst isst und zu viele Säfte trinkt, schadet seinen gesunden Zähnen. Es besteht die Gefahr einer Zahnerosion, wenn diese Fruchtsäuren oder andere Säuren zu oft und zu lange auf den Zahn einwirken. Am besten ist es, einmal pro Tag eine grössere Menge Obst zu essen als viele kleine Portionen über den Tag verteilt. Kaubewegungen und Fruchtsäure verzehnfachen die Ausscheidung von Speichel. Dieser neutralisiert die Säuren.

Damit der Speichel gut wirken kann, sollten Sie nach dem Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln etwa 30 Minuten warten, bis Sie Ihre Zähne putzen. Die Säuren weichen die Zahnoberfläche auf. Würden Sie ohne Wartezeit Zähneputzen, wäre der Abrieb der Zahnoberfläche sehr stark. Statt dessen empfiehlt die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft für gesunde Zähne nach Säuregenuss mit Wasser oder einer fluoridhaltigen Zahnspülung den Mund zu spülen und zahnschonende Kaugummis zu kauen, die den Speichelfluss anregen.

Hier steckt Säure drin

Von diesen Lebensmitteln sollten Sie nicht übermässig viel zu sich nehmen:

  • saure Nahrungsmittel wie Obst, saures Gemüse, mit Essig zubereitete Speisen (z.B. Salate)
  • saure Getränke wie Softdrinks (Cola), Fruchtsäfte, Eistee, Wein, Alcopops, isotonische Sportgetränke
  • Medikamente wie Aspirin, Vitamin-C-Präparate, tonische Eisenprodukte

Weiterführende Informationen zum Thema gesunde Zähne

Ein Merkblatt zum Thema Zahnerosionen gibt es zum Download unter www.sso.ch

Ein Merkblatt zum Thema «Die richtige Ernährung» gibt es zum Download unter www.sso.ch

Erfahren Sie mehr über die Aktion Zahnfreundlich und welche Süssigkeiten das Zahnmännchen erhalten haben unter www.zahnfreundlich.ch