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Checkliste zur Vorbereitung auf die Taufe

Das erste grosse Familienfest steht vor der Tür: die Taufe. Eine besondere Erfahrung für Kind und Eltern. Bei der Vorbereitung lohnt es sich, Schritt für Schritt vorzugehen – von der Anmeldung über Gotti und Götti bis zu Ablauf, Kosten und der Feier danach. Diese Master-Checkliste hilft dir, alles entspannt zu planen.

Alles bereit für die Taufe?
Der Weg der Taufe als besondere Erfahrung für Eltern und Kind. Bild: wlablack, iStock, Thinkstock

Die Bedeutung einer Taufe

Die Taufe ist in den christlichen Kirchen ein Sakrament und damit ein sichtbares Zeichen von Gottes Nähe. «Die Taufe verbindet mit Jesus Christus: in ihm zeigt Gott den Menschen, dass er sie bedingungslos liebt», informieren die Reformierte und Katholische Kirche im Kanton Zürich in der gemeinsamen Broschüre «Taufe - Ein Weg beginnt». Die Taufe drückt aus, dass Gott das Kind mit dem Namen ruft, den du als Elternteil gibst. Gleichzeitig ist sie eine Feier der Beziehung Gottes mit den Menschen – und sie bedeutet die Aufnahme des Kindes in die christliche Gemeinschaft.

Voraussetzungen & Anmeldung in der Schweiz

Mitgliedschaft: Wer muss dabei sein?

Die konkreten Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Kirche und Kirchgemeinde. Häufig gilt: Mindestens ein Elternteil ist Mitglied der Kirche, in der getauft wird, oder es gibt eine klare Bezugsperson, die den christlichen Weg mitträgt (zum Beispiel Gotti oder Götti). Wenn du (oder ihr) nicht kirchlich seid, lohnt sich ein offenes Gespräch im Pfarramt: Viele Gemeinden finden Lösungen, wenn die Taufe gut begründet ist und ihr bereit seid, die Bedeutung der Taufe mitzudenken.

Unterlagen & Fristen

Frag im Pfarramt nach, welche Unterlagen du brauchst. In der Regel werden das Familienstammbuch und die Geburtsurkunde des Kindes benötigt, ebenso die Namen und Adressen der Paten. Eventuell brauchst du auch eure Taufscheine und Heiratsurkunden. Plane genug Zeit ein: In manchen Gemeinden sind beliebte Sonntage oder Daten (Frühling/Sommer) früh ausgebucht. Wenn ein Apéro oder Restaurantbesuch geplant ist, lohnt es sich, erst zu reservieren, wenn der Tauftermin definitiv bestätigt ist.

Taufe ausserhalb Wohnpfarrei

Wenn du ausserhalb deiner Wohnpfarrei taufen lassen möchtest (z.B. in deiner Heimatgemeinde), klär früh ab, welche Schritte nötig sind. Oft braucht es eine formelle Erlaubnis oder Bestätigung der Wohnkirchgemeinde. Das Pfarramt kann dir sagen, was in deinem Kanton üblich ist und welche Dokumente dafür verlangt werden.

Zur Taufe gehören Paten

Mit der Taufe erhält das Kind Paten, eine Gotte und/oder einen Götti. Das Wort Pate leitet sich von dem lateinischen Begriff «patronus» ab, das «Zeuge» und «Beistand» bedeutet. Entsprechend bezeugen die Paten das Taufversprechen der Eltern, das Kind im christlichen Glauben aufzuziehen. Darüber hinaus sollen sie dich in der Erziehung zum christlichen Glauben unterstützen. Bedeutungsvoller als heute war früher auch die Aufgabe der Paten, dem Kind in Notlagen beizustehen. Heute sehen viele Eltern in den Paten weitere enge Bezugspersonen für ihr Kind.

Voraussetzungen für die Patenschaft

Wer Pate werden will, sollte in der Regel mindestens 16 Jahre alt sein, einer christlichen Konfession angehören und konfirmiert bzw. gefirmt sein. Sollten die Paten, die du gerne wählen möchtest, diese Kriterien nicht erfüllen können, sprich mit deinem Pfarrer.

Voraussetzungen je Kirche (Schweiz) – grobe Orientierung

Reformiert: Häufig wird erwartet, dass mindestens ein Elternteil reformiert ist und dass mindestens eine Patin oder ein Pate Mitglied einer christlichen Kirche ist. Details regelt die jeweilige Kirchgemeindeordnung.

Röm.-katholisch: In der Regel braucht es mindestens eine Patin oder einen Paten, die oder der röm.-katholisch ist, getauft und gefirmt wurde und die Patenschaft übernehmen kann. Eine zweite Person kann teils als Taufzeuge oder Taufzeugin (anderer christlicher Konfession) möglich sein – je nach Pfarrei.

