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Ovulationsblutung: Woran man sie erkennt und was sie bedeutet

Zwischenblutungen im Zyklus einer Frau können verschiedene Ursachen haben. Bei einer Ovulationsblutung handelt es sich um eine harmlose Blutung, die im Zusammenhang mit dem Eisprung stattfindet. Tritt die Blutung häufig auf oder dauert länger als drei Tage, sollte sie gynäkologisch untersucht werden – denn sie kann auch auf einen Mangel hindeuten. Mehr über Dauer und Bedeutung der Ovulationsblutung finden Sie im Artikel.

Ovulationsblutungen sind in der Regel harmlos.

Die Ovulationsblutung unterscheidet sich deutlich von der Periode, da sie in der Mitte des Zyklus auftritt und eher schwach ausfällt. Bild: photoboyko, Getty Images

Die wichtigsten Infos zu Ovulationsblutungen im Überblick

  • Ovulationsblutungen treten bei manchen Frauen rund um den Eisprung auf. Sie entstehen durch das Absinken des Östrogenspiegels. 
  • Die Schmierblutung tritt 10 bis 16 Tage vor der nächsten Menstruationsblutung auf und ist an der Farbe und Konsistenz als Ovulationsblutung erkennbar. Mehr dazu.
  • Wenn es sich bei einer Zwischenblutung um eine Ovulationsblutung handelt, kann diese die fruchtbaren Tage anzeigen. Hier lesen Sie mehr zum Thema. 
  • Aber: Eine Zwischenblutung kann auch ein Anzeichen für eine Zyklusstörung sein. Bei häufiger auftretenden und länger andauernden Blutungen neben der Monatsblutung sollten Sie einen Frauenarzt aufsuchen, um die genauen Ursachen abzuklären. Mehr dazu hier.

Was ist eine Ovulationsblutung?

Ovulation ist der Fachausdruck für Eisprung, eine Ovulationsblutung findet also um den Eisprung herum statt. Sie wird deshalb auch als Eisprungblutung bezeichnet. Da sie in der Mitte des Zyklus auftritt, ist auch der Name Mittelblutung gebräuchlich. Laut Recherchen von avawomen.de treten Ovulationsblutungen bei 4,8 bis 9 % der menstruierenden Frauen auf. 

Wann findet die Ovulationsblutung statt? 

In der Regel findet eine Ovulationsblutung 10 bis 16 Tage vor der nächsten Menstruationsblutung statt. Achtung: Verwechseln Sie sie nicht mit einer Einnistungsblutung, wenn Sie schwanger werden wollen. Sie ist kein Anzeichen für die Einnistung einer befruchteten Eizelle. 

Ist die Ovulationsblutung vor oder nach dem Eisprung?

Wann die Ovulationsblutung auftritt, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Sie kann sowohl vor als auch nach dem Eisprung auftreten. Anders ist es übrigens bei der Einnistungsblutung: Diese findet in der Regel ein bis zwei Tage nach der Befruchtung statt. Sie kann durch kleine Verletzungen der Gefässe in der Gebärmutter entstehen. Das Blut ist eher hell und die Blutung verursacht keine Schmerzen.

In diesem Video erklärt das Team des Zyklusrechners Daysy den weiblichen Zyklus und die wichtigsten möglichen Zwischenblutungen kurz.

Warum kommt es zu einer Zwischenblutung beim Eisprung?

Die Ursachen sind nicht vollkommen erforscht. Bisherige medizinische Erkenntnisse gehen davon aus, dass das schnelle Absinken des Östrogenspiegels nach dem Eisprung die Blutungen hervorrufen. Man geht davon aus, dass die Konzentration der Hormone dann nicht ausreicht, um die Gebärmutterschleimhaut vollständig aufrecht zu erhalten. Wird ein kleiner Teil abgestossen, kommt es zu einer Schmierblutung. Diese ist kein Grund zur Sorge. 

