Zahnspange: Mehr als schöne, gerade Zähne?

Einen Luftsprung werden die wenigsten gemacht haben, als ihnen ihr Zahnarzt eröffnete: «Du brauchst eine Zahnspange.» Aber für schöne, gerade Zähne lassen viele Kinder und auch Erwachsene so einiges über sich ergehen. Wann es sich lohnt, auf eine Zahnspange zur Zahnkorrektur zu setzen, erfahren Sie hier.

Auch mit Zahnspange können Mädchen lächeln.

Manche Jugendliche sind stolz auf ihre Zahnspange. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Wann wird eine Zahnspange notwendig?

Über die Hälfte der Kinder hat laut Schätzungen von Kieferorthopäden Zahnfehlstellungen, die mit einer Zahnspange korrigiert werden sollten. Dazu zählen zu eng oder schief stehende Zähne. Das ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Stehen die Zähne zu dicht beieinander, lassen sie sich nicht so gut putzen. Das erhöht das Risiko für Karies oder Parodontitis. Manche Kinder lispeln und kauen falsch, weil ihre Zähne schief stehen. Dadurch werden Zähne und Kiefergelenke zu stark belastet, was beispielsweise zu Kopfschmerzen und Tinnitus führen kann.

Manchmal ist auch der Nuggi Schuld, der über das dritte Lebensjahr hinaus, benutzt wurde. Ein weiterer Grund kann sein, dass die Milchzähne zu früh ausgefallen sind und die anderen nicht schnell genug nachrücken konnten.

Um festzustellen, ob und wann ein Kind behandelt werden muss, solle eine Untersuchung beim Kieferorthopäden Klarheit schaffen. Meist beginnt die Behandlung, wenn die Kinder zwischen zehn und zwölf Jahre alt sind. Eine Behandlung dauert meist zwei bis drei Jahre.

Welche Zahnspangen gibt es?

Es gibt herausnehmbare und feste Zahnspangen. Herausnehmbare sind vor allem für weniger schwerwiegende Fehlstellungen gedacht. Mithilfe von kleinen Schrauben lassen sie sich verstellen. So können der Kiefer leicht gedehnt und die Zähne in die optimale Richtung bewegt werden. Sie müssen mindestens 15 Stunden pro Tag getragen werden. Neu sind die durchsichtigen, herausnehmbaren Kunststoffschienen «Invisalign», die kaum zu sehen sind.

Feste Zahnspangen bestehen aus Brackets, kleine Knöpfe aus Metall, Kunststoff oder Keramik, die auf die Zähne geklebt und mit Drahtbögen verbunden werden. Die Zähne werden durch die von den Bögen übertragenen Kräfte bewegt. Häufig wird nach der Behandlung ein Retainer eingesetzt, ein dünner Draht, der auf die Innenseite der Zähne geklebt wird. Er verhindert, dass die Zähne sich wieder bewegen.

Zudem gibt es beim Facharzt für Ganzheitliche Zahnmedizin eine Alternative zu Zahnspangen: einen Bionator, der kaum Druck auf die Zähne ausübt. Mehr dazu erfahren Sie unter www.dentasana.com

Eine feste Zahnspange kann durch farbige Gummis aufgehübscht werden

Für die Zahnspange müssen Eltern tief in die eigene Tasche greifen. Foto: Stockbyte, Thinkstock

Für eine Behandlung mit einer Zahnspange sollten Eltern zwischen 3 000 und 12 000 Franken einplanen. Sie können sich von verschiedenen Kieferorthopäden einen Kostenvoranschlag machen lassen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse nach einer Zusatzversicherung, die einen Teil der Kosten übernimmt. Sie muss allerdings meist schon im Kleinkindalter abgeschlossen werden. Nur bei von der Norm abweichender Kieferposition übernimmt laut Schweizerischer Gesellschaft für Kieferorthopädie die Invalidenversicherung die Gesamtkosten bis zum Abschluss des zwanzigsten Lebensjahres.

Was sind die Vorteile und Nachteile einer Zahnspange?

Eine Zahnspange kann Zahnfehlstellungen sehr gut korrigieren und hilft das Gebiss gesund zu halten. Sie können aber auch Schmerzen verursachen. Besonders in den ersten Tagen oder nachdem die Zahnspange neu eingestellt wurde. Manche Kinder erleben den dauerhaften Druck auf die Zähne als unangenehm. Sprechen Sie mit Ihrem Kieferorthopäden darüber.

Weitere Informationen zu Zahnspangen

 

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