Leben > Arbeit & FamilieWarum du den beruflichen Wiedereinstieg wagen solltestWenn eine Familie Zuwachs bekommt, nehmen sich meist Mütter eine Auszeit, die über den Mutterschutz hinausgeht. Karrierepläne werden dadurch oft aufgeschoben. Haben die Kinder aber ein gewisses Alter erreicht, steht dem beruflichen Wiedereinstieg scheinbar nichts mehr im Weg. Oder doch? Entscheidend ist weniger ein «richtiges» Timing, sondern ob Betreuung, Gesundheit, Energie und Finanzen zusammenpassen – und ob ihr als Familie die Last fair verteilt. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Kind und Karriere unter einen Hut zu bekommen ist gar nicht einfach. Wir verraten, warum sich der Wiedereinstieg trotzdem lohnt. (Bild: Halfpoint, iStock, Thinkstock) Grübelnd stehen Daniela Munz und ihr Mann Martin vor der kleinen Pinnwand im Flur. Immer wieder zücken sie einen bunten Zettel, schreiben ihre Gedanken darauf und pinnen sie an die Wand – einmal rechts, einmal links. Sie arbeiten an einer Pro- und Kontra-Liste, die klären soll, was für den beruflichen Wiedereinstieg von Daniela spricht und was dagegen. Kind und Karriere – Die Familie Munz Zur Familie Munz gehören neben Papa Martin und Mama Daniela noch die drei Kinder Lukas (8), Sarah (7) und Tabea (3). Ihren Lebensunterhalt finanzierten die Eltern bis vor kurzem noch gemeinsam – Martin als Vollzeit-Berufssoldat und Daniela als Teilzeit-Pflegefachfrau. Dann aber sei Sarah in die Schule gekommen, berichtet die 40-Jährige. Die Hilfe bei den Hausaufgaben am Nachmittag sei als arbeitende Mutter sehr nervenaufreibend und stressig gewesen. Darum habe sie sich vor sechs Monaten entschieden, eine berufliche Auszeit zu nehmen. Steht gemeinsam vor einer grossen Entscheidung: Die Familie Munz bei der Sat1-Sendung «Familiezyt». (Bild: zVg) Die dreifache Mutter stellte die Bedürfnisse ihrer Kinder über ihr eigenes Bedürfnis als Fachkraft arbeiten zu können. Nun aber, da Sarah sich besser in der Schule zurecht findet, steht Daniela vor der Wahl: Wiedereinstieg in den Beruf – ja oder nein. Tipp: Gerade bei wichtigen Lebensentscheidungen kann es sinnvoll sein, die Argumente, die für und gegen den Entschluss sprechen, zu visualisieren – am besten in Form einer Pro- und Contra-Liste, empfiehlt Kinder- und Jugendpsychologin Andrea Cathers. Passt ein Wiedereinstieg jetzt? Ein kurzer Realitäts-Check Viele Eltern erleben beim Wiedereinstieg nicht nur Vorfreude, sondern auch Schuldgefühle, Druck oder die Sorge, «es nicht zu schaffen». Das ist normal – und es hilft, die Entscheidung nicht als Entweder-oder zu denken. Du kannst auch in kleinen Schritten starten (z.B. mit einem tieferen Pensum) und nachjustieren. Diese vier Fragen geben dir Orientierung: 1) Energie & Gesundheit: Wie geht es dir körperlich und psychisch im Alltag? Wenn du über längere Zeit erschöpft bist, häufig schlecht schläfst oder dauerhaft «funktionierst», ist es sinnvoll, zuerst Stabilität zu schaffen – auch mit Unterstützung (z.B. Hausarzt oder Hausärztin). 2) Betreuung & Back-up: Wer betreut an Arbeitstagen – und was passiert bei Krankheit, Ferien, schulfreien Tagen oder wenn die Kita schliesst? 