Quinoa, Basilikumsamen und Chia - wie gesund sind Superfoods?

Super-Stars schwören auf Superfoods, in den Läden werden sie gross angepriesen und viele Jugendliche folgen dem Trend. Doch bewirken die exotischen Lebensmittel tatsächlich Wunder? Wir stellen fünf Superfoods und ihre einheimischen Alternativen vor.

Auch Superfoods wie die knallroten Goji-Beeren wirken keine Wunder.

Gojibeeren, Quinoa und Chia gelten als Superfoods und sind bei Stars und Jugendlichen beliebt. Foto: baibaz, iStock, Thinkstock

Das Supermodel Miranda Kerr zeigt auf Youtube, wie sie ihren Chia-Smoothie zubereitet; Schauspielerin Gwyneth Paltrow bekennt sich zum Matcha-Fan und Fitness-Guru David Kirsch verschreibt seinen Klienten – unter anderem Heidi Klum – Quinoa-Diäten. Und gerade erfahren Basilikumsamen einen regelrechten Hype. Superfoods sind total angesagt. Jugendliche eifern ihren Idolen nach und sind Fan dieser Nahrungsmittel.

Was steckt eigentlich hinter Superfoods?

Als Superfoods werden meist Nahrungsmittel bezeichnet, die unverarbeitet und reich an sekundären Pflanzenstoffen sind. Diese Stoffe sind wertvoll, weil sie den Stoffwechsel anregen, das Immunsystem stärken und dafür sorgen, dass die Zellen sich schneller regenerieren.

Chia-Samen und Goji-Beeren zum Beispiel enthalten solche wertvollen chemischen Verbindungen, die der Gesundheit tatsächlich zuträglich sind. Aber Wunder vollbringen sie nicht, da sind Experten sich einig. Wer nur Schokolade und Fast-Food isst, lebt wegen ein paar Goji-Beeren zwischendurch nicht plötzlich gesund. 

Zudem ist die Herkunft von Superfoods oft fragwürdig: Bei importierten Waren besteht eine höhere Gefahr, dass sie mit Pestiziden verunreinigt sind. Zudem ist es ein ökologischer Unsinn, Produkte um die halbe Welt zu fliegen. Probieren Sie doch unsere Alternativen aus der Schweiz. 

Fünf beliebte Superfoods und ihre Alternativen

Basilikumsamen

Sie sind der neuste Trend. Die Basilikumsamen sorgen für ein langhaltendes Sättigungsgefühl, enthalten viel Kalzium und Magnesium, können bei Eisenmangel helfen und sie sollen entzündungshemmend wirken. Sie können aufgequollen mit Fruchtjoghurt gegessen werden oder Suppen und Smoothies beigegeben werden. Herkömmliche Leinsamen sind eine Alternative.

Quinoa

Der Superfood Quinoa ist kein Getreide, sondern besteht aus den Samen einer krautähnlichen Pflanze aus den Anden. Quinoa wird in Wasser gekocht und warm oder auch kalt – zum Beispiel als Salat – gegessen. Die Pflanze enthält viel Eiweiss und zahlreiche Mineralien, kaum Fett und ist glutenfrei und darum auch für Menschen mit Zöliakie geeignet. Durch die grosse Nachfrage wird Quinoa in den Anbauländern wie Bolivien immer teurer und die Einheimischen können sich ihr Grundnahrungsmittel kaum noch leisten. Als Alternative kommt Roggen oder Gerste aus Schweizer Bio-Anbau in Frage.

Goji-Beeren

Den roten Beeren aus China werden verjüngende Eigenschaften nachgesagt. Ausserdem sollen sie das Immunsystem stärken und den Blutdruck senken. Sie sind meist getrocknet erhältlich und können Müesli und Salaten beigemischt werden oder pur geknabbert werden. Schweizer Johannis-, Heidel- und Preiselbeeren sind eine gute Alternative. Mittlerweile gibt es auch Goji-Beeren aus Schweizer Anbau.

Chia-Samen

Sie stammen aus Südamerika, sind reich an Ballaststoffen, Proteinen und Kalzium. Sie kommen ins Müesli, an den Salat oder werden aufgequollen als Pudding gegessen. Leinsamen sind eine gute Alternative und liefern als Mischung mit Kürbiskernen und Nüssen wertvolle Nährstoffe.

Matcha-Pulver

Das grüne Pulver wird aus Grünteeblättern gewonnen und stammt aus der japanischen Tradition. Kalzium, Eisen, Kalium und Vitamine machen das Matcha-Pulver zum Superfood. Traditionell wird es als Tee aufgegossen. Bei uns sind auch Milchgetränke mit Matcha erhältlich. Herkömmlicher Grüntee ist meist günstiger und hat eine vergleichbare Wirkung.

Basilikumsamen sind kein Wundermittel

So gross die Begeisterung zur Zeit gerade sein mag: Auch Basilikumsamen bewirken keine Wunder. Genauso wie alle anderen Superfoods. Denn generell gilt: Regelmässige Bewegung und eine gesunde, ausgewogene Ernährung sind wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden. Dafür muss aber nicht extra viel Geld für exotische Lebensmittel ausgebeben werden – auch in unseren Breitengraden wachsen Superfoods.

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter