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Eisprungrechner: Berechne deine fruchtbaren Tage – Kalender für zwei Monate

Schwanger werden kannst du nur an den wenigen Tagen rund um den Eisprung. Wer sich ein Kind wünscht, will darum wissen, wann diese Tage im eigenen Zyklus liegen. Mit unserem Eisprungrechner bestimmst du sie hier online für die nächsten zwei Monate. Wir zeigen dir zudem, welche weiteren Methoden den Eisprung anzeigen, wo der Rechner an seine Grenzen stösst und ab wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist.

Ein Kalender, bei dem an einem Tag «Eisprung» vermerkt ist.
Mit dem Eisprungrechner findest du den Tag der Ovulation heraus. © Stadtratte, Getty Images

Wenn die reife Eizelle ihre Reise in Richtung Gebärmutter antritt, ist die Chance auf eine Schwangerschaft am grössten. Die Zeit des Eisprungs nennt man darum auch die «fruchtbaren Tage». Bei einem Kinderwunsch ist es besonders wichtig zu wissen, wann der Eisprung stattfindet.

Fruchtbare Tage: Wann du deinen Eisprung hast

Der Tag des Eisprungs ist von Frau zu Frau verschieden und hängt unter anderem von der Länge des Zyklus ab. Der Eisprung – auch Ovulation genannt – erfolgt aber in der Regel in der Zyklusmitte. Dauert dein Zyklus 28 Tage, hast du deinen Eisprung vermutlich etwa an Tag 14, also 14 Tage nach dem ersten Tag der Menstruation. Die reife Eizelle wird dann aus einem der beiden Eierstöcke ausgestossen. Sie wandert über den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Befruchtet wird sie im Eileiter, nicht in der Gebärmutter.[3] Zu diesem Zeitpunkt ist die Chance am grössten, schwanger zu werden.

Befruchtung: Wann und wie lange ist man beim Eisprung fruchtbar?

Die fruchtbaren Tage beginnen einige Tage vor dem Eisprung und enden rund 24 Stunden danach. Länger hält die Eizelle nicht durch: Sie ist nach dem Eisprung nur etwa einen Tag lang befruchtungsfähig. Der fruchtbarste Tag im Zyklus ist der Tag des Eisprungs selbst. Weil Spermien im weiblichen Körper mehrere Tage überleben, kann Geschlechtsverkehr schon vor dem Eisprung zu einer Schwangerschaft führen.[2] Wer sich ein Kind wünscht, sollte dieses Zeitfenster deshalb kennen und nutzen.

Unser Eisprungrechner zeichnet dir für die nächsten zwei Monate einen Kalender. Er markiert darin deine Menstruation, die fruchtbaren und die sehr fruchtbaren Tage, den voraussichtlichen Eisprung und den mutmasslichen Tag der Einnistung. Wann ein Schwangerschaftstest für zu Hause frühestens anschlägt, rechnet er dir nicht aus – das erfährst du im verlinkten Beitrag.

Für die Berechnung brauchst du zwei Angaben: das Datum des ersten Tags deiner letzten Periode und deine durchschnittliche Zyklusdauer.

Eisprungrechner: Berechne deine fruchtbaren Tage

Um deine fruchtbaren Tage zu berechnen, gib einfach den ersten Tag deiner letzten Periode und die Zykluslänge ein. Klicke dann einfach auf Berechnen.

Tage

Tipp: Eisprungkalender mit Eisprungrechner kombinieren

Den Eisprungrechner kannst du gut mit einem Eisprung- oder Zykluskalender kombinieren. In einem solchen Kalender verfolgst du deinen Zyklus über längere Zeit und siehst, wann deine Menstruation einsetzt und wie stark deine Zykluslänge schwankt.

Hinweis: Die Berechnungen des Eisprungrechners sind Wahrscheinlichkeitsangaben, keine Messwerte. Je regelmässiger dein Zyklus ist, desto eher trifft die Vorhersage zu. Der Eisprungrechner ist nicht zur Verhütung geeignet!

Wie du trotz unregelmässigem Zyklus den Tag des Eisprungs berechnest

Ein regelmässiger Zyklus dauert in der Regel 24 bis 35 Tage. Gezählt wird vom ersten Tag deiner letzten Periode bis zum letzten Tag vor der nächsten Regelblutung. Es kann sein, dass dein Zyklus nicht immer gleich lang ist. Gewisse Schwankungen sind normal. Sie machen es aber schwieriger, die fruchtbaren Tage genau zu bestimmen. Der Eisprungrechner grenzt den Zeitraum dann immerhin ein. Genauere Resultate erhältst du, wenn du verschiedene Methoden kombinierst und zum Beispiel zusätzlich deine Basaltemperatur misst, Veränderungen des Zervix-Schleims beobachtest oder Ovulationstests verwendest.

