Schwangerschaftsübelkeit: Hilfe gegen ständiges Unwohlsein

Schwangerschaftsübelkeit verleidet mancher Frau die ersten Wochen ihrer heiss ersehnten Schwangerschaft. Zum Glück klingt das ständige Unwohlsein bereits nach wenigen Wochen wieder ab. In manchen Fällen aber wird eine ärztliche Behandlung notwendig.

Schwangerschaftsübelkeit betrifft viele Schwangere in den ersten Monaten.

Schwangerschaftsübelkeit kann zum Beispiel durch bestimmte Gerüche ausgelöst werden. Foto: monkeybusinessimages, iStock, Thinkstock

Rund 50 bis 80 Prozent aller schwangeren Frauen klagen über Unwohlsein, über ein flaues Gefühl im Magen und mehr oder weniger starke Übelkeit, zum Teil auch mit Erbrechen. Schwangerschaftsübelkeit stellt im normalen Ausmass weder für Mutter noch für Kind ein gesundheitliches Risiko dar. Im Gegensatz zu heute immer noch verbreiteten Ansichten ist Schwangerschaftsübelkeit weder ein positives noch ein negatives Zeichen.

Viele Frauen fragen sich bei Schwangerschaftsübelkeit, ab wann deren Auftreten normal ist. Üblicherweise tritt sie im ersten Trimester der Schwangerschaft auf. Sie ist sogar oft eines der ersten äusseren Anzeichen für eine Schwangerschaft. Einige Schwangere sind auch über die ganze Dauer der Schwangerschaft hinweg von Übelkeit betroffen.

Schwangerschaft Übelkeit: eine grosse Belastung

Typischerweise leiden Betroffene besonders morgens an den typischen Symptomen der Schwangerschaftsübelkeit. Oft lösen jedoch auch unabhängig von der Tageszeit Gerüche und andere Sinnesreize, die plötzlich als unangenehm empfunden werden, Übelkeit und Erbrechen aus. Dies ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Obwohl Schwangerschaftsübelkeit kein gesundheitliches Risiko darstellt, ist sie für die betroffenen Frauen sehr unangenehm und eine zum Teil sehr grosse Belastung. Sie kann den Alltag mehr oder weniger stark einschränken und eine Teilhabe am Familien- und Berufsalltag erschweren.

Hyperemesis Gravidarum: schwere Schwangerschaftsübelkeit

Bei Hyperemesis Gravidarum handelt es sich um eine besonders schwere Form der Schwangerschaftsübelkeit, die eine gesundheitliche Gefahr für Mutter und Kind darstellen kann. Dieser Umstand tritt dann ein, wenn die betroffene Frau sich fünfmal oder noch öfter pro Tag übergeben muss und grosse Schwierigkeiten hat, Flüssigkeit sowie Nahrung bei sich zu behalten. Hier besteht die Gefahr der Austrocknung sowie der allgemeinen Schwächung des Körpers. Experten empfehlen daher unbedingt eine medizinische Behandlung, die in der Regel in der intravenösen Gabe von Flüssigkeit und Nährstoffen besteht.

Ursachen der Schwangerschaftsübelkeit

Die Gründe für das Auftreten von Schwangerschaftsübelkeit sind bis heute noch nicht gänzlich geklärt. Ein Zusammenspiel von körperlichen und psychischen Ursachen gilt jedoch als wahrscheinlich. So konnte in jenen Phasen der Schwangerschaft, in denen die Konzentration von Hormonen wie HCG, Progesteron und Östrogen besonders hoch ist, ein vermehrtes Auftreten von Schwangerschaftsübelkeit beobachtet werden. Stress, Sorgen und Ängste können die Symptome verstärken. Mehrlingsschwangerschaften und ein höheres Alter der schwangeren Frau gelten als weitere Risikofaktoren.

Was hilft gegen Schwangerschaftsübelkeit?

Bei leichten Formen der Schwangerschaftsübelkeit muss kein Arzt aufgesucht werden. In diesen Fällen helfen viel Ruhe, ein ausreichendes Mass an Schlaf sowie das Meiden von Übelkeit auslösenden Gerüchen. Zudem sollten über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten eingenommen und bis zu zwei Liter Wasser getrunken werden. Auch Pfefferminztee kann sehr gut gegen Übelkeit helfen. Die Gabe von 10 bis 25 Milligramm Vitamin B6 hat in zahlreichen Fällen gute Erfolge gebracht. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

Ein Arzt sollte unbedingt aufgesucht werden, wenn Sie:

  • vier- bis fünfmal am Tag erbrechen,
  • keine oder zu wenig Flüssigkeit und Nahrung aufnehmen
  • Gewicht verlieren,
  • Blut im Erbrochenen entdecken.

 

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