Christkatholisch: Häufig vergleichbar mit anderen Kirchen: Patin oder Pate soll die Taufe mittragen und in einer christlichen Kirche beheimatet sein; Details werden in der zuständigen Kirchgemeinde geklärt.

Verlässliche Auskunft geben dir immer Pfarramt oder Pfarreisekretariat deiner Kirchgemeinde, weil die konkrete Praxis kantonal und lokal unterschiedlich sein kann.

Gotti & Götti: Auswahl & Erwartungen

Aufgaben im Gottesdienst

Je nach Kirche und Gemeinde übernehmen Gotti und Götti im Gottesdienst Aufgaben wie: das Kind zur Taufe begleiten, ein Taufversprechen mitsprechen, eine Fürbitte lesen, die Taufkerze halten oder beim Eintrag ins Taufregister dabei sein. Klär das im Taufgespräch, damit alle wissen, was auf sie zukommt.

Aufgaben im Alltag

Im Alltag geht es weniger um «perfekte religiöse Erziehung» und mehr um verlässliche Beziehung: präsent sein, Interesse zeigen, Zeit schenken, Werte vorleben, zuhören. Viele Familien vereinbaren ganz praktisch, was sie sich wünschen: ein gemeinsamer Ausflug pro Jahr, ein Brief oder eine Karte zum Geburtstag, ein kleiner Beitrag zu einer späteren Ausbildung, oder einfach: da sein, wenn das Kind eine zusätzliche erwachsene Bezugsperson braucht.

Wenn Paten wegziehen/Kirchenaustritt

Beziehungen verändern sich. Wenn Gotti oder Götti wegziehen oder aus der Kirche austreten, bleibt das persönliche Versprechen dennoch bedeutsam. Formell kann es je nach Kirche Einschränkungen geben (z.B. wer offiziell als Pat:in gilt). Wichtig ist: Sprich früh darüber, was euch trägt. Manche Familien ergänzen eine «Herzenspatin» oder einen «Herzensgötti» im Alltag, auch wenn die Person kirchenrechtlich nicht als Pat:in geführt wird.

So fragt ihr Gotti/Götti: 6 Formulierungen

  • «Wir würden uns sehr freuen, wenn du als Gotte/Götti unser Kind auf seinem Weg begleitest. Könntest du dir das vorstellen?»
  • «Uns ist wichtig, dass unser Kind eine zusätzliche Vertrauensperson hat. Möchtest du diese Rolle übernehmen?»
  • «Wir wünschen uns jemanden, der unser Kind langfristig unterstützt – im Alltag, mit Zeit und Herz. Wärst du dabei?»
  • «Die Taufe bedeutet uns viel. Wir suchen eine Person, die das mitträgt. Hättest du Lust, Gotte/Götti zu sein?»
  • «Wir erwarten keine grossen Geschenke – eher Beziehung. Könntest du dir vorstellen, diese Patenschaft zu übernehmen?»
  • «Wenn du Ja sagst: Wir würden im Taufgespräch gemeinsam klären, was das konkret heisst. Wärst du offen dafür?»

6 No-Go’s beim Fragen

  • Unter Druck setzen: «Du musst Ja sagen, sonst sind wir enttäuscht.»
  • Überrumpeln vor Publikum (z.B. am Familienfest), wenn die Person kaum Nein sagen kann.
  • Patenschaft als Trostpreis anbieten: «Wenn du nicht Trauzeugin bist, dann wenigstens Götti.»
  • Unausgesprochene Erwartungen (z.B. finanzielle Beiträge) im Hintergrund mitschwingen lassen.
  • Konflikte über Religion/Erziehung nicht ansprechen, obwohl sie absehbar sind.
  • Eine Person wählen, die aktuell stark überlastet ist, ohne das ehrlich zu thematisieren.

Das Gespräch mit dem Pfarrer über die Taufe

Einige Wochen vor der Taufe lädt der Pfarrer dich zu einem Taufgespräch ein. Das Taufgespräch gibt dir Raum, zu sagen, was dir wichtig ist, und offene Fragen zu klären – zum Beispiel zum Ablauf des Taufgottesdienstes, zu Texten und Musik oder dazu, welche Personen welche Rollen übernehmen.

Vorbereitung auf das Taufgespräch

Mit diesen Fragen bereitest du dich auf das Taufgespräch vor:

  • Welche Bedeutung hat für dich die Taufe deines Kindes? Was würde dir fehlen, wenn dein Kind nicht getauft würde?
  • Auf welche Weise möchtest du deinem Kind den Glauben nahe bringen?
  • Wie hast du selbst deine christliche Erziehung erlebt? Welche Vorstellung hast du heute von Gott?
  • Wann willst du das Kind taufen lassen?
  • Wer soll Pate werden?
  • Wie soll der Taufspruch lauten?
  • Willst du Fürbitten selber aussuchen?
  • Gibt es ein Lied, das dir am Herzen liegt und die Gemeinde gemeinsam singen soll?

