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Verstopfung bei Babys: Probleme mit dem grossen Geschäft

Wenn sich Ihr Baby sehr quält, bevor es in die Windel macht, dann leidet es möglicherweise an einer Verstopfung. Verstopfungen bei Säuglingen haben verschiedene Ursachen. Es gibt mehrere Wege, wie Sie Ihrem Kleinen helfen können.

Genügend Flüssigkeitszufuhr verhindert Verstopfung.

Anzeichen für Verstopfung sind häufig Blähungen und Schmerzen im Bauchbereich. Bild: danchooalex, E+, Getty Images Plus

Das Wichtigste in Kürze:

Vielleicht haben Sie das ja schon bei Ihrem Baby beobachtet: Das Köpfchen läuft hochrot an, es drückt und drückt, häufig beginnt es zu weinen aber trotzdem kommt nichts heraus. Wenn doch etwas in die Windel geht, bereitet es Ihrem kleinen Kind offensichtlich Schmerzen und hinzu kommt vielleicht noch Bauchweh.

Ihr Säugling hat Probleme mit dem Stuhlgang. Kommt es immer wieder zu einer Verstopfung, kann dies für Ihr Baby, aber auch für Sie belastend sein. Mit ein paar Tipps können Sie Ihrem Baby dabei helfen, die Verdauung wieder in Gang zu bringen und vom Bauchweh erlöst zu werden. 

Wann spricht man von einer Verstopfung?

Der rote Kopf allein, wenn Ihr Baby sein grosses Geschäft erledigt, ist soweit normal und noch kein Anzeichen dafür, dass es an Verstopfung leidet. Wenn das Kind allerdings grosse Mühe und sichtlich Schmerzen beim Stuhlgang hat, der Stuhl dann sehr fest ist und aus kleinen Kügelchen besteht, dann ist dies ein Hinweis darauf, dass Ihr Kind Verdauungsprobleme hat.

Dies ist auch der Fall, wenn Ihr Baby für ein oder zwei Tage keinen Stuhlgang hatte. Zumindest gilt dies für Schoppenkinder oder Babys, die schon Breikost bekommen. Bei Kindern, welche noch gestillt werden, kann es durchaus normal sein, dass sie mehrere Tage keinen Stuhlgang haben.

Stillkinder sind von Verstopfung nur äusserst selten betroffen, da die Muttermilch der stillenden Mutter stimulierend auf den Darm wirkt und die Verdauung anregt. 

Weitere Anzeichen für Verstopfung sind zudem, dass der Windelinhalt des Kindes faul riecht und immer wieder übel riechenden Blähungen den kleinen Körper verlassen. Auch ein harter Bauch und ein unglückliches Baby, wenn es versucht, die Windel zu füllen, sind Hinweise auf eine Verstopfung. Vielleicht bemerken Sie sogar ein bisschen Blut in der Windel, welches ein Anzeichen für zu starkes Pressen ist. 

Mögliche Ursachen für eine Verstopfung bei Babys

Viele Ursachen für die Verstopfung sind hausgemacht und lassen sich, wenn einmal als solche erkannt, vermeiden. Ein häufiger Grund für eine Verstopfung bei Babys ist zu wenig Flüssigkeitsaufnahme. Zu Dehydrierung kann es zum Beispiel kommen, wenn Ihr Kind Fieber hat oder krank ist und deshalb nicht viel trinken möchte oder wenn es draussen sehr heiss ist.

Eventuell könnte es auch an falscher Zubereitung der Flaschennahrung liegen. Überprüfen Sie, ob Sie das auf der Packung angegebenen Wasser-Milch-Verhältnis einhalten. Allerdings ist Säuglingsnahrung auch bei korrekter Zubereitung weniger gut verdaulich als Muttermilch.

Manche Babys reagieren sehr sensibel auf die Einführung von Beikost oder neuer Nahrung. Feste Nahrung zu essen ist deshalb ebenfalls ein sehr verbreiteter Grund für Probleme mit der Verdauung, so wie auch das Essen von übermässig stopfenden Lebensmitteln wie Bananen oder Getreide. 

Ausreichend Bewegung ist gesund und regt die den Magen-Darum-Trakt des Kindes an. Wird Neugeborenen, Säuglingen und Kindern nicht genügend Gelegenheit zum Strampeln gegeben, kann sich dies ebenfalls negativ auf den Stuhlgang auswirken. In seltenen Fällen kann die Verstopfung auch ein Zeichen für eine Krankheit sein, wie zum Beispiel eine Lebensmittelallergie oder eine angeborene Darmkrankheit.

Leidet Ihr Baby zum ersten Mal unter einer schwereren Verstopfung, besonders wenn es noch sehr jung ist, oder wenn trotz Selbsthilfemassnahmen nach zwei Wochen keine Besserung eintritt, sollten Sie mit Ihrem Kind einen Arzt aufsuchen.

Hat Ihr Baby oder Kleinkind neben der Verstopfung auch noch heftige Bauchschmerzen, einen sehr verhärteten Bauch oder Krämpfe im Bauch, sollten Sie sofort zum Arzt. Dies könnte ein Hinweis auf eine schwerere Erkrankung wie zum Beispiel ein Darmverschluss sein.

Lesen Sie auch: Was die Ursachen für Bauchschmerzen beim Baby sind.

Das hilft Ihrem Baby bei Verstopfung

Krankheitsbedingte Gründe für eine Verstopfung bei einem Kind sind nur sehr selten. In den meisten Fällen können Sie Ihrem kleinen Kind dabei helfen, seinen Stuhlgang zu regulieren. Zunächst einmal sollten Sie darauf achten, dass Ihr Baby ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt.

Bieten Sie Ihrem Kind dazu zwischen den Mahlzeiten Wasser oder Fencheltee an. Auch verdünnten Apfel- oder Pflaumensaft zu trinken kann hilfreich sein, damit Ihr Kleinkind von den Bauchschmerzen schnellstmöglich erlöst wird. 

Wenn Ihr Baby nur ungern trinkt, können Sie den Brei mit etwas extra Wasser anreichern. Die Schoppennahrung sollten Eltern aber nicht verdünnen, sondern gemäss der Packungsbeilage normal zubereiten. Eventuell könnte es helfen, eine andere Säuglingsnahrung auszuprobieren, um den Stuhlgang zu verbessern. 

Wenn Ihr Baby schon Beikost isst, sollten Sie auf stopfende und blähende Nahrungsmittel wie Bananen, Karotten oder Reis verzichten und stattdessen lieber auf eine ballaststoffreiche Ernährung mit Äpfeln, Trauben oder Aprikosen achten. 

Lassen Sie Ihr Baby viel frei strampeln. Sie können ihm auch dabei helfen, indem Sie beim Wickeln mit den kleinen Beinchen Velo fahren.

Milchzucker ist ebenfalls eine Möglichkeit, um den Stuhlgang Ihres Babys weicher zu machen. Es eignet sich auch schon für Säuglinge. Da jedoch sowohl Schoppennahrung als auch Muttermilch bereits Milchzucker enthalten, sollte dies nicht als Dauergabe in den ersten sechs Lebensmonaten gegeben werden.

Achtung bei kalkhaltigem Wasser

Wohnen Sie in einem Gebiet, in dem das Wasser sehr kalkhaltig ist? Dann kann dies ebenfalls für eine Verstopfung sorgen! Kalk kann sich mit Säuren aus der Milch im Darm verbinden und zu einem bröckeligen und harten Stuhl führen. In diesem Fall sollten Sie spezielles Babywasser zur Zubereitung der Schoppen verwenden.