Anpassungen in Einfamilienhäusern

Dabei stellt sich oft die Frage, was man verbessern sollte. Ältere Menschen neigen dazu, nicht mehr viel in ihr Zuhause zu investieren, da sie meinen, dies würde sich nicht mehr lohnen. Das ist jedoch falsch, denn hindernisfrei bauen, bedeutet zugleich auch Sturzprävention. Ein Drittel aller Menschen im Alter über 65 Jahren stürzen laut Statistik mindestens einmal pro Jahr. Fünf Prozent der Stürze führen zu Knochenbrüchen. Die Folgen davon sind Spitalaufenthalt, Pflegebedürftigkeit, verminderte Mobilität und Verlust der Selbständigkeit. Ein Leben in der angestammten Umgebung ist meist nicht mehr möglich. Daher lohnt es sich, bestimmte Anpassungen vorzunehmen.

Massnahmen

  • Auf glatten Treppenstufen Gleitschutzstreifen aufkleben
  • Griffige Handläufe an sämtlichen Treppen anbringen
  • Hindernisse wie aufstehende Teppichränder herumliegende Gegenstände und Verlängerungskabel beseitigen
  • Alle Treppen gut und gleichmässig beleuchten, denn Licht erhöht die Sicherheit
  • Die Treppen in Keller und Estrich sind oftmals unterbeleuchtet
  • Alle Lichtschalter sollten gut sichtbar und erreichbar sein
  • Antirutschmatten für Bad und Dusche verwenden, denn nasse Böden erhöhen das Sturzrisiko
  • Solide Haltegriffe im Bad/WC festschrauben, sie vermindern das Sturzrisiko und erleichtem das Hinsetzen und Aufstehen

Text: Eric Bertels, Pro Infirmis

Eric Bertels leitet seit 1991 die Pro Infirmis-Beratungsstelle für hindernisfreies Bauen im Kanton Basel-Stadt

Zum Autor

Eric Bertels leitet seit 1991 die Pro Infirmis-Beratungsstelle für hindernisfreies Bauen im Kanton Basel-Stadt.

Der Innenarchitekt setzt sich seit 20 Jahren für das hindernisfreie Bauen ein. Im Jahr 2001 erschien sein Buch „Weichklopfen- 11 Aktionen zur Förderung des hindernisfreien Bauens“.

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«Selbstbestimmung von Behinderten?»
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Mehr Informationen zum hindernisfreien Bauen:

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