Tipp: Verwende für ein möglichst genaues Resultat deine durchschnittliche Zykluslänge. Addiere dazu die Tage deiner letzten Zyklen und teile die Summe durch die Anzahl der Zyklen. Diesen Wert gibst du im Eisprungrechner ein.

Infografik vom Zyklus mit dem Eisprung an Tag 14
Beispiel eines Zyklus von 28 Tagen mit dem Eisprung am 14. Tag © Redaktion

Kann man nach einer Fehlgeburt den Eisprung berechnen?

Nach einer Tot- oder Fehlgeburt wünschen sich viele Frauen möglichst bald wieder ein Kind. Für den Eisprungrechner ist das allerdings die denkbar schlechteste Ausgangslage. In den ersten drei Monaten nach einer frühen Fehlgeburt ist der Zyklus erfahrungsgemäss instabil, und ein regelmässiger Eisprung ist in dieser Zeit nicht zu erwarten.[4] Genau darauf ist der Rechner aber angewiesen. Warte deshalb ab, bis sich dein Zyklus wieder eingependelt hat, und beobachte in der Zwischenzeit lieber deine Basaltemperatur oder deinen Zervix-Schleim.

Wann der richtige Zeitpunkt für eine neue Schwangerschaft ist, besprichst du am besten mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt. Auch die emotionale Seite gehört in diese Überlegung. Die Fachstelle kindsverlust.ch berät Betroffene kostenlos und vermittelt auf Wunsch Fachpersonen. Und bei starken, anhaltenden Blutungen, Fieber oder unerträglichen Schmerzen nach einer Fehlgeburt gilt: sofort die Frauenärztin, den Frauenarzt oder die Hebamme anrufen, im Notfall die 144.[4]

Eisprung berechnen: Weitere Methoden zur Bestimmung der fruchtbaren Tage

Du kannst den Zeitpunkt des Eisprungs mit verschiedenen weiteren Methoden bestimmen. Mehrere Methoden zusammen mit dem Eisprungrechner ergeben ein genaueres Bild als eine allein.

Basaltemperatur messen

Bei der Temperaturmethode misst du über mehrere Monate hinweg täglich deine Basaltemperatur. Ein bis zwei Tage nach dem Eisprung steigt sie um einige Zehntel Grad an, in der Regel um 0,2 bis 0,5 Grad.[2] Wichtig zu wissen: Die Temperatur steigt erst, wenn der Eisprung vorbei ist. Im laufenden Zyklus zeigt sie dir also nicht an, wann du Sex haben solltest – sie bestätigt im Nachhinein, dass ein Eisprung stattgefunden hat. Über mehrere Zyklen hinweg lässt sich daraus abschätzen, wann der nächste Eisprung ansteht.

Ovulationsurintest

Dieser Test misst im Urin das luteinisierende Hormon, auch Lutropin oder LH genannt. Sein Anstieg löst den Eisprung aus, und darum zeigt dieser Test die fruchtbare Phase an, bevor sie vorbei ist. Das ist sein Vorteil gegenüber der Temperaturmethode.

Zervix-Schleim

Während eines Zyklus verändert sich dein Zervix-Schleim. Kurz vor dem Eisprung wird er dünnflüssig, klar und dehnbar und erinnert an Eiweiss. In dieser Beschaffenheit erleichtert er den Spermien den Weg durch den Gebärmutterhals.[2] Die Beobachtung braucht etwas Übung, kostet aber nichts.

Zyklus-Apps

Verschiedene Apps helfen dir, deinen Zyklus zu dokumentieren. Rechne aber nicht damit, dass eine App deinen Eisprung zuverlässig vorhersagt: Viele Apps schreiben vor allem deine bisherigen Zykluslängen fort und liegen bei schwankenden Zyklen daneben. Genauer wird es, wenn du zusätzlich Temperatur oder Testergebnisse einträgst. Ein Blick lohnt sich zudem auf den Umgang der App mit deinen Gesundheitsdaten.

