Baby > Gesundheit & PflegeHausmittel für Babys: Das hilft bei Husten, Schnupfen & Co. – und was du besser weglässt Julia Wohlgemuth Wenn dein Baby mit einer Erkältung kämpft, ein Fieberköpfchen hat oder unter Bauchschmerzen leidet, können sanfte Hausmittel die Symptome lindern. Wichtig ist dabei zweierlei: Dein Baby muss genug trinken – solange es nur Milch bekommt, heisst das häufiger anlegen oder häufigere kleine Schoppen. Und einige verbreitete Hausmittel sind für Säuglinge ausdrücklich nicht geeignet. Hier erfährst du, welche Hausmittel für Babys taugen, welche du weglassen musst und wann du ärztliche Hilfe holst. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Fieber? Hausmittel können bei einer Erkältung zur Linderung beitragen – ersetzen aber die ärztliche Abklärung nicht. Bild: Suzi Media Production, Getty Images Das Wichtigste in Kürze: Hausmittel ersetzen den Arztbesuch nicht. Lies hier, wann du ärztliche Hilfe holst. Kein Honig im ersten Lebensjahr – auch nicht gegen Husten. Honig kann Sporen enthalten, die bei Säuglingen einen Säuglingsbotulismus auslösen. Keine ätherischen Öle auf Gesicht, Nase und Brust von Säuglingen, und nie über einer Schüssel mit heissem Wasser inhalieren. Mehr dazu. Bei Schnupfen und verstopfter Nase helfen ein paar Tropfen Muttermilch oder eine fertige Kochsalzlösung aus der Apotheke. Mehr erfahren. Bei Erkältungen wirken eine aufgeschnittene Zwiebel im Zimmer und eine leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit wohltuend. Lagere dein Baby ausserdem mit dem Oberkörper leicht erhöht, damit der Schleim ablaufen kann. Mehr erfahren. Ohrenschmerzen gehören beim Baby immer ärztlich angeschaut. Wärme kann bis dahin guttun. Mehr erfahren. Um Bauchweh und Blähungen vorzubeugen, sollte dein Baby nach jeder Mahlzeit aufstossen. Mehr erfahren. Beim Zahnen lindert Herumbeissen auf etwas Weichem den Schmerz – etwa auf einem sauberen, feuchten Waschlappen. Mehr dazu. Bei Babys unter drei Monaten gilt: ab 38,0 °C sofort ärztlich abklären. Bei älteren Babys spricht man ab 38,5 °C von Fieber; ob es zum Arzt muss, entscheidet dann vor allem, wie es deinem Baby geht. Hausmittel fürs Baby bei Erkältung und Grippe Infekte gehören zur Entwicklung des kindlichen Immunsystems dazu. Angenehm sind Schnupfen, Husten und eine verstopfte Nase deswegen trotzdem nicht, das wissen wir Erwachsenen aus eigener Erfahrung. Man fühlt sich schlapp, hat Schmerzen in Hals und Rachen, die Nase tropft oder ist dauerhaft verstopft. Die Symptome einer Erkältung lassen sich schon mit wenigen Tropfen Muttermilch, einem warmen Tuch um den Brustkorb oder einer aufgeschnittenen Zwiebel im Zimmer lindern. Um diese Hausmittel geht es hier. Woran du eine Erkältung erkennst und was bei abschwellenden Nasentropfen gilt, liest du im Ratgeber Erkältung bei Babys. Dort findest du auch alle Warnzeichen bei Husten und Schnupfen. Diese Hausmittel sind für Babys nicht geeignet Honig. Honig ist eine bekannte Quelle für den Säuglingsbotulismus; Säuglingen unter einem Jahr soll deshalb kein Honig verabreicht werden.[1] Honigmilch gegen Hustenreiz kommt deshalb erst nach dem ersten Geburtstag infrage.[2] Die Regel gilt auch für kleinste Mengen, für Honig im Tee und für gekochte Speisen mit Honig. Ätherische Öle wie Eukalyptus, Pfefferminze (Menthol) oder Kampfer. Wegen des Menthol-Anteils sollen Anwendungen im Gesicht und bei Säuglingen auch im Brustbereich vermieden werden.[4] Salben mit ätherischen Ölen sollen bei Kindern generell zurückhaltend eingesetzt werden.