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So verläuft die Hand-Fuss-Mund-Krankheit (HFM) bei Kindern und Babys 

Wenn sich an Handinnenflächen, Fusssohlen und im Mund des Kindes viele rötliche Flecken und Bläschen bilden, erschrecken Eltern zunächst. Doch die Hand-Fuss-Mund-Krankheit gilt als harmlos und ist meist nach einer Woche überstanden. Wichtig ist allerdings, dass du dafür sorgst, dass dein Kind genug trinkt. Weil die Krankheit sehr ansteckend ist, sind darüber hinaus bestimmte Hygieneregeln zu beachten.

Hand-Mund-Fuss-Krankheit: Kind zeigt Handflächen voller Bläschen
Typisch für die Hand-Fuss-Mund-Krankheit sind rote Bläschen. © GettyImages Plus, kipgodi

Das Wichtigste in Kürze zu HFM bei Kindern & Babys:

  • Rote Flecken und Bläschen an den Handflächen, unter den Fusssohlen und im Mund gehören zu den typischen Symptomen der Hand-Fuss-Mund-Krankheit. Mehr zu den Symptomen.
  • Babys und Kinder wollen wegen schmerzhafter Entzündungen im Mund oft nicht trinken und müssen deshalb dazu motiviert werden. Weitere wichtige Massnahmen.
  • Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit ist sehr ansteckend. Erkrankte Kinder sollten darum  zuhause bleiben. Mehr dazu.
  • Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 10 Tage. Wenn die Symptome abgeklungen sind, sind Kinder trotzdem oft mehrere Wochen lang ansteckend. Mehr dazu.

Wir haben leider schon wieder mehrere Fälle von Hand-Fuss-Mund», meint die Kita-Betreuerin beim Abholen entschuldigend. Wir sollen nicht erschrecken, wenn wir plötzlich einen Ausschlag feststellen. Denn die Hand-Mund-Fuss-Krankheit verbreitet sich an Orten wie Kitas, Kindergärten oder Schulen meist wie ein Lauffeuer. 

Hand-Fuss-Mund-Krankheit: So zeigt sich HFM bei Babys und Kindern

Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit beginnt mit Symptomen wie bei einem grippalen Infekt: Der Hals tut weh und das Kind will nicht essen und trinken. Beim Temperaturmessen zeigt sich leichtes, manchmal auch hohes Fieber. Spätestens, wenn sich rote Flecken zeigen, ist die Diagnose klar.

Die häufigsten Symptome bei Hand-Fuss-Mund-Krankheit

  • Rote Flecken und Bläschen an Händen, Füssen und im Mund
  • Halsweh
  • Fieber
  • Abgeschlagenheit

Gut zu wissen: Die Bläschen jucken in der Regel nicht. Im Mund – an der Zunge, am Zahnfleisch und an der Mundschleimhaut – können sie aber schmerzhaft sein.

Grafik: HFM - rote Bläschen an Händen, Füssen und im Mund
Die Krankheit lässt sich an den roten Blasen erkennen. © GettyImages Plus, Kisada Muanta

Was tun bei Hand-Fuss-Mund: Behandlung und Hilfe

Die schmerzhaften Entzündungen im Mund können dazu führen, dass das Kind nicht trinken mag. Um zu verhindern, dass es austrocknet, muss es dennoch dazu motiviert werden. Muttermilch, Wasser und Tee reizen die Mundschleimhäute am wenigsten. Ein Strohhalm erleichtert oft das Trinken.

Das Essen sollte nicht heiss, hart, nicht sauer oder scharf, sondern lauwarm oder kühl, mild und weich sein. Bei hohem Fieber sind ausserdem fiebersenkende Medikamente sinnvoll. Am besten fragst du in diesem Fall den Kinderarzt nach der passenden Behandlung.

So ansteckend ist die Hand-Fuss-Mund-Krankheit

Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit gilt als sehr ansteckende Infektion, die verschiedene Gruppen von Enteroviren hervorrufen. Sie betrifft vor allem Kinder unter zehn Jahren, kann aber auch auf Erwachsene übergehen.

So verbreiten sich die Viren:

über die Flüssigkeit in den Bläschen, die das Virus enthalten

über den Stuhl – zum Beispiel beim Popo abputzen oder beim Windelwechsel

durch Gegenstände, an denen das Virus haftet und die von Hand zu Hand wandern

→ durch Tröpfchen beim Husten und Niesen, vor allem in den ersten Tagen der Krankheit

Hygienemassnahmen bei Hand-Fuss-Mund

In den Bläschen, an Gegenständen und Händen kann das Virus nichts ausrichten, wohl aber, wenn es dann – beim Kratzen an der Nase oder beim Essen – an die Schleimhäute gelangt und sich dort vermehrt. Wenn du also ein erkranktes Kind zu Hause hast und dich nicht anstecken willst, solltest du möglichst die eigenen Hände aus dem Gesicht lassen!

Zudem sind folgende Massnahmen empfehlenswert:

  • Kind nicht küssen
  • Hände waschen
  • Gegenstände abwaschen, die das Kind oft oder lange berührt hat
  • Töpfchen bzw. Toilette regelmässig reinigen

Inkubationszeit bei Hand-Fuss-Mund

Laut Robert-Koch-Institut beträgt bei der Hand-Fuss-Mund-Krankheit die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Infektion mit dem Krankheitserreger und dem Auftreten der ersten Symptome, in der Regel 3 bis 10 Tage.

So lange ist man ansteckend mit der Hand-Fuss-Mund-Krankheit

Das Kind ist wieder gesund und munter und hat keine Symptome mehr? Trotzdem ist es möglicherweise noch wochenlang infektiös, denn der Stuhl des Kindes enthält noch bis zu mehrere Wochen Viren.

Die Krankheit kann darüber hinaus durch Erwachsene weitergeben werden, die sich angesteckt haben, ohne es zu bemerken. Mehr als 80 Prozent der Infektionen verlaufen symptomlos, vor allem bei Erwachsenen.

Zuhause bleiben bei Hand-Fuss-Mund: Andere Kinder meiden!

Kinder mit Hand-Fuss-Mund-Krankheit bleiben am besten zu Hause und gehen nicht in die Kita, den Kindergarten oder die Schule! Zum einen brauchen sie Ruhe, zum anderen ist die Krankheit sehr ansteckend.

Ein offizieller Ausschluss aus Kita, Kindergarten oder Schule ist allerdings nicht vorgesehen. «Erkrankte Kinder dürfen dorthin zurückkehren, wenn sie fieberfrei und in gutem Allgemeinzustand sind sowie normal trinken können», informiert das Amt für Gesundheit und Soziales des Kantons Schwyz.

So verbreitet ist die Hand-Fuss-Mund-Krankheit in der Schweiz

Die Hand-Fuss-Mund-Krankheit ist in der Schweiz sehr verbreitet. Sie betrifft vor allem Kinder unter zehn Jahren. Im Spätsommer und im Herbst verbreitet sich das Virus schneller als zu anderen Jahreszeiten. Ist ein Kind in der Kita, der Kindergarten- oder Schulklasse deines Kindes betroffen, ist die Chance gross, dass sich auch dein Kind angesteckt hat.