Verstopfung bei Babys: Probleme mit dem grossen Geschäft

Wenn sich Ihr Baby sehr quält, bevor es etwas in die Windel macht, dann leidet es möglicherweise an einer Verstopfung. Verstopfungen bei Säuglingen haben verschiedene Ursachen. Es gibt einiges, wie Sie Ihrem Kleinen helfen können.

Gegen Verstopfung hilft es, viel zu trinken.

Ausreichend trinken beugt Verstopfung vor. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Vielleicht haben Sie das ja schon bei Ihrem Baby beobachtet: Das Köpfchen läuft hochrot an, es drückt und drückt, aber nichts kommt heraus. Wenn doch etwas in die Windel geht, bereitet es Ihrem Kleinen offensichtlich Schmerzen und hinzu kommen vielleicht noch Bauschmerzen. Ihr Säugling hat Probleme mit dem Stuhlgang. Kommt es immer wieder zu einer Verstopfung, kann dies für Ihr Baby, aber auch für Sie belastend sein. Mit ein paar Dingen können Sie Ihrem Baby jedoch dabei helfen, die Verdauung in Gang zu bringen.

Wann spricht man von einer Verstopfung?

Der rote Kopf allein, wenn Ihr Baby sein grosses Geschäft erledigt, ist noch kein Anzeichen dafür, dass es an Verstopfung leidet. Wenn der Stuhl allerdings sehr fest ist und vielleicht aus kleinen Kügelchen besteht, dann ist dies ein Hinweis darauf, dass Ihr Kind Verdauungsprobleme hat. Dies ist auch der Fall, wenn Ihr Baby für ein oder zwei Tage keinen Stuhlgang hatte. Zumindest gilt dies für Schoppenkinder oder Babys, die schon Breikost bekommen. Bei Stillkindern kann es durchaus normal sein, dass sie mehrere Tage keinen Stuhlgang haben. Stillkinder sind von Verstopfung allerdings auch nur äusserst selten betroffen, da die Muttermilch stimulierend auf den Darm wirkt.

Weitere Anzeichen für Verstopfung sind zudem, dass der Windelinhalt faul riecht und es immer wieder zu übel riechenden Blähungen kommt. Auch ein harter, schmerzender Bauch und ein unglückliches Baby, wenn es versucht, die Windel zu füllen, sind Hinweise auf eine Verstopfung. Vielleicht bemerken Sie sogar ein bisschen Blut in der Windel, das vom starken Pressen und deshalb kleinen Rissen am After herrührt.

Mögliche Ursachen für eine Verstopfung bei Babys

Viele Ursachen für die Verstopfung sind hausgemacht und lassen sich, wenn einmal als solche erkannt, vermeiden. Ein häufiger Grund für eine Verstopfung bei Babys ist zu wenig Flüssigkeitsaufnahme. Zu Dehydrierung kann es zum Beispiel kommen, wenn Ihr Baby Fieber hat oder krank ist und deshalb nicht viel trinken möchte oder wenn es draussen sehr heiss ist. Eventuell könnte es auch an falscher Zubereitung der Flaschennahrung liegen. Überprüfen Sie, ob Sie das auf der Packung angegebenen Wasser-Milch-Verhältnis einhalten. Allerdings ist Säuglingsnahrung auch bei korrekter Zubereitung weniger gut verdaulich als Muttermilch.

Manche Babys reagieren sehr sensibel auf die Einführung von Beikost oder neuer Nahrung. Feste Nahrung ist deshalb ebenfalls ein sehr verbreiteter Grund für Verstopfung.

Ausreichend Bewegung regt die Darmtätigkeit an. Wenn Ihr Baby nicht genügend Gelegenheit zum Strampeln hat, kann sich dies ebenfalls negativ auf den Stuhlgang auswirken. In seltenen Fällen kann die Verstopfung auch ein Zeichen für eine Krankheit sein, wie zum Beispiel eine Lebensmittelallergie oder eine angeborene Darmkrankheit.

Leidet Ihr Baby zum ersten Mal unter einer schwereren Verstopfung, besonders wenn es noch sehr jung ist, oder wenn trotz Selbsthilfemassnahmen nach zwei Wochen keine Besserung eintritt, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Hat Ihr Baby oder Kleinkind neben der Verstopfung auch noch heftige Bauchschmerzen, einen sehr harten Bauch oder Bauchkrämpfe, sollten Sie sofort zum Arzt. Dies könnte ein Hinweis auf eine schwerere Erkrankung wie zum Beispiel ein Darmverschluss sein.

Lesen Sie auch: Was die Ursachen für Bauchschmerzen beim Baby sind.

Das hilft Ihrem Baby bei Verstopfung

Krankheitsbedingte Gründe für eine Verstopfung sind jedoch nur sehr selten. In den meisten Fällen können Sie Ihrem Kleinen dabei helfen, seinen Stuhlgang zu regulieren. Zunächst einmal sollten Sie darauf achten, dass Ihr Baby genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Bieten Sie Ihrem Kind dazu zwischen den Mahlzeiten Wasser oder Fencheltee an. Auch verdünnter Apfel- oder Pflaumensaft kann hilfreich sein.

Wenn Ihr Baby nur ungern trinkt, können Sie den Brei mit etwas extra Wasser anreichern. Die Schoppennahrung sollten Sie aber nicht verdünnen, sondern gemäss der Packungsbeilage zubereiten. Eventuell könnte es helfen, eine andere Säuglingsnahrung auszuprobieren.

Wenn Ihr Baby schon Beikost isst, sollten Sie auf stopfende Lebensmittel wie Bananen, Karotten oder Reis verzichten und stattdessen lieber ballaststoffreiche Nahrung wie Äpfel, Trauben oder Aprikosen auf den Speiseplan setzen.

Lassen Sie Ihr Baby viel frei strampeln. Sie können ihm auch dabei helfen, indem Sie beim Wickeln mit den kleinen Beinchen Velo fahren.

Milchzucker ist ebenfalls eine Möglichkeit, um den Stuhlgang Ihres Babys weicher zu machen. Es eignet sich auch schon für Säuglinge. Da jedoch sowohl Schoppennahrung als auch Muttermilch bereits Milchzucker enthalten, sollte dies nicht als Dauergabe in den ersten sechs Lebensmonaten gegeben werden.

Achtung bei kalkhaltigem Wasser

Wohnen Sie in einem Gebiet, in dem das Wasser sehr kalkhaltig ist? Dann kann dies ebenfalls für eine Verstopfung sorgen! Kalk kann sich mit Säuren aus der Milch im Darm verbinden und zu einem festen und bröckeligen Stuhlgang führen. In diesem Fall sollten Sie spezielles Babywasser zur Zubereitung der Schoppen verwenden.

HiPP

HiPP widmet sich seit über 60 Jahren aus tiefster Überzeugung und mit größter Sorgfalt der Herstellung von Premium-Babynahrung in bester Bio-Qualität. HiPP unterstützt Sie und Ihr Baby von Anfang an. mehr »

Das könnte Sie auch interessieren

Services & Newsletter