Facebook Pixel

Willkommen Baby: der Geburtsverlauf

Wenn Sie sich in den letzten Schwangerschaftswochen befinden, machen Sie sich sicher viele Gedanken über den Geburtsverlauf. Eine natürliche, spontane Geburt besteht aus drei Phasen. Wir erklären Ihnen, was in den verschiedenen Geburtsphasen auf Sie zukommt.

Am Ende des Geburtsverlaufes halten Sie Ihr Baby im Arm.

Die Schmerzen der Geburt sind vergessen, sobald Sie Ihr Kind im Arm halten. Foto: Digital Vision, Thinkstock

Neun Monate haben Sie mehr oder weniger darauf gewartet. Irgendwann am Ende dieser Zeit ist es soweit: Ihr Kind wird geboren. Ein Geburtsverlauf besteht aus drei Geburtsphasen. Die Länge der verschiedenen Phasen ist dabei von Frau zu Frau und von Geburt zu Geburt höchst unterschiedlich. In der Regel kann man damit rechnen, dass die erste Geburt ziemlich lange dauert. Deshalb haben die meisten Erstgebärenden viel Zeit, sich auf den Weg ins Spital zu machen. Darauf verlassen sollte man sich jedoch nicht.

Die Eröffnungsphase – Die Geburt geht los

Die erste Phase der Geburt ist die sogenannte Eröffnungsphase. Damit bezeichnet man die Zeitspanne zwischen den ersten Eröffnungswehen bis zu dem Moment, in dem sich der Muttermund vollständig geöffnet hat. Auch wenn jeder Geburtsverlauf unterschiedlich lang ist, ist die Eröffnungsphase im Verhältnis die längste Phase.

Die ersten Wehen sind meist noch recht schmerzarm. Eventuell sind Sie sich am Anfang nicht einmal sicher, ob es jetzt wirklich mit der Geburt losgeht. Langsam werden die Wehen jedoch stärker und länger. Die Zeitabstände zwischen den einzelnen Wehen verkürzen sich. Versuchen Sie, sich jetzt noch zu entspannen und Ihre Kräfte zu schonen. Sie werden sie später benötigen. Vielleicht können Sie etwas schlafen, ein Buch lesen, ein Bad nehmen oder Ihre Lieblings-DVD anschauen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass es gar nicht voran geht und die Wehen nicht stärker werden, kann ein Spaziergang helfen.

Die Wehen in der Eröffnungsphase sorgen dafür, dass sich der Muttermund öffnet. Jede Wehe bringt die Geburt voran und Sie Ihrem Baby ein Stück näher. Das Köpfchen rutscht immer weiter in den Beckenring und drückt von innen auf den Muttermund, der sich langsam öffnet.

Irgendwann in der Eröffnungsphase werden Sie sich auf den Weg ins Spital machen. Vergessen Sie dabei den Klinikkoffer nicht. In der Regel sagt man, dass der richtige Zeitpunkt für die Fahrt in die Klinik ist, wenn die Wehen im 10-Minuten-Abstand kommen. Sicher werden Sie dies aber vorher auch mit Ihrer Hebamme besprechen. Im Spital wird man untersuchen, wie weit der Muttermund schon geöffnet ist, wie das Baby liegt und ob die Herztöne in Ordnung sind. Falls Sie die Wehen schon als sehr schmerzhaft empfinden, können Sie jetzt mit alternativen Schmerzmitteln oder einer lokalen Betäubung, wie einer PDA, etwas dagegen tun und Kräfte für die nächste Phase sammeln.

Der letzte Teil der Eröffnungsphase wird auch als Übergangsphase bezeichnet. Dabei öffnet sich der Muttermund nun vollständig bis auf 10 Zentimeter. Das Babyköpfchen dreht sich in die richtige Position, bereit für die Geburt. In dieser Phase sind die Wehen sehr kräftig und treten meist kurz hintereinander auf. Vielleicht spüren Sie jetzt auch schon einen Drang zum Pressen. Sie sollten sich dabei an die Anweisungen Ihrer Hebamme halten und erst pressen, wenn sie erkennen kann, dass der Muttermund vollständig geöffnet ist. Im Geburtsvorbereitungskurs haben Sie sicher «Hecheltechniken» gelernt, die Ihnen helfen, den Pressdruck zu unterdrücken.

Die Austreibungsphase – Das Baby kommt

Den längsten Teil des Geburtsverlaufes haben Sie schon hinter sich. Jetzt müssen Sie noch einmal alle Ihre Energiereserven aktivieren und das Baby auf dem letzten Stück nach draussen begleiten. Nehmen Sie die Gebärhaltung ein, die Ihnen am angenehmsten erscheint. Wenn Sie schon eine Weile pressen wollten, dürfen Sie das nun endlich tun. Ihre Hebamme wird Ihnen helfen, richtig zu atmen und zu pressen, so dass Ihr Damm möglichst wenig verletzt wird.

In der Austreibungsphase findet die eigentliche Geburt statt. Mit jeder Geburtswehe kommt Ihr Kind ein Stück weiter. Wenn sich Ihr Baby nicht gerade in Beckenendlage befindet, wird zuerst das Köpfchen geboren. Mit etwas mehr Anstrengung sind auch die Schultern herausgedrückt. Der Rest des Körpers folgt dann fast wie von selbst.

Die Nachgeburt – Endlich geschafft

Ihr Baby ist nun endlich da. Vielleicht bietet man Ihnen an, dass Ihr Partner oder Sie die Nabelschnur durchtrennen. Die Geburt ist allerdings noch nicht ganz vorbei. Es kommt jetzt noch zu einigen Nachwehen, bei denen die Nachgeburt herauskommen muss. Bei der sogenannten Nachgeburt handelt es sich um die Plazenta, die Ihr Baby während der Schwangerschaft mit Nährstoffen versorgt hat. Nach den Geburtsanstrengungen und wenn Sie Ihr Neugeborenes vielleicht sogar schon auf der Brust liegen haben, wird dies meist als wenig schmerzhaft empfunden. Ihre Hebamme überprüft, ob die Nachgeburt vollständig ist, da es sonst später zu Komplikationen kommen kann. Wenn Sie Dammverletzungen haben, werden diese jetzt unter örtlicher Betäubung genäht. Sie können sich nun von der Erschöpfung der Geburt erholen und über Ihr kleines neugeborenes Wunder staunen.

Heisses Wasser bei der Geburt

In vielen Filmen und Büchern, in denen es um Geburten aus früheren Zeiten geht, wird ständig nach kochendem Wasser verlangt. Doch warum eigentlich?

Als es noch kein fliessendes warmes Wasser gab, war das heisse Wasser wichtig, um die Hände des Geburtshelfers zu waschen und um das Baby und die Mutter nach der Geburt zu baden. Ausserdem wurden mit dem kochenden Wasser medizinische Instrumente sterilisiert. Auch für einen Einlauf wurde das warme Wasser benötigt.

Wie war die Geburt bei Ihnen? Schreiben Sie uns. Hier geht es zum Kommentarbereich.

«Als Mami und Hebamme kann ich SWICA nur empfehlen»

Swica

«Schon in der Schwangerschaft unterstützte mich SWICA mit Akupunktur. Nach der Geburt konnte ich die Zeit mit meinem Baby geniessen, da SWICA immer für uns da war.» Informieren Sie sich jetzt über die exklusiven Angebote für Mutter und Kind.

Pixel

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter