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Schwangerschaftsanzeichen erkennen

Sie wünschen sich ein Baby und wollen wissen, ob Sie bereits schwanger sind? Schon bevor die erste Regelblutung ausbleibt, spüren einige Frauen die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft. Hier lesen Sie, welche Symptome als häufige Schwangerschaftsanzeichen gelten.

Schwangerschaftsanzeichen richtig deuten

Verlässlicher sind Schwangerschaftstest oder die Untersuchung beim Frauenarzt. Foto: paolaroid, iStock / Getty Images Plus

Viele Frauen bemerken schon kurz nachdem sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat, dass sie schwanger sind. Zu den ersten Schwangerschaftsanzeichen zählen Übelkeit, Müdigkeit, Ausfluss und ein Spannungsgefühl in den Brüsten.

Bleibt zudem die Regeblutung aus, «ist das in den meisten Fällen ein sicheres Zeichen für eine eingetretene Schwangerschaft», heisst es auf der deutschen Internetplattform «Frauenärzte im Netz».

Anderen Frauen ist zu Beginn der Schwangerschaft schwindelig, sie haben Heisshunger und müssen viel auf Toilette, weil sich ihr Hormonhaushalt verändert. Manche ekeln sich plötzlich vor bestimmten Speisen oder vor Alkohol und Zigaretten.

Schon in den ersten Wochen können sich die Brüste verändern. Brüste und Brustwarzen werden grösser, die Brustwarzenhöfe werden dunkler und die Brüste werden empfindlicher gegenüber Berührungen. So bereitet sich der Körper auf die Muttermilchproduktion und das Stillen vor.

Die hormonelle Umstellung im weiblichen Körper bringt weitere Veränderungen mit sich. Die Haut kann sich verändern, Hautunreinheiten und Akne können auftreten. Mitunter kommt es zu Krampfadern oder Thrombose. Einige Frauen bekommen Sodbrennen, andere haben Verstopfungen. Es kann ausserdem vermehrt zu Karies an den Zähnen kommen, weil sich die Zusammensetzung des Speichels ändert. Ärzte raten daher bereits vor der Schwangerschaft eine Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt durchführen zu lassen.

Die beschriebenen Symptome sind bei manchen Frauen sehr stark, bei anderen sehr schwach oder gar nicht ausgeprägt. Verlässlicher ist ein Schwangerschaftstest oder die Untersuchung beim Frauenarzt oder der Frauenärztin.

Die folgenden Seiten erklären die Anzeichen einer Schwangerschaft ausführlicher. Ausserdem finden Sie Tipps gegen Übelkeit, Müdigkeit und Ekel-Gefühle.

Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Etwa zwischen der 6. und 12. Schwangerschaftswoche wird vielen Frauen morgens übel, bei manchen beginnt die Übelkeit auch noch früher. «Rund drei Viertel der Frauen leiden […] an Übelkeit und jede zweite muss mindestens einmal während der Schwangerschaft erbrechen», heisst es bei der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung. Wenn die Frauen an bestimmte fettige Speisen denken oder sie riechen, wird ihnen bereits schlecht. Auch der Duft eines Parfüms ist für einige unerträglich.

Hilfe bei Übelkeit

Was Sie gegen Übelkeit in der Schwangerschaft tun können, hat die Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung in der Broschüre «Ernährung während der Schwangerschaft» aufgelistet:

  • Leichte und dafür häufigere Mahlzeiten über den Tag verteilt einplanen (5-6 Mahlzeiten).
  • Sehr fettreiche Gerichte wie Frittiertes, Saucen und Desserts sowie scharfe Speisen und intensiv riechende und schmeckende Gewürze meiden.
  • An etwas Saurem, z.B. einem Zitronenschnitz, lutschen.
  • Viel an die frische Luft gehen und Räume regelmässig gut durchlüften.
  • Bei Morgenübelkeit: Bereits vor dem Aufstehen im Bett etwas Kleines essen oder trinken (Zwieback, Knäckebrot, Brot, Fruchtsaft).
  • Bei Erbrechen den Flüssigkeitsverlust durch ausreichendes Trinken ausgleichen.

Quelle: Merkblatt «Ernährung während der Schwangerschaft» der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung

Weitere Tipps gegen die Übelkeit finden Sie in diesen Artikeln

Beobachten Sie die Übelkeit während der Schwangerschaft genau. Sollten Sie häufig erbrechen, kann das dem Körper wichtige Nährstoffe und Flüssigkeit entziehen. Sie fehlen nicht nur Ihrem, sondern auch dem Körper des Ungeborenen. Sprechen Sie bei häufigem Erbrechen Ihren Frauenarzt darauf an.

Tipps gegen Müdigkeit und Schwindel in der Schwangerschaft

Schon in den ersten acht bis zehn Wochen fühlen sich viele Frauen sehr erschöpft und müde. Das ist ganz normal, weil der Körper Energie für das Wachstum des Embryos benötigt. Verantwortlich für die Müdigkeit ist der Anstieg des Schwangerschaftshormons Progesteron. «Biologisch macht das durchaus Sinn, da ein beruhigender Effekt auf die Mutter eintritt, die sich dadurch auf veränderte Gewohnheiten für die Zeit der Schwangerschaft einstellen kann, und sich nicht überanstrengen sollte», heisst es bei «Frauenärzte im Netz».

Schwangere, die unter Müdigkeit leiden, sollten sich tagsüber immer wieder ausruhen und abends früher zu Bett gehen. Essen Sie ausreichend und gesund, um Ihre Energiespeicher zu füllen. Sport kann für zusätzliche Energie sorgen.

Neben einer starken Müdigkeit in der Schwangerschaft haben einige Frauen mit Schwindelgefühlen zu kämpfen. Das passiert, wenn der Blutdruck plötzlich absinkt, zum Beispiel, wenn man zu schnell aufsteht. Gegen die Schwindelgefühle hilft wie auch gegen die Müdigkeit ausreichend Schlaf, etwas Sport oder Bewegung sowie gesunde und ausgewogene Ernährung.

Tipps gegen Ekel-Gefühle und Heisshunger in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft beeinflussen die Schwangerschaftshormone das Geruchs- und Geschmacksempfinden. Plötzlich ekeln sich die Frauen vor Speisen, die sie vorher sehr gern mochten. Statt dessen haben sie Heisshunger auf ungewöhnliches Essen wie saure Gurken mit Schokolade. Gegen Heisshunger und die Ekelgefühle empfiehlt die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung:

  • Den Tag mit einem Frühstück starten und auf einen regelmässigen Mahlzeitenrhythmus achten.
  • Kleine Zwischenmahlzeiten einnehmen, bestehend aus Früchten, Gemüse, Milch, Jogurt, Vollkornbrot mit Hüttenkäse oder Magerquark.
  • Bei Heisshungerattacken fettarme bzw. fettreduzierte Produktvarianten bevorzugen, um eine übermässige Gewichtszunahme zu verhindern.

Quelle: Merkblatt «Ernährung während der Schwangerschaft» der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung

Weiterführende Links

  • Hintergrundwissen zum Thema Schwangerschaftsanzeichen auf der deutschen Plattform «Frauenärzte im Netz» www.frauenaerzte-im-netz.de
  • Merkblatt zur Ernährung während der Schwangerschaft bei der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung www.sge-ssn.ch
  • Ratgeber für Frauen bei geplanter Schwangerschaft vom Ärzteteam der Frauenklinik am Spital Münsterlingen www.stgag.ch