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In welcher Woche bin ich? So berechnen Sie Ihren Geburtstermin

Hurra, der Schwangerschaftstest ist positiv! In welcher Woche der Schwangerschaft bin ich jetzt? Und wann kommt das Baby? Diese Fragen stellen sich viele werdende Mütter. Hier erfahren Sie, wie sich die Schwangerschaftswoche und der Geburtstermin berechnen lassen.

In welcher Woche bin ich? Frau hält positiven Schwangerschaftstest in der Hand und lächelt.

In welcher Woche bin ich? Nach dem positiven Schwangerschaftstest die grosse Frage, auf die aber nur Ihr Arzt eine verlässliche Antwort hat. Bild: GettyImages Plus, Milos Dimic

Der Schwangerschaftstest bringt Gewissheit: Sie sind schwanger! Viele Frauen beginnen dann zu grübeln und zu rechnen: In welcher Woche bin ich und wann wird die Geburt sein? Leider eine Rechnung, die selten aufgeht. Auch wenn im Netz verschiedene Geburtsterminrechner dank einfachen Formeln teilweise recht treffsichere errechnete Geburtstermine liefern. Aber fast niemand weiss, wann genau der Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, der tatsächlich zur Befruchtung der Eizelle geführt hat. Und wenn doch, kennt keiner den Zeitpunkt der Befruchtung.

Wenn Sie es aber genauer wissen wollen, können Sie mit einer einfachen Formel selber berechnen, in welcher Woche der Schwangerschaft Sie sind und wann die Geburt sein könnte. Sie brauchen dafür auch keinen Geburtsterminrechner oder SSW-Rechner aus dem Netz. Wir zeigen, wie Sie selber den Geburtstermin berechnen können.   

So berechnen Sie den voraussichtlichen Geburtstermin 

Der Geburtstermin lässt sich bei einer durchschnittlichen Zykluslänge von 28 Tagen mit einer einfachen Formel berechnen:

1. Tag der letzten Mens + 7 Tage + 1 Jahr – 3 Monate = Geburtstermin

Zum ersten Tag der letzten Periode werden 7 Tage addiert, anschliessend wird ein Jahr dazugerechnet und - weil die Schwangerschaft ja nur neun Monate dauert - drei Monate abgezogen. Nun hat man den voraussichtlichen Entbindungstermin. Dauert Ihr Zyklus beispielsweise im Durchschnitt 27 Tage müssen Sie noch einen Tag von diesem Endergebnis abziehen, dauert er dagegen 29 Tage, müssen Sie einen Tag dazurechnen.

Wieso sprechen alle immer von 40 Wochen? 

Um die Berechnung der aktuellen Schwangerschaftswoche zu vereinfachen, gilt als erster Tag der Schwangerschaft immer der erste Tag der letzten Periode, auch wenn Sie zu diesem Zeitpunkt noch rund zwei Wochen lang gar nicht schwanger sind. Es wird jedoch von vierzig vollen Schwangerschaftswochen ausgegangen, um die Berechnung zu erleichtern.

Bei sehr unregelmässigen Menstruationszyklen lässt sich der Beginn der Schwangerschaft nicht rein rechnerisch festlegen, weil somit die letzte Periode kein verlässlicher Anhaltspunkt ist, um die Schwangerschaftswoche zu ermitteln. Hier muss mittels Ultraschall ermittelt werden, wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten ist. Dabei wird die Grösse des Kopfes des Embryos zur Berechnung der Schwangerschaftswoche und des Geburtstermines genutzt. Aber auch für Frauen mit einem regelmässigen Zyklus bringt nur der Ultraschall am Ende Klarheit.

Fragen Sie Ihren Arzt!

Wann ist der voraussichtliche Geburtstermin? Leider bringt nur der Ultraschall absolute Sicherheit. Per Ultraschall kann überprüft werden, ob der errechnete Zeitpunkt ungefähr stimmen könnte. Denn jede Rechnung ist nur ein ungefährer Richtwert, da Zyklusschwankungen, eine Befruchtung vor oder nach dem rechnerischen Zeitpunkt des Eisprungs sowie die Entwicklung und Reife des Kindes den errechneten Termin nach vorn oder hinten verschieben können. Auch unterschiedliche Zykluslängen oder ein früher oder verspäteter Eisprung können das Ergebnis beeinträchtigen und verfälschen. So kommen nur rund vier Prozent aller Kinder tatsächlich genau am errechneten Geburtstermin. Aber keine Sorge: Auch eine Geburt rund zwei Wochen vor oder nach dem voraussichtlichen Entbindungstermin liegt im Rahmen und ist für die Gesundheit des Kindes unbedenklich. 

Was sagt die Statistik zum Geburtstermin?

In der Schweiz gebären rund 90 Prozent aller Schwangeren ihre Kinder «termingerecht», also zwischen der 37. und 42. Schwangerschaftswoche. Früher kommen nur rund neun Prozent der Babys zur Welt. Sie sind damit Frühgeburten, welche in vielen Fällen eine besondere medizinische Betreuung benötigen, dazu gehört unter anderem ein Aufenthalt im Inkubator, künstliche Beatmung, falls die Lungen noch nicht voll ausgereift sind oder die Ernährung über den Tropf. Laut Wikipedia bringen bis zu 60 Prozent aller Schwangeren in der Schweiz ihre Kinder vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt. Nur 20 Prozent aller Schwangeren gebären sogar vor der 38. Schwangerschaftswoche. Nur ein Prozent aller Kinder in Schweizer Spitälern kommt nach der 42. Schwangerschaftswoche auf die Welt. Das liegt sicher auch daran, dass nach Ablauf einer Frist von rund 14 Tagen nach dem errechneten Entbindungstermin die Wehen oft künstlich eingeleitet werden bzw. das Kind per Kaiserschnitt geholt wird, um eine Übertragung und damit verbundene Komplikationen zu verhindern.

Einen Geburtsterminrechner finden Sie unter www.hirslanden.ch