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Ideale Geburtspositionen: Diese Möglichkeiten gibt es

In Filmen bekommen Frauen ihre Babys meist im Liegen. Im wirklichen Leben gibt es jedoch viele Geburtspositionen, in denen Sie Ihr Kind gebären können. Alle haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten vor.

Liegen ist eine mögliche Geburtsposition.

Im Liegen können sie sich gut zwischen den Wehen ausruhen. Foto: Hemera, Thinkstock

Um es vorwegzunehmen: Die ideale Geburtsposition gibt es nicht. Welche Gebärposition für Sie am Besten funktioniert, hängt ganz davon ab, wie Sie sich bei der Geburt fühlen und wie die Umstände sind. Vielleicht haben Sie sich zum Beispiel eine Wassergeburt erträumt, müssen dann aber feststellen, dass Ihnen das Wasser gar nicht angenehm ist oder dass Ihre Geburtshelfer Ihnen davon abraten, weil sich die Geburt hinzieht.

In der Eröffnungsphase der Geburt, wenn sich Ihr Muttermund nach und nach öffnet, werden Sie schon verschiedene Stellungen ausprobiert haben, um die Wehen einigermassen erträglich zu machen. Wenn sich Ihr Muttermund vollständig geöffnet hat, kommt es schliesslich zur Austreibungsphase, der eigentlichen Entbindung des Babys. Wahrscheinlich werden Sie sich nun eine Position suchen, in der Sie Ihr Kind gut gebären können. Falls die Presswehen einige Zeit in Anspruch nehmen, werden Sie eventuell noch einmal die Position wechseln. Ihre Hebamme kann Sie beraten, was in dem Moment gut geeignet sein könnte und Ihnen helfen, verschiedene Positionen einzunehmen, falls Sie Probleme damit haben.

Aufrechte Geburtspositionen

Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen aufrechten und waagerechten Geburtspositionen. Zu den aufrechten Gebärpositionen zählen Geburten im Stehen, Hocken, Knien oder Sitzen. Ihnen allen gemeinsam ist, dass dabei die natürliche Schwerkraft ausgenutzt wird. Wenn man sich einmal vor Augen hält, dass die Mutter das Baby herauspresst, hat es eigentlich etwas Logisches, dass eine Geburt in aufrechter Haltung geburtsunterstützend ist. Dadurch ist die Austreibungsphase bei einer aufrechten Gebärposition oft kürzer. Die Nachgeburt wird ebenfalls leichter abgelöst.

Auch die Sauerstoffversorgung des Babys und Durchblutung der Plazenta ist in einer aufrechten Haltung besser. Da das Atmen im Stehen besser geht als im Liegen, wird es Frauen in der Regel weniger schlecht. Zudem ist das Becken der Frau beweglicher und der Babykopf kann sich dadurch besser drehen. Viele Frauen haben ausserdem das Gefühl, dass sie aktiver bei der Geburt mitarbeiten können. Nicht selten empfinden sie die Geburt daher als weniger schmerzhaft.

Bei den verschiedenen aufrechten Positionen muss die Frau gestützt werden. Entweder kann der Partner oder ein Geburtshelfer das Halten übernehmen oder die Frau kann sich an einem herunterhängenden Seil festhalten, wenn es das im Gebärsaal gibt. Auch ein Geburtshocker kann die Geburt in einer aufrechten Position einfacher machen. Dabei handelt es sich um einen kleinen halbrunden Hocker mit vier Beinen, auf dem die Gebärende sitzt.

Waagerechte Geburtspositionen

Obwohl die Geburt im Stehen oder anderen aufrechten Haltungen viele Vorteile hat, ist eine Geburt im Liegen besonders in westlichen Industrienationen weit verbreitet. Dabei kann die Entbindung entweder in der Rückenlage oder Seitenlage stattfinden. Die Geburt im Liegen dauert eventuell länger und kann von der Mutter mehr Kraft abverlangen, da die natürliche Schwerkraft nicht ausgenutzt wird. Trotzdem hat eine Geburt im Liegen auch Vorteile. Zunächst einmal ist es einfacher für Sie, sich zwischen den einzelnen Wehen auszuruhen. Falls die Geburt zu schnell vorangeht, kann es weiterhin von Vorteil sein, wenn Sie liegen, da sich auf diese Weise der Gebärmutterhals langsamer öffnet. Die liegende Position macht es auch für Ihre Geburtshelfer einfacher, den Geburtsverlauf genau zu beobachten und eventuell einzuschreiten. Falls ein Kaiserschnitt nötig wird, befinden Sie sich im Liegen schon in der richtigen Position, so dass keine Zeit verloren geht.

Neben der Geburt im Liegen gibt es auch noch andere waagerechte Geburtspositionen. Dazu zählt man die Gebärposition im Vierfüsslerstand. Diese Position bietet sich besonders bei Rückenschmerzen an, da der Druck auf den unteren Rücken nachlässt. Im Vierfüsslerstand lassen sich für die meisten Frauen die Wehen besser veratmen als im Liegen. Im Gegensatz zu einer aufrechten Geburtsposition kann das Risiko eines Risses geringer sein, da die Geburt langsamer vorangeht. 

Tipp: Verschiedene Spitäler, verschiedene Geburtspositionen

Nicht in allen Spitälern sind alle Gebärpositionen möglich. Das gilt ganz besonders, wenn bestimmte Utensilien benötigt werden, wie zum Beispiel ein Gebärhocker. Erkundigen Sie sich am Besten vorher bei Ihrem Spital, welche Möglichkeiten es gibt und wie sehr man bereit ist, auf Ihre Wünsche einzugehen.

In welcher Position haben Sie entbunden? Schreiben Sie uns. Hier geht es zum Kommentarbereich.

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