Eisprung erkennen: Diese Symptome zeigen, dass du fruchtbar bist

Die fruchtbaren Tage lassen sich spüren – zumindest von manchen Frauen. Verschiedene Symptome weisen auf den Eisprung hin: Manche spüren ein Ziehen oder Schmerzen im Unterleib, den sogenannten Mittelschmerz. Bei einigen kommt es zu einer Ovulationsblutung. Spannende Brüste und eine erhöhte Libido sind weitere Anzeichen. Verlassen solltest du dich darauf nicht: Viele Frauen spüren gar nichts, und die gleichen Beschwerden können andere Ursachen haben.

Frau liegt auf dem Sofa und hält sich mit schmerzverzerrtem Blick den Bauch
Schmerzen können auch um den Zeitpunkt des Eisprungs herum auftreten. © Moyo Studio / E+ / Getty Images

Wie du deine Fruchtbarkeit verbessern kannst

Den grössten Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat das Alter – daran lässt sich nichts drehen. Beeinflussbar ist anderes: Rauchen, starkes Übergewicht und viel Alkohol wirken sich ungünstig aus. Regelmässige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung tun dir und einer möglichen Schwangerschaft gut.

Ein verbreitetes Missverständnis betrifft die Folsäure. Sie steigert die Fruchtbarkeit nicht. Sie ist trotzdem wichtig, und zwar früher, als viele denken: Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen empfiehlt, bereits vor einer geplanten Schwangerschaft täglich 400 Mikrogramm Folsäure als Tablette einzunehmen. So ist die Versorgung von Beginn weg gesichert und das Risiko für Fehlbildungen sinkt. Über weitere Nährstoffpräparate sprichst du am besten mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt.[1]

Was ist, wenn man keinen Eisprung hat?

Nicht selten findet bei Frauen trotz regelmässigem Zyklus kein Eisprung statt. Umgekehrt kann ein fehlender Eisprung dazu führen, dass die Monatsblutung ausbleibt oder der Zyklus unregelmässig wird. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Starker Stress gehört dazu, ebenso der Beginn der Wechseljahre, mit denen die Menstruation nach und nach ganz aufhört.

Hört die Regelblutung in jungen Jahren auf, lässt sich meist etwas dagegen tun – die möglichen Ursachen sind gut untersucht. Wende dich an deine Frauenärztin oder deinen Frauenarzt, wenn du über mehrere Monate keinen Eisprung feststellst oder deine Periode ganz ausbleibt.

Ab wann eine Abklärung sinnvoll ist: Klappt es trotz regelmässigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht, rät das universitäre Kinderwunschzentrum am Universitätsspital Zürich, spätestens nach zwölf Monaten eine Spezialistin oder einen Spezialisten aufzusuchen. Paaren über 35 Jahren wird zu diesem Schritt schon früher geraten.[3] Abgeklärt werden dabei immer beide Partner – ein Spermiogramm gehört zu den ersten Untersuchungen. Warum es nicht klappt, kann viele Gründe haben.

Fazit: Der Eisprungrechner – Unterstützung, aber kein Ersatz für die Gynäkologin

Die fruchtbaren Tage berechnen, den Eisprung eintragen, und schon ist das Baby unterwegs: So einfach klingt es, wenn man sich in das Thema einliest. In der Praxis ist es das selten. Der Zyklus schwankt, die Tage verschieben sich, und selbst bei perfektem Timing braucht es oft mehrere Anläufe. Der Eisprungrechner grenzt den Zeitraum ein. Sicherheit gibt er keine.

Als Werkzeug ist er trotzdem nützlich: Er hilft dir, deinen Zyklus besser kennenzulernen und die fruchtbaren Tage im Blick zu behalten. Bleibt der Kinderwunsch über längere Zeit unerfüllt, ist der Gang zur Frauenärztin oder zum Frauenarzt der nächste Schritt – nicht ein weiterer Zyklus mit dem Rechner.

Quellen

  1. Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV: Fragen und Antworten zu Ernährung während Schwangerschaft und Stillzeit (PDF, November 2018), abgerufen am 24.08.2026.
  2. Hirslanden Baby: Schwanger werden – Fortpflanzung und fruchtbare Tage, abgerufen am 24.08.2026.
  3. Universitätsspital Zürich, Universitäres Kinderwunschzentrum: Die häufigsten Fragen rund um die Kinderwunschbehandlung, abgerufen am 24.08.2026.
  4. Fachstelle kindsverlust.ch: Ein Kind früh in der Schwangerschaft verlieren (PDF), abgerufen am 24.08.2026.

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