3) Finanzen & Vorsorge: Was bleibt realistisch übrig, wenn Betreuung und Arbeitsweg dazukommen – und was bedeutet ein Erwerbsunterbruch für AHV/BVG? 4) Fairness in der Partnerschaft: Wer übernimmt Mental Load (Planen, Organisieren, Erinnern)? Ein Wiedereinstieg gelingt oft erst dann gut, wenn Aufgaben nicht nur «geholfen», sondern wirklich geteilt werden. Der Schweiz-Faktencheck: Was sich finanziell wirklich verändert Beim Wiedereinstieg geht es selten nur um «mehr Geld am Monatsende». Es geht auch um Absicherung: heute, im Fall einer Trennung und später im Alter. In der Schweiz spielen dabei vor allem AHV, BVG (Pensionskasse) und die steuerliche Situation eine Rolle. AHV: Wer weniger oder gar nicht erwerbstätig ist, sollte prüfen, ob die AHV-Beiträge trotzdem lückenlos bezahlt sind (z.B. über den oder die erwerbstätige Ehepartner:in oder als Nichterwerbstätige:r). Lücken können die spätere Rente senken. Der Bund beschreibt zudem Erziehungs- und Betreuungsgutschriften als Mechanismus, der Erziehungs- und Betreuungsarbeit in der AHV abbilden kann. BVG (Pensionskasse): Ein Teilzeitpensum kann bedeuten, dass du gar nicht oder nur begrenzt in der Pensionskasse versichert bist – je nach Lohnhöhe und Anstellungsverhältnis. Das wirkt sich auf die Altersleistungen aus und betrifft oft auch den Schutz bei Invalidität und Tod. Die Details (Eintritt, Koordinationsabzug, Versicherung bei Teilzeit/mehreren Jobs) werden vom BSV erklärt. Steuern & Abzüge: Ob sich ein Wiedereinstieg «lohnt», hängt stark vom Wohnort, der Betreuungslösung und eurer Gesamtsituation ab. Wichtig: Kinderbetreuungskosten können steuerlich relevant sein – je nach Kanton unterschiedlich. Für die direkte Bundessteuer gelten Regeln zum Abzug von Kosten für die Drittbetreuung von Kindern. Eine saubere Rechnung ist daher hilfreicher als pauschale Aussagen. Darum lohnt sich der Wiedereinstieg – aktualisiert und alltagsnah 1. Mehr finanzielle Unabhängigkeit – trotz Steuern und Betreuungskosten Viele Eltern unterschätzen, wie stark ein zweites Einkommen den finanziellen Druck reduzieren kann – auch wenn ein Teil davon in Betreuung, Verpflegung und Arbeitsweg fliesst. Entscheidend ist die Nettosicht: Rechne mit eurem Budget (Fixkosten, Betreuung, Steuern, Pendeln) und überlege auch, welche Kosten sinken könnten, wenn du wieder erwerbstätig bist (z.B. weil sich der oder die Partner:in ebenfalls stärker beteiligt und ihr Betreuungsmodelle effizienter nutzt). Hilfreich ist, die Rechnung nicht nur monatlich zu machen, sondern auch über ein Jahr: Ferien, Betreuung in Schulferien, Krankentage und mögliche Reduktionen durch Subventionen oder Betreuungsgutscheine (je nach Gemeinde/Kanton) verändern das Bild. 2. Altersvorsorge schliessen: AHV- und BVG-Lücken werden kleiner Ein Wiedereinstieg – auch mit kleinem Pensum – kann helfen, Vorsorgelücken zu verringern. Besonders bei längeren Unterbrüchen entstehen oft Lücken oder tiefe Beiträge, die man später kaum mehr aufholt. Das gilt nicht nur für die Rente, sondern je nach Pensionskassenreglement auch für Leistungen bei Invalidität oder im Todesfall. Praktisch: Wenn du mehrere kleine Anstellungen planst, lohnt es sich, früh zu klären, wie die Pensionskassenlösung aussieht. Nicht jede Konstellation ist automatisch gut abgesichert. 