[2] Das betrifft Erkältungsbalsam, Einreibungen, Inhalationszusätze und Badezusätze gleichermassen. Inhalieren über einer Schüssel mit heissem Wasser. Für Babys und Kleinkinder ist das keine Option: Die Verbrühungsgefahr ist zu gross. Wadenwickel bei Babys unter sechs Monaten. Bei Kindern unter sechs Monaten sind Wadenwickel, Waschungen und abfallende Bäder nicht angezeigt.[4] Hat dein Baby ätherisches Öl verschluckt oder zu viel davon abbekommen, berät dich Tox Info Suisse rund um die Uhr unter der Notfallnummer 145.[6] Generell ist es bei Erkältungen wichtig, dass dein Baby genug trinkt. Solange es noch keine Beikost bekommt, deckt Muttermilch oder Schoppenmilch den Flüssigkeitsbedarf: Leg dein Baby dann einfach häufiger an oder gib häufigere, kleinere Schoppen. Zusätzliche Getränke wie Tee oder Wasser sind in dieser Zeit nicht nötig. Ob und wann sie sinnvoll sind, besprichst du am besten mit der Kinderärztin oder der Mütterberatung. Isst dein Kind bereits Brei, kannst du ihm zwischendurch ungesüssten Tee oder Wasser anbieten. Auch frische Luft tut deinem erkälteten Baby gut: Hat es kein Fieber und ist es warm genug eingepackt, spricht nichts gegen einen Spaziergang. Welche Hausmittel helfen bei Schnupfen? Wenn dein Baby Schnupfen hat, solltest du besonders darauf achten, dass seine Nase frei bleibt. Denn eine verstopfte Nase erschwert das Atmen und Trinken enorm. Eine gute Nasenpflege mit Kochsalzlösung und eine erhöhte Lagerung des Oberkörpers beim Schlafen lindern nachts sowohl den Schnupfen als auch den Hustenreiz.[2] Zum Reinigen kannst du ein sauberes Mulltuch mit abgekochtem, abgekühltem Wasser leicht befeuchten, zwirbeln und damit vorsichtig den Naseneingang säubern. Führe das Tuch nicht in die Nase ein, denn die Schleimhaut eines Babys ist sehr empfindlich. Und befreie die Nase deines Säuglings keinesfalls mit einem Wattestäbchen: Das kann bei einer ruckartigen Bewegung zu Verletzungen führen. Damit die Nase frei bleibt, kannst du sie sanft befeuchten: 💧 Muttermilch befeuchtet die Nase und ist immer verfügbar. Träufle dafür mehrmals täglich wenige Tropfen mit einer sterilen Pipette in die Nasenlöcher. 💧 Isotonische Kochsalzlösung (NaCl 0,9 %) aus der Apotheke – als Tropfen oder Spray für Säuglinge. Sie ist steril und richtig dosiert und deshalb für Babys die einfachste Wahl. Abschwellende Nasentropfen sind kein Hausmittel: Ob und welche dein Baby bekommen darf, besprichst du mit der Kinderärztin oder in der Apotheke. Was wirkt schleimlösend beim Baby? Damit der Schleim besser ablaufen kann, sollte dein Baby mit dem Oberkörper leicht erhöht liegen.[2] Leg dafür ein dickes Handtuch unter die Matratze. Kissen, Decken oder Nestchen gehören nicht ins Babybett. Altbewährte Wickel mit Kartoffeln oder Quark solltest du bei Kindern unter einem Jahr noch nicht anwenden. Stattdessen kannst du ein Handtuch oder eine Mullwindel auf der Heizung anwärmen und deinem Baby locker um den Brustkorb wickeln. Prüfe die Temperatur immer zuerst an deiner eigenen Handgelenkinnenseite: Das Tuch soll angenehm warm sein, nie heiss. Die Wärme wirkt entkrampfend und angenehm. Vorsicht mit ätherischen Ölen: Eukalyptus, Pfefferminze und Kampfer gehören bei Säuglingen und Kleinkindern nicht auf Gesicht und Nase. Wegen des Menthol-Anteils gilt das bei Säuglingen ausdrücklich auch für den Brustbereich.[4] Salben mit ätherischen Ölen sollen bei Kindern zurückhaltend eingesetzt werden; sie können die Nasenatmung etwas verbessern, den Husten beeinflussen sie in der Regel nicht.[2] Bei deinem Baby lässt du Erkältungsbalsam deshalb besser ganz weg. Stattdessen kannst du eine Zwiebel aufschneiden und ausser Reichweite des Kindes neben das Bett stellen: Aufgeschnittene Zwiebeln gehören zu den Hausmitteln, die den Hustenreiz lindern können.