Wir sind schwanger - zum Untersuch zum Arzt oder zur Hebamme?

Seit Anfang Januar haben Frauen die Wahlfreiheit, während der Schwangerschaft zwischen einer ärztlichen oder einer Hebammenbetreuung zu entscheiden.

Schwangerschaftskontrolle Hebamme

 Neben der ärztlichen Betreuung während der Schwangerschaft sollen zukünftig auch Kontrolluntersuchungen bei Hebammen eine Option sein. (Bild: zVg/ Hebammen Zürich, Hebammenpraxis)

Zeigt der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis an, wollen viele werdende Eltern das freudige Ereignis beim Arzt untersuchen und sich das Babyglück bestätigen lassen. Was viele Erstgebärende nicht wissen: Solche Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen können auch von einer Hebamme durchgeführt werden. So können die Eltern schon früh eine vertrauensvolle Beziehung zur Hebamme aufbauen, die sie später im Wochenbett und vielleicht gar zur Geburt (Beleghebamme) begleiten wird.

Was man bis anhin grösstenteils aus der eigenen Tasche finanzieren musste, übernimmt neu die obligatorische Krankenpflegeversicherung: So können Frauen seit Anfang 2017 frei wählen, ob sie während der Schwangerschaft hauptsächlich von einem Arzt oder von einer Hebamme  betreut werden möchten. Diese Entscheidungsfreiheit ist möglich dank einer Änderung in der Krankenpflege-Leistungsverordnung.

Die Alternative Hebamme

Bislang war vielen Frauen noch nicht bewusst, dass ihnen während der Schwangerschaft weitere Möglichkeiten als das ärztliche Betreuungsmodell zur Verfügung steht. Gemäss einer Studie der Zürcher Sektion des Schweizerischen Hebammenverbandes steigt der Bedarf nach einer Hebammenbetreuung nach der ersten Geburt: Während beim ersten Kind nur sieben Prozent der Befragten die Vorsorge- und Kontrolluntersuchungen bei einer Hebamme beanspruchen, ist es beim dritten Kind ein Anteil von 21 Prozent. Ob diese Zahlen mit der angepassten Krankenpflege-Leistungsverordnung steigen, wird sich in der Zukunft zeigen.

Laut Angaben des Schweizerischen Hebammenverbandes ist der Bedarf nach einer Hebammenbetreuung während der Schwangerschaft generell gestiegen. Wenn sich Eltern für das Hebammenmodell entscheiden, wird die Frau während der Schwangerschaft trotzdem sporadisch von einem Arzt untersucht: Die zwei obligatorischen Ultraschalluntersuchungen werden, unabhängig vom bevorzugten Modell, entweder von einem Frauenarzt oder im Spital durchgeführt.

Bei potentiellen Kosteneinsparungen beim Hebammenmodell gehen die Meinungen jedoch auseinander: Der Hebammenverband sieht in ihrem Betreuungsmodell Sparpotential, da eine Hebamme laut ihren Angaben kosteneffizienter ist als ein Gynäkologe. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erachtet diesen Kostenvergleich hingegen als nicht sinnvoll, da sich das Leistungsspektrum von Hebammen und Ärzten unterscheide. Im Gegensatz zu Hebammen sind Ärzte beispielsweise befugt, eine Ultraschallkontrolle durchzuführen. Gemäss dem BAG weisen Ärzte bei einer primär ärztlichen Betreuung zukünftig die Patientinnen darauf hin, dass ein Beratungsgespräch mit einer Hebamme im zweiten Schwangerschaftsdrittel sinnvoll ist.

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