Aussehen: So erkennen Sie die Ovulationsblutung

Sie können relativ gut erkennen, ob Sie eine Eisprungblutung haben: Das Blut hat eine eher bräunliche Farbe und der Ausfluss ist von schmierig-schleimiger Konsistenz. Durch den Zeitpunkt mitten im Zyklus kann man die leichte Blutung relativ gut von der Regelblutung unterscheiden. 

Ist eine Zwischenblutung schlimm?

Schmierblutungen sind meist ungefährlich und können generell bei hormonellen Veränderungen auftreten. In der Regel regulieren sich die Hormone selbst wieder. Sollte eine Zwischenblutung wiederholt, stark oder lange andauern, empfiehlt sich ein Besuch beim Gynäkologen. Eine Zwischenblutung kann nämlich auch ein Anzeichen für einen Mangel sein – und der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch. Mehr dazu hier. Schliesst ein Arzt diese Ursachen aus, tragen Stressabbau und eine gesunde Lebensweise zu einem regelmässigen Zyklus bei. 

Dauer: So lange dauert die Ovulationsblutung 

Anders als die normale Monatsblutung dauert eine Ovulationsblutung nur kurz: Sie tritt während ein bis drei Tagen rund um den Eisprung auf. Gegebenenfalls wird die Blutung begleitet von einem kurzen ziehenden Schmerz, dem sogenannten Mittelschmerz. Manchmal wird die Ovulationsblutung daher auch Mittelblutung genannt.

So stark ist die Ovulationsblutung

In der Regel handelt es sich bei der Ovulationsblutung um eine leichte Schmierblutung. Sie bluten stärker? Dann können verschiedene andere Ursachen der Grund dafür sein. Eine vaginale Blutung unabhängig von der Menstruation kann auch vom Geschlechtsverkehr kommen sowie durch die Benutzung von Sexspielzeug oder durch das Einsetzen einer Spirale. Auch Stress oder übermässiger Sport können zu Schmierblutungen führen. Auch Erkankungen sind möglich. Eine medizinisch fundierte Übersicht über Blutungen ausserhalb der Regel finden Sie auf den Seiten der Apotheken Umschau.

Kinderwunsch: Schwanger werden dank Ovulationsblutung

Sie wollen schwanger werden? Dann kann Ihnen die Ovulationsblutung allenfalls helfen, den Zeitpunkt der fruchtbaren Tage genauer zu definieren. Aber Achtung: Wie wir hier erklären, tritt die Blutung nicht bei jeder Frau vor dem Eisprung auf. Sie ist also kein sicheres Anzeichen dafür, dass die fruchtbaren Tage begonnen haben.

Auch zeigt weder eine Ovulationsblutung noch ein andere Zwischenblutungen an, ob eine Frau sicher schwanger oder sicher nicht schwanger ist. Ist die Blutung hormonell bedingt, besteht vielfach ein Zusammenhang mit dem Zyklus der Frau. Eine Blutung durch Absinken des Östrogenspiegels kann den Zeitraum rund um den Eisprung anzeigen, also dann, wenn eine Befruchtung der Eizelle möglich ist. 

Zwischenblutung als Grund für unerfüllten Kinderwunsch?

Sie haben regelmässig Zwischenblutungen und einen unerfüllten Kinderwunsch? Dahinter könnte eine Gelbkörperschwäche stecken. Auch dieser Mangel sorgt für Zwischenblutungen. Gelbkörper sind nötig für die Produktion von Progesteron und sorgen vor allem in den ersten Wochen für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft. Frauen, die sich ein Baby wünschen, raten die Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe München deshalb, die Schmierblutungen genau zu beobachten und ernst zu nehmen, da eine Gelbkörperschwäche der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein kann.

Auch während einer Schwangerschaft oder im Zusammenhang mit den Wechseljahren können Blutungen auftreten, eine umfassende Übersicht über verschiedene Zwischenblutungen bietet die Deutsche Familienversicherung.