Geburtsvorbereitung - Wissenswertes für die Zeit vor der Geburt

Eine gute Geburtsvorbereitung hilft Mutter und Kind gleichermassen. Je sicherer und entspannter die werdende Mutter im Umgang mit sich selbst und der anstehenden Geburt ihres Kindes ist, desto hilfreicher ist dies für den späteren Geburtsverlauf.

Zur Geburtsvorbereitung gehört oft auch ein Kurs mit anderen Schwangeren.

Ein Kurs zur Geburtsvorbereitung kann wichtige Fragen klären und Ängste abbauen. Foto: monkeybusinessimages, iStock, Thinkstock

Die Geburtsvorbereitung umfasst verschiedene Aspekte der Sorge um die werdende Mutter und ihr ungeborenes Kind. Hierzu zählt zunächst der Umgang mit dem eigenen Körper in psychischer und physischer Hinsicht. Bestimmte vorab regelmässig durchgeführte Übungen können die spätere Geburt erheblich erleichtern. Darüber hinaus helfen spezielle Atemtechniken und Entspannungsstrategien, den Prozess der Geburt gut zu bewältigen. Es ist auch hilfreich, den Entbindungsort vorab kennenzulernen, um sich mit den Räumen und der Atmosphäre vertraut zu machen.

Geburtsvorbereitung: Wahl der Hebamme

Die rechtzeitige Wahl der Hebamme zählt zu den besonders wichtigen Bereichen der Geburtsvorbereitungen. «Ziel der Hebammenarbeit ist es, die Frau im natürlichen Prozess von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu unterstützen», sagte die Präsidentin der Berner Sektion des Schweizerischen Hebammenverbandes im Interview mit dem Tagesanzeiger. Der Kontakt zur Hebamme vermittelt ein besonderes Sicherheitsgefühl.

Geburtsvorbereitungskurs: Atemtechnik und Entspannung

Ein Geburtsvorbereitungskurs bietet ideale Unterstützungsmöglichkeiten für die werdende Mutter. Als optimaler Zeitpunkt hierfür gilt der Zeitraum etwa ab der 27. Schwangerschaftswoche. Hebammen leiten die meisten Kurse. Wer noch keine Hebamme hat, kann sich in den Spitälern nach einem Geburtsvorbereitungskurs erkundigen. Der Geburtsvorbereitungskurs vermittelt vielfältige Informationen, angefangen von den administrativen Erfordernissen rund um die Geburt bis hin zu den Abläufen im Spital und den verschiedenen Varianten einer Geburt. Darüber hinaus erfahren werdende Mütter Hilfreiches zum Wochenbett und über die erste Zeit nach der Geburt. Ein weiterer wesentlicher Aspekt des Kurses sind die verschiedenen Übungen zur Entspannung. Schwangere erlernen Atemübungen, mit deren Hilfe sie den Geburtsschmerz besser verarbeiten können.

Geburtsvorbereitung: Übungen für zu Hause

Viele Übungen lassen sich problemlos in Ruhe zu Hause durchführen, einige davon im Liegen. Für liegende Übungen ist eine Fitnessmatte oder eine doppelt gefaltete dicke Decke als Unterlage geeignet. Besonders hilfreich sind Übungen, die den Bereich des Beckens und das Dammgewebe dehnen. Diese Bereiche werden im Verlauf des Geburtsvorgangs besonders beansprucht.

Legen Sie sich flach auf den Boden und ziehen Sie die Füsse an. Kippen Sie in dieser Position das Becken leicht vor und zurück und spannen Sie dabei den Damm an. Halten Sie die Anspannung einige Sekunden lang, bevor Sie sie wieder lösen.

Eine weitere Dehnungsübung lässt sich gut in den Alltag einbauen. Begeben Sie sich dazu regelmässig in eine hockende Position, um das Becken und den Dammbereich zu dehnen. Je nach Beweglichkeit können Sie diese Übung wenige Sekunden bis wenige Minuten lang durchführen. Entscheidend ist die Regelmässigkeit.

Dieses Geburtsvorbereitung Video zeigt ein Beispiel für eine zehnminütige Entspannungseinheit:

Video: Liebe Hebamme, YouTube

Hebammen finden Sie über den Schweizerischen Hebammenverband: www.hebamme.ch

 

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