Kurzfristige Kinderbetreuung: Freizeitprogramm und Betreuung bei Krankheit

Freizeitprogramm

Sind die Kinder bereits älter und wird eine Betreuung nur für einige Nachmittage gesucht, kann ein ausgefeiltes Freizeitprogramm weiter helfen. Da gilt es zu schauen, was der Ort bietet. Hat das Kind Lust, an einem Nachmittag Fussball im Verein zu spielen? Oder zwei Nachmittage in der Woche auf dem Reiterhof Pferde zu striegeln und zu reiten? Vielleicht kann es zuvor bei Freunden zu Mittag essen? Sinnvoll ist es, bei der Stadt oder Gemeinde nach Freizeitmöglichen für Kinder in der Nähe zu fragen.

Die Stadt Zürich listet auf ihren Internetseiten halbtägige und stundenweise Aktivitäten für Kinder auf, bei denen Eltern ihren Nachwuchs getrost alleine lassen können. Ob Keramikwerkstatt, Kinderwerken oder Töpfern: Die Palette der Angebote ist gross. Auch Kinderhütedienste stehen auf dem Programm verschiedener Einrichtungen.

Weitere Informationen: www.stadt-zuerich.ch

Kinderbetreuung bei Krankheit

Krank zu sein, ist schlimm – vor allem dann, wenn man sich dabei noch um ein Kind kümmern muss, aber eigentlich gar nicht kann. In einem solchen Fall springt das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) mit seinem Dienst für Kinderbetreuung zu Hause ein.

Im Notfall können sich Eltern beim Rotkreuz-Kantonalverband des Wohnkantons melden. Dieser schickt möglichst rasch eine Betreuerin in die Wohnung der Eltern. Sie beaufsichtigt das Kind, spielt mit ihm und bereitet Mahlzeiten zu.

Der Dienst richtet sich an Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren. Dank einkommensabhängiger Tarife und Spenden kann das Angebot auch von Familien mit kleinem Budget genutzt werden. Darüber hinaus übernehmen einige Krankenkassen die Kosten.

Weitere Informationen: www.redcross.ch

Langfristige Kinderbetreuung: Au Pair

Wer ein Zimmer zu Hause frei räumen kann, der kann sich um ein Au-Pair bemühen. Au-Pairs sind junge Menschen aus dem Ausland, die nach der Schule eine andere Kultur kennenlernen wollen. Sie helfen im Haushalt, betreuen Kinder und vertiefen dabei die Fremdsprachen-Kenntnisse. Der Aufenthalt wird oft mit einem Besuch einer Sprachschule gekoppelt. In der Regel bleiben sie neun bis zwölf Monate. Neben freier Verpflegung erhält ein Au-Pair Taschengeld: www.jugendundsprachen.ch/aupair-loehne.htm
 

Maria R. hat mittlerweile eine Lösung gefunden, wie sie ihre Kinder unterbringen kann. Sie hat das Glück, einige Strassen entfernt von ihrer Wohnung eine Familie kennengelernt zu haben, die an zwei Tagen in der Woche die Betreuung ihrer Kinder übernimmt. Dafür sind deren Kinder an ihrem einzigen freien Nachmittag bis spät in den Abend und auch am Samstag bei ihr zu Gast. An einem weiteren Nachmittag kommt eine Studentin zu ihr nach Haus, die sie bezahlen muss. Für das jüngere Kind ist zum Glück ein Kita-Platz in Aussicht.

 

Text: Sigrid Schulze

 

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