3. Kinder profitieren von verlässlicher, feinfühliger Betreuung «Fremdbetreuung schadet» ist ein hartnäckiger Mythos. Entscheidend ist nicht das Etikett, sondern die Qualität: stabile Bezugspersonen, eine sorgfältige Eingewöhnung, feinfühlige Betreuung, altersgerechte Anregung und gute Zusammenarbeit mit den Eltern. Für viele Kinder kann eine gute Kita, Tagesfamilie oder Tagesschule zudem soziale Lernräume öffnen – und Eltern entlasten, wenn der Alltag planbarer wird. 4. Selbstwirksamkeit, Identität und ein faireres Familienmodell Arbeit kann mehr sein als Einkommen: Sie gibt Struktur, Anerkennung, Austausch und das Gefühl, wirksam zu sein. Viele Eltern berichten, dass sie ausgeglichener sind, wenn sie neben der Familie auch berufliche Anteile leben dürfen. Gleichzeitig kann ein Wiedereinstieg ein Anlass sein, die Aufgabenverteilung neu zu verhandeln: Wer plant Kinderarzttermine? Wer hält Kontakt zur Schule? Wer organisiert Kleidung, Geburtstage, Zahnarzt, Einkauf? Wenn ihr diese unsichtbaren Aufgaben sichtbar macht und fair teilt, sinkt der Druck auf eine Person – und die Chance steigt, dass der Wiedereinstieg nicht in Dauerstress endet. So gelingt der Wiedereinstieg – Schritt für Schritt 1) Rahmen klären (bevor du Bewerbungen schreibst) Definiere ein realistisches Zielbild: gewünschtes Pensum, feste Arbeitstage, Homeoffice-Möglichkeiten, Wegzeit, frühester Start. Je klarer dein Rahmen, desto leichter wird die Stellensuche – und desto besser kannst du mit Betreuung planen. 2) Betreuung planen: Hauptlösung plus Notfallplan Plane nicht nur «normale» Wochen, sondern auch Ausnahmen: Krankheitswochen, Weiterbildungstage, Schulferien, Kita-Schliesszeiten. Viele Eltern entlastet ein Back-up (z.B. Grosseltern, befreundete Familien im Wechsel, bezahlte Notfallbetreuung – je nach Angebot am Wohnort). 3) Kompetenzen sichtbar machen und auffrischen Familienarbeit bringt Kompetenzen mit, die auch beruflich zählen (Organisation, Priorisieren, Konfliktlösung, Belastbarkeit). Ergänze gezielt dort, wo du dich unsicher fühlst: Fachwissen-Update, Softwarekenntnisse, kurze Weiterbildungen. Ein kleines, gut begründetes Update ist oft wirksamer als Perfektionismus. 4) Bewerben nach der Familienpause: Lücken aktiv erklären Du musst dich nicht rechtfertigen. Hilfreich ist ein kurzer, sachlicher Satz im CV oder Motivationsschreiben, z.B.: «Familienpause, danach gezielte Weiterbildung und Wiedereinstieg im Pensum von …». Betone, was du jetzt suchst und was du mitbringst. 5) Im Job startest du nachhaltiger, wenn du Grenzen früh setzt Ein typischer Stolperstein ist, nach der Pause «alles beweisen» zu wollen. Plane Erholungszeit wie einen Termin ein. Kläre im Team früh: Wie werden kurzfristige Ausfälle gelöst? Welche Deadlines sind fix, welche verhandelbar? Nachhaltigkeit schützt dich und deine Familie vor dem Gefühl, ständig am Limit zu sein. Wiedereinstiegsfahrplan: 3 / 6 / 12 Monate Ein Wiedereinstieg nach der Familienpause wird deutlich einfacher, wenn du ihn wie ein kleines Projekt planst. Der Fahrplan unten ist bewusst pragmatisch: Du kannst ihn an dein Pensum, das Alter der Kinder und deinen Beruf anpassen. In 3 Monaten: Rahmen, Betreuung, Kompetenz-Update In den ersten Wochen geht es um die Basis. Du sparst später viel Energie, wenn du diese Punkte früh klärst: Rahmen: Welche Tage sind realistisch? Welches Minimum-Pensum lohnt sich für dich (fachlich, finanziell, organisatorisch)? Welche Wegzeit ist tragbar? Betreuung: Hauptlösung plus Notfallplan (Krankheit, Schulferien, Kita-Schliesszeiten). Plane die Eingewöhnung mit Puffer. Kompetenz-Update: Wähle 1–2 «Quick Wins», die im Zieljob wirklich zählen (z.B. ein Software-Refresher, Fachkurs, Auffrischung von Richtlinien). Wichtig ist weniger die Menge als die Passung. In 6 Monaten: Netzwerk aktivieren, Bewerbungsunterlagen schärfen, Markt testen Viele passende Stellen werden nicht über klassische Inserate besetzt. Darum lohnt es sich, parallel zu Bewerbungen gezielt Gespräche zu führen. Unterlagen: Halte den Wiedereinstieg im CV kurz, klar und ohne Rechtfertigung. Fokus: deine Kompetenzen, dein nächster Schritt, dein verfügbares Pensum. Markttest: Bewirb dich bewusst auch auf 2–3 «Stretch»-Rollen. Nicht, um dich zu stressen, sondern um Rückmeldungen zu erhalten: Was fehlt noch? Welche Stärken werden besonders geschätzt? In 12 Monaten: Zielrolle schärfen, Weiterbildung/Abschluss planen, Verhandlung Wenn du merkst, dass du in deinem bisherigen Feld bleiben willst, kannst du den Wiedereinstieg oft beschleunigen (z.B. über Teilzeit, Projekt, temporär). Wenn du wechseln willst, lohnt sich ein sauberer Plan für eine Weiterbildung oder einen Abschluss. Verhandlung: Bereite 2–3 Optionen vor (z.B. 60% fix oder 70–80% mit Homeoffice-Anteil). Kläre auch, wie ihr als Familie die «unsichtbare» Arbeit verteilt, bevor der Job startet – das entlastet in den ersten Monaten enorm. Der verdeckte Stellenmarkt in der Schweiz: So kommst du an passende Rollen In der Schweiz entstehen viele Chancen über Empfehlungen, interne Wechsel oder «wir hätten da etwas»-Gespräche. Das hat nichts mit Vitamin B im negativen Sinn zu tun, sondern mit Vertrauen: Arbeitgeber suchen oft Menschen, die schon einmal über eine Person im Netzwerk geprüft wurden. Netzwerk-Plan (10 Kontakte in 14 Tagen) & Gesprächsleitfaden Du brauchst keine riesige Liste. Starte klein und konkret: Plan: 10 Kontakte in 14 Tagen (z.B. ehemalige Kolleg:innen, Ausbildungs-Kontakte, Kund:innen, Eltern aus dem Umfeld, Nachbar:innen, Freund:innen in ähnlichen Branchen). Ziel ist nicht «um einen Job bitten», sondern Orientierung und Zugang. So kannst du anfragen (kurz und freundlich): «Hoi [Name], ich plane meinen Wiedereinstieg nach der Familienpause und interessiere mich für [Bereich/Rolle]. Hättest du in den nächsten zwei Wochen 20 Minuten für einen kurzen Austausch (Telefon oder Kaffee)? Ich möchte verstehen, welche Profile aktuell gesucht sind und wie man gut reinkommt.» Gesprächsleitfaden (20 Minuten): 1) «Wie sieht euer Alltag in der Rolle wirklich aus?» 2) «Welche 2–3 Skills sind bei euch gerade am wichtigsten?» 3) «Welche Einstiegswege siehst du: Teilzeit, Projekt, temporär, Jobsharing?» 4) «Kennst du 1–2 Personen, mit denen ich als Nächstes sprechen könnte?» Nach dem Gespräch: Bedanke dich kurz, halte Learnings fest und bleib dran (z.B. nach 6–8 Wochen ein Update schicken). Jobsharing/Teilzeit-Plattformen und wie du sie nutzt Wenn dein Wunschjob selten in Teilzeit ausgeschrieben ist, kann Jobsharing eine echte Abkürzung sein: Zwei Personen teilen sich Verantwortung, Übergaben und Präsenz. In der Schweiz gibt es dafür spezialisierte Plattformen wie wejobshare.ch und teilzeitkarriere.ch. Vorgehen in 4 Schritten: 1) Definiere deine Zielrolle und das Zielpensum (z.B. 50–60%). 2) Suche aktiv nach passenden Inseraten und markiere Arbeitgeber, die flexible Modelle kennen. 3) Erstelle ein kurzes Profil, das deinen Mehrwert und deine Arbeitsweise zeigt (inkl. Verfügbarkeit). 