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Seltene Vornamen für Ihr Baby finden

Seltene Vornamen können Fluch und Segen zugleich sein. Eltern, die sich dafür entscheiden, sollten bedenken, dass ein Name das Kind ein Leben lang begleitet. Wir geben hilfreiche Tipps für die Suche.

Eltern möchten für ihr Kind meist einen individuellen Vornamen. So werden Sie fündig.

Wenn Sie sich für einen seltenen Vornamen entscheiden, sollten Sie einiges beachten. Foto: Hemera, Thinkstock.

Emerald, Hugorina, Rukhsana, Farald, Dionysius und Gebbert sind ohne Zweifel seltene Vornamen. Erkennen Sie, welcher dieser Namen ein Jungenname, welcher ein Mädchenname ist? Die ersten drei Namen sind Mädchennamen, die letzten drei Jungennamen. Dieses Beispiel zeigt ein grundsätzliches Problem bei der Wahl eines seltenen Vornamens. Das Geschlecht sollte eindeutig aus dem Vornamen hervorgehen. Vornamen, aus denen kein Geschlecht ersichtlich ist, sind entweder verbotene Vornamen oder Sie müssen einen Doppelnamen mit einem eindeutigen Geschlecht beim zweiten Namen wählen.

Haben Sie diese Namen schon einmal gehört?

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Seltene Vornamen für Babys – wir helfen bei der Suche

Foto: tatyana_tomsickova, iStock / Getty Images Plus

«Guck-Guck, da bin ich!», der kleine Joas auf Entdeckertour.

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Trotz seltenem Vornamen das Geschlecht erkennen

Wie die Namensbeispiele verdeutlichen, ist das Geschlecht bei besonders seltenen Vornamen oft nicht eindeutig ableitbar. Die Schweizer Standesämter richten sich grundsätzlich nach den folgenden Regeln:

  1. Das Geschlecht muss aus dem Vornamen hervorgehen.
  2. Der Name soll dem Wesen nach ein Name sein und keine Ortschaft oder Automarke.
  3. Der Vorname soll das Kind nicht der Lächerlichkeit preisgeben.

Bei Namen wie Kim oder Andrea ist das Geschlecht nicht eindeutig. In diesen Fällen schreibt das Standesamt einen zweiten, eindeutigen Vornamen vor.

Seltene Vornamen: Die Schweiz ist grundsätzlich liberal

Die Schweizer Standesämter gelten als eher liberal. Mittlerweile werden sogar gebräuchliche Kurzformen als Namen akzeptiert. Hannes, Alex oder Max gelten als gängige Kurzformen und können eingetragen werden. Dasselbe gilt für Tina als Kurzform von Katharina. Trineli hingegen, die Koseform von Tina, wird nicht akzeptiert. Das Schweizer Namensregister wird in Schriftdeutsch geführt, Mundartformen können nicht als Vornamen eingetragen werden. Meieli, eine in verschiedenen Regionen in Mundart  gebräuchliche Koseform von Maja, kann auch nicht angemeldet werden. In der Schweiz kann ausserdem jedes Kind beliebig viele Vornamen haben. Ein ‚Rufname‘ wird nicht eingetragen, lediglich eine Reihenfolge der Vornamen.

Unser Hot Tipp: Suchen Sie einen seltenen Vornamen in einer anderen Sprachregion

Die Gebräuchlichkeit der Vornamen hängt oft von der regionalen Verankerung ab. Wer sich zum Beispiel für den Raum Zürich einen besonderen Namen wünscht, könnte nach rätoromanischen Namen suchen, weil sie im Mittelland wenig vertreten sind. Diese Namen verursachen aber keine Probleme bei der Anmeldung, weil es offizielle Vornamen aus der Schweiz sind. Jelscha oder Linard sind verbreitete rätoromanische Vornamen, die im Raum Zürich aber selten vorkommen. Weitere rätoromanische Vornamen finden Sie in unserem Vornamen-Portal unter: vornamen.familienleben.ch

Seltene Vornamen: Das rät die Expertin

Die Schweizer Standesämter richten sich in der Regel nach dem deutschen Standardreferenzwerk, dem «Internationalen Handbuch der Vornamen.» Die Deutsche Gesellschaft für Sprache aktualisiert dieses Nachschlagewerk. Zuletzt wurde 2008 eine Neuauflage erarbeitet, in der auch Namen aus dem Englischen, Albanischen, Arabischen, Kurdischen und Vietnamesischen aufgenommen wurden. Die Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Sprache, Dr. Andrea-Eva Ewels, empfiehlt eine Namensberatung: «Wir empfehlen Eltern grundsätzlich, eine Namensberatung zu besuchen, um abzuklären, was es zu beachten gilt. Wir suchen dann in unserer Datenbank, dem grössten Namensverzeichnis in Deutschland, nach dem Namen.»

«Die Bedeutung eines Namens zu kennen, gehört dazu»

Ausserdem erstellen die Mitarbeiter ein Gutachten über Herkunft, Bedeutung und Gebräuchlichkeit des Namens. «Diese Gutachten werden dann direkt ans Standesamt geschickt, damit das Amt einen Beweis hat, dass der Name existiert», erklärt die Expertin. Dieses Gutachten empfiehlt sich besonders bei Namen aus anderen Sprachregionen. Im Trend liegen zur Zeit besonders kurze Namen, die oft eine Kurzform eines anderen Namens sind. Es ist aber auf den ersten Blick nicht immer ersichtlich, woher der Name kommt. Anna ist zum Beispiel die Kurzform von Johanna und hat seinen Ursprung in der Bibel. «Über die Herkunft und die Bedeutung eines Namens Bescheid zu wissen, ist wichtig. Für uns steht das Kindeswohl im Zentrum. Das Kind soll aufgrund seines Namens nicht der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Da gehört es dazu, über die Bedeutung des Namens informiert zu sein.»

Das Namensgutachten
Die Deutsche Gesellschaft für Sprache bietet für 25 Euro einen Etymologie-Service an. Namens-Etymologie erklärt die Entstehung und Bedeutung eines Wortes, aber auch die Gebräuchlichkeit und die typische Verwendung. Gerade bei seltenen Namen empfiehlt sich eine Abklärung im Vorfeld. Wenn der Wunschname in einer Region, einem Land oder einem Kulturkreis existiert, liefert die Deutsche Gesellschaft für Sprache das Gutachten für die Anmeldung.

 

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