[2] Tipp: Damit die Schleimhäute nicht austrocknen und sich der Schleim besser löst, sorgst du für eine leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit. Das gelingt einfach, indem du ein feuchtes Handtuch über die Heizung im Kinderzimmer hängst. Hausmittel fürs Baby bei Husten und Halsweh Auch wenn dein Baby Husten und Halsweh hat, ist eine erhöhte Luftfeuchtigkeit zu empfehlen. Du kannst im Badezimmer ein paar Minuten die warme Dusche laufen lassen, bis sich Dampf bildet, und anschliessend mit deinem Baby im feuchtwarmen Raum auf- und abgehen. So werden die Schleimhäute befeuchtet und das Sekret kann besser ablaufen. Wichtig: Halte dein Baby dabei nie in den Duschstrahl und lass es nie unbeaufsichtigt im Bad. Und inhaliere mit einem Baby oder Kleinkind niemals über einer Schüssel mit heissem Wasser – umgekippte Schüsseln und heisser Dampf gehören zu den häufigen Verbrühungsursachen im Kleinkindalter. Um deinem Baby das Abhusten und Atmen zu erleichtern, ist es auch hier sinnvoll, das obere Ende des Bettchens zu erhöhen. Zur Kinderärztin gehört dein Kind, wenn es jünger als einen Monat ist und hustet, wenn der Husten länger als zwei Wochen dauert, oder wenn es bellend hustet. Kommen Atemnot, pfeifende oder sehr schnelle Atmung, eine bläuliche Verfärbung der Haut, hohes Fieber oder schlechtes Trinken dazu, hol sofort ärztliche Hilfe.[2] Bei schwerer Atemnot oder blauen Lippen wählst du den Notruf 144. Was tun, wenn das Baby Ohrenschmerzen hat? Ohrenschmerzen treten bei Babys und Kindern häufig auf, oft als Begleiterscheinung einer Erkältung. Dahinter steckt nicht selten eine Mittelohrentzündung, und die gehört bei einem Baby ärztlich angeschaut. Ein Arztbesuch ist sinnvoll, aber in der Regel nicht notfallmässig nötig – ausser bei unstillbaren Schmerzen, bei schlechtem Zustand trotz Schmerzmittel, bei ständigem Erbrechen oder bei einer Schwellung im Bereich des Ohres. Dann geht es sofort in die Notfallstation.[5] Bis zum Termin kann Wärme guttun. Ein angewärmtes Kirschkernsäckchen etwa empfinden viele Kinder als wohltuend. Prüfe die Temperatur immer zuerst an deinem eigenen Handgelenk. Bei starken Schmerzen reagieren die Kleinen jedoch meist sehr empfindlich auf Berührungen. Dann kannst du eine Rotlichtlampe so positionieren, dass sie dein Baby aus der Distanz wärmt – etwa vom Nachttisch aus. Halte genügend Abstand, schirme die Augen deines Babys ab, begrenze die Anwendung auf wenige Minuten und lass dein Baby nie unbeaufsichtigt, während die Lampe eingeschaltet ist. Auch ein Zwiebelsäckchen ist ein altes Hausmittel bei Ohrenschmerzen. Das Säckchen besteht aus einem Stofftuch, in das gehackte Zwiebeln eingeschlagen sind, und wird vor der Anwendung leicht angewärmt. Ein Wirknachweis fehlt, viele Eltern beschreiben es aber als angenehm. Als Ersatz für die ärztliche Abklärung taugt es nicht. So funktioniert das Zwiebelsäckchen: Schneide eine Zwiebel in kleine Stücke und zerdrücke sie leicht. Die Zwiebelstückchen in ein sauberes Tuch legen und dieses so einrollen oder falten, dass nichts herausfallen kann. Wärme es anschliessend zwischen zwei Wärmflaschen leicht an. Prüfe die Temperatur unbedingt an deiner eigenen Handgelenkinnenseite, bevor das Säckchen ans Ohr kommt – aus der Mikrowelle kommen Wickel oft ungleichmässig heiss aus dem Gerät und können die Haut verbrennen. Fixiere das Säckchen locker mit einer Wollmütze und nimm es ab, sobald es abgekühlt ist oder dein Baby unruhig wird. Welche Hausmittel helfen gegen Bauchweh bei Babys? Neben einem grippalen Infekt kommen Probleme rund um die Verdauung bei Babys häufig vor. Auch hier helfen Hausmittel, die Symptome zu lindern. Gerade in den ersten drei Monaten haben manche Babys oft mit Blähungen