4) Wenn du eine Partner:in fürs Jobsharing suchst: Achte auf komplementäre Stärken, ähnliche Werte bei Qualität/Tempo und eine klare Übergabe-Logik. Vorlagen & Checklisten Bewerbungs-Tracker Ein Bewerbungs-Tracker bringt Ruhe ins Chaos – vor allem, wenn du parallel Betreuung, Familienalltag und Bewerbungen koordinierst. Du kannst ihn in Excel, Google Sheets oder Notizen führen. Bewährte Spalten: Firma | Rolle | Pensum/Flex | Quelle (Inserat/Empfehlung/Netzwerk) | Kontaktperson | Datum Bewerbung | Status (offen/Interview/Absage/Angebot) | Nächster Schritt + Datum | Notizen (z.B. Fragen, Benefits, Lohnband) Kurzprofil/«Elevator Pitch» für Networking Ein guter Elevator Pitch ist kein Werbespruch. Er ist eine klare, sympathische Zusammenfassung: Wer du bist, was du suchst, was du anbietest, und welche Rahmenbedingungen du brauchst. Beispiel 1: Rückkehr ins alte Feld «Ich bin Pflegefachfrau mit Erfahrung in [Bereich]. Nach meiner Familienpause plane ich den Wiedereinstieg in einem Pensum von rund 60%. Mir ist wichtig, dass ich verlässlich planen kann. Fachlich bringe ich [Stärke 1] und [Stärke 2] mit – und ich habe mein Wissen zuletzt mit [Update] aufgefrischt. Kennst du bei euch oder in deinem Umfeld Teams, die Teilzeit gut ermöglichen?» Beispiel 2: Wechsel in ein neues Feld «Ich komme ursprünglich aus [bisheriges Feld] und habe in meiner Familienpause gemerkt, dass ich mich in Richtung [Zielbereich] entwickeln will. Ich bringe viel Erfahrung in [übertragbare Skills] mit und baue gerade [Kurs/Projekt] auf. Ich suche eine Einstiegsrolle im Pensum 50–70%, gerne auch über ein Projekt oder Jobsharing. Mit wem würdest du an meiner Stelle als Nächstes sprechen?» Checklisten für Eltern: Das solltest du vor dem Start klären Checkliste Betreuung Wer betreut an Arbeitstagen? Wer übernimmt Bring-/Abholzeiten? Was gilt bei Krankheit? Wer springt in Schulferien ein? Sind Eingewöhnung und Übergaben zeitlich eingeplant? Checkliste Finanzen & Vorsorge Wie hoch sind Betreuungskosten realistisch (inkl. Ferien)? Welche Abzüge sind möglich (direkte Bundessteuer/Kanton)? Sind AHV-Beiträge lückenlos? Was bedeutet dein Pensum für BVG/Pensionskasse (Eintritt, Koordinationsabzug, mehrere Arbeitgeber)? Checkliste Familie & Mental Load Wer trägt welche Fixaufgaben (Wäsche, Essen, Termine, Schule, Arztbesuche)? Was wird delegiert, was wird geteilt? Wann habt ihr als Paar Zeit für Austausch? Welche «Stoppsignale» gelten, wenn eine Person überlastet ist? Wiedereinstieg – Zweifel überwinden, ohne dich zu überfordern Den Kindern Stabilität bieten, ihren Bedürfnissen gerecht werden und gleichzeitig beruflich weiterzukommen ist nicht einfach. Aber es ist möglich – besonders dann, wenn du nicht versuchst, alles allein zu tragen. Ein Wiedereinstieg muss nicht perfekt sein. Er darf wachsen: mit einem kleinen Pensum, mit einer Übergangslösung oder mit einem klaren Fokus auf einen Schritt nach dem anderen. Als Pflegefachkraft sei ein Wiedereinstieg jederzeit möglich, so Mutter Daniela. Man müsse eben nur darauf achten, flexibel zu bleiben – sowohl beruflich als auch privat. Dass Daniela eine zeitlich begrenzte Auszeit für ihre Kinder nimmt, ist für Familie Munz die perfekte Lösung. Dank der Pro- und Contra-Liste steht für die derzeitige Vollzeit-Mami nun fest, dass sie in den Beruf zurückkehren wird.