und Bauchschmerzen zu kämpfen. Dahinter steckt meist keine Krankheit, sondern häufig die Anpassung an die Welt ausserhalb des Mutterleibes. Du kannst deinem Baby bei den sogenannten Dreimonatskoliken helfen, indem du sicherstellst, dass es nach jeder Mahlzeit aufstösst. So sorgt die beim Trinken verschluckte Luft nicht für Bauchschmerzen. Bei Bauchweh hilft ausserdem eine Bauchmassage: Streiche dafür mit wenigen Tropfen leicht erwärmtem Öl (etwa Mandelöl) im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum. Wärme tut auch in Form eines Kirschkernkissens gut. Auch hier gilt: erst an der eigenen Haut prüfen, dann aufs Baby. Isst dein Baby schon Beikost, gilt Fencheltee als gut verträglich. Solange es ausschliesslich Milch bekommt, braucht es keinen Tee: Häufigeres Anlegen beruhigt einen unruhigen Bauch ebenso gut. Halten die Bauchschmerzen an, schreit dein Baby untröstlich oder trinkt es schlechter, gehört das in die Kinderarztpraxis. Hausmittel gegen Verstopfung Auch wenn dein Baby unter Verstopfung leidet, kann Wärme dabei helfen, die Verdauung in Gang zu bringen. Bewegung ist ebenfalls wichtig. Lass dein Baby viel strampeln, besonders wenn es gerade keine Windel trägt, hat es viel Freude an der Bewegung. Du kannst das unterstützen, indem du mit den kleinen Beinchen «Velo» fährst. Wenn dein Baby bereits Brei isst, kann ballaststoffreiche Kost die Verdauung unterstützen. Hält die Verstopfung an, kommt Blut am Stuhl dazu oder wirkt dein Baby dabei krank, klärst du das in der Kinderarztpraxis ab. Bei Durchfall ist ausreichend Flüssigkeit besonders wichtig. Bei gestillten Babys heisst das: häufiger anlegen. Bei Säuglingen solltest du mit Durchfall aber nicht lange zuwarten, bevor du ärztliche Hilfe holst – ganz besonders, wenn Erbrechen und Fieber dazukommen, wenn die Windeln deutlich seltener nass sind oder wenn dein Baby die Mahlzeiten verweigert. Welche Hausmittel helfen bei wundem Po? Wenn Babys Verdauungsprobleme haben, geht damit oft auch ein wunder Po einher. Dagegen hilft es meist schon, wenn du den Windelbereich beim Wickeln jedes Mal sanft mit einem feuchten, sauberen Lappen reinigst und häufiger wickelst. Ausserdem tut es der empfindlichen Haut gut, wenn dein Baby nach dem Wickeln einige Minuten ohne Windel strampeln darf. Eine Wund- oder Zinksalbe schützt die Haut zusätzlich. Quarkwickel gehören dagegen nicht in den Windelbereich: Bei Kindern unter einem Jahr sind sie nicht angezeigt, und auf gereizter Haut kühlen sie zu stark aus. Nässt die Haut, bilden sich Bläschen oder bessert sich die Rötung nach ein paar Tagen nicht, lass es ärztlich anschauen: Dahinter kann ein Pilz stecken. Fiebersenkende Hausmittel fürs Baby Wenn Babys an einer Infektion leiden, haben sie oft auch Fieber. Doch viele Eltern sind unsicher: Wann ist es nur erhöhte Temperatur und wann spricht man von Fieber? Die Grenze hängt vom Alter ab: Von Fieber spricht man, wenn die Körpertemperatur bei Säuglingen unter drei Monaten 38 °C und bei älteren Kindern 38,5 °C übersteigt.[3] Bei Säuglingen unter drei Monaten mit Fieber ab 38 °C gilt: unverzüglich ärztlich vorstellen. Bei älteren Babys und Kleinkindern zählt vor allem, wie es deinem Kind geht.[3] Unabhängig von der gemessenen Temperatur gehört dein Baby zur Ärztin, wenn es ständig erbricht oder die Flüssigkeitsaufnahme verweigert Atemnot hat zunehmend apathisch oder teilnahmslos wird einen Ausschlag mit flohstichartigen, nicht wegdrückbaren roten Punkten hat einen Fieberkrampf hatte sich ungewohnt verhält oder du ein ungutes Gefühl hast.[3] Nicht wegdrückbare Hautflecken zusammen mit Fieber, ein steifer Nacken oder starke Lichtempfindlichkeit können auf eine Hirnhautentzündung hinweisen. Das ist ein Notfall. Als fiebersenkende Massnahme sind Wadenwickel bei Babys unter sechs Monaten nicht geeignet, ebenso wenig Waschungen und abfallende Bäder.[4] Ist dein Kind älter als sechs Monate, gelten diese Regeln: Nur anwenden, wenn dein Kind warme Hände und Füsse hat. Friert es, zittert es oder sind die Extremitäten kalt, sind Wadenwickel nicht angezeigt. Tücher mit lauwarmem Wasser tränken, nicht mit kaltem. Alternativ Essigwasser (¼ Essig, ¾ Wasser). Um Waden und Oberschenkel wickeln, die Füsse dabei frei lassen. 10 bis 20 Minuten wirken lassen.[4] Was immer hilft: dein Baby nur leicht bekleiden und zudecken, häufig kleine Flüssigkeitsmengen anbieten und die Bettwäsche oft wechseln, damit dein Baby im Trockenen liegt.[3] Nicht die Höhe des Fiebers zählt, sondern wie es deinem Kind geht. Was hilft beim Zahnen bei Babys? Wenn dein Baby circa ab dem sechsten Lebensmonat langsam Zähne bekommt, geht damit eine grosse Belastung einher – denn Zahnen tut weh. Zum Glück gibt es einfache Hausmittel, die den Schmerz lindern. Zahnende Babys kauen gerne auf etwas herum, weil das gegen Druck und Schmerz hilft. Gut geeignet ist ein sauberer, feuchter Waschlappen, den du regelmässig ausspülst und wechselst. Tipp: Du kannst ihn auch in frischen, abgekühlten Kamillentee tunken. Alternativ gibt es Beissringe zu kaufen, gekühlt, aber nie tiefgefroren, weil die harte Oberfläche sonst das Zahnfleisch schädigen kann. Nicht geeignet sind harte, rohe Nahrungsstücke wie eine geschälte Karotte oder ein Apfelschnitz: Sobald die ersten Zähnchen da sind, beisst dein Baby Stücke ab, und die können in die Luftröhre geraten. Beaufsichtigung schützt davor nicht zuverlässig. Verschluckt sich dein Baby beim Essen und hustet plötzlich stark, gehört es sofort ärztlich untersucht.[2] Auch eine leichte Massage tut gut: Wasche dir dafür gründlich die Hände und massiere mit dem Zeigefinger vorsichtig das gereizte Zahnfleisch. Manche Babys beruhigt zusätzlich eine sanfte Fussmassage – nicht wegen eines nachgewiesenen Reflexzonen-Effekts, sondern weil ihnen die ruhige Berührung guttut. Hausmittel ersetzen den Arztbesuch nicht Altbewährte Hausmittel aus Grosis Zeiten können deinem Baby helfen, sich wohler zu fühlen. Sie ersetzen den Arztbesuch aber nicht. Hol ärztliche Hilfe, wenn die Symptome nach wenigen Tagen nicht besser werden dein Baby erst ein paar Wochen alt ist dein Baby besonders schlapp und krank wirkt oder deutlich schlechter trinkt dein Baby jünger als drei Monate ist und Fieber ab 38 °C hat dein Instinkt dir sagt, dass etwas nicht stimmt. Sofort den Notruf 144 wählen bei Atemnot, bei bläulicher Verfärbung von Lippen oder Haut, bei verändertem Bewusstsein, bei roten oder blauen Hautflecken oder bei einem Fieberkrampf, der länger als drei Minuten dauert.[4] Bei Vergiftungsverdacht: Tox Info Suisse, Notfallnummer 145 – rund um die Uhr, kostenlos. Kein Erbrechen herbeiführen und keine Flüssigkeit einflössen, bevor du dort angerufen hast.[6] Das gilt zum Beispiel für verschluckte ätherische Öle. Quellen Bundesamt für Gesundheit BAG: Botulismus – das Wichtigste in Kürze (Stand April 2023), PDF, abgerufen am 07.08.2026. Universitäts-Kinderspital Zürich: Notfall-Elterninformation «Husten» (8/2023), PDF, abgerufen am 07.08.2026. Universitäts-Kinderspital Zürich: Notfall-Elterninformation «Fieber» (06/2023), PDF, abgerufen am 07.08.2026. Ostschweizer Kinderspital: Fieber – Merkblatt für Eltern (Version 3.2), PDF, abgerufen am 07.08.2026. Universitäts-Kinderspital Zürich: Notfall-Elterninformation «Mittelohrentzündung», PDF, abgerufen am 07.08.2026. Tox Info Suisse: Vergiftungsnotruf 145 (24 h), abgerufen am 07.08.2026.