Agenda fürs Taufgespräch: Das wird oft besprochen

  • Rahmen: Datum, Uhrzeit, Ort, ob im regulären Gottesdienst oder in einer separaten Tauffeier.
  • Konfessioneller Ablauf: Welche Elemente sind fix, welche sind gestaltbar.
  • Rollen: Wer trägt das Kind? Wer liest Fürbitten? Wer zündet die Kerze an? Wer übernimmt organisatorische Aufgaben (z.B. Foto-Regeln kommunizieren)?
  • Taufspruch & Texte: Auswahl, Länge, Sprache, ggf. mehrsprachige Elemente.
  • Musik: Gemeindelieder, Solobeiträge, Instrumente, ob Musik ab Band/Playback erlaubt ist (oft nicht oder nur eingeschränkt).
  • Praktisches: Sitzplätze für Familie, Barrierefreiheit, Wickelmöglichkeiten, Mikrofon, wie nah Gäste beim Taufmoment stehen dürfen.
  • Fotos & Datenschutz: Was ist während des Gottesdienstes erlaubt, was nicht, und wie ihr Gäste vorab informiert.

Taufe eines behinderten Kindes

Wenn dein Kind eine geistige oder körperliche Behinderung hat, kann es sich für dich stimmiger anfühlen, den Rahmen besonders sorgfältig zu wählen – damit ihr euch sicher und wohl fühlt. Du kannst dich bei der kantonalen Seelsorge für Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung melden. Entsprechende Adressen finden sich auf den Webseiten der katholischen oder reformierten Landeskirchen des Wohnkantons. Auch praktische Fragen (z.B. Reizüberflutung, Lautstärke, Platz für Hilfsmittel, ruhiger Rückzugsort) lassen sich im Taufgespräch gut vorab klären.

Geschwister einbeziehen

Manche Pfarrer ermöglichen dir, den Taufgottesdienst mitzugestalten. Andere Seelsorger gestalten den Gottesdienst nach ihrem Gusto. Es empfiehlt sich, den Pfarrer oder die Pfarrerin nach der Möglichkeit zu fragen, dass Geschwister, Cousinen oder Cousins an der Taufe mitwirken, wenn dir das wichtig ist. Möglich ist, dass jedes Kind eine kurze Fürbitte spricht. Oder wollen die Kinder gemeinsam ein Gebet sprechen oder ein Lied singen? Kinder, die bereits getauft wurden, können ihre eigene Taufkerze mitbringen.

Die Taufkerze

Auch die Taufkerze ist ein wichtiges Zeichen. Sie symbolisiert, dass mit Jesus das Licht in die Welt gekommen ist und das Dunkle besiegt hat. Die Taufkerze bringt nun das Licht zum Täufling. Meist wird die Kerze von der Kirchgemeinde zur Verfügung gestellt. Klär früh, ob ihr eine eigene Kerze mitbringen dürft, ob sie beschriftet werden kann und ob es Regeln für Tropfschutz oder Kerzenhalter gibt.

Das Taufkleid

Die Frage, was das Kind während der Taufe tragen soll, beschäftigt viele Eltern. Es ist nicht notwendig, ein teures Taufkleid zu besorgen. Wenn du dennoch investieren möchtest, bedenke: Babys wachsen bis zur Taufe oft schneller als gedacht. In vielen Kirchgemeinden reicht bequeme, festliche Kleidung für den Täufling. Da das Taufkleid auch symbolisch ist, verfügen die meisten Kirchengemeinden über einen weissen Umhang, der dem Kind übergelegt werden kann. Das weisse Taufkleid bzw. der weisse Umhang steht für Reinheit, Unschuld und Freude. Praktisch hilfreich: Kleidung in Schichten (Temperatur in Kirchen schwankt), schnell zu öffnende Verschlüsse und ein Ersatzbody im Wickelsack.

Ablauf der Taufe: Reformiert vs. Katholisch vs. Christkatholisch

Typischer Ablauf

Der genaue Ablauf ist je nach Gemeinde unterschiedlich. Häufig enthält eine Tauffeier in der Schweiz Elemente wie: Begrüssung, Lesungen/Predigt, Taufhandlung am Taufstein (mit Wasser und Taufformel), Taufversprechen und Segen, Fürbitten, Vaterunser, ggf. Übergabe der Taufkerze und Eintrag ins Taufregister.

Unterschiede kompakt

  • Reformiert: Die Taufe findet oft im Sonntagsgottesdienst statt, kann aber je nach Gemeinde auch in einer eigenen Feier gestaltet werden. Der Schwerpunkt liegt häufig auf Wortverkündigung, Taufhandlung und dem Versprechen der Begleitung in der Gemeinde.
  • Röm.-katholisch: Die Taufe kann innerhalb der Messe oder als eigene Tauffeier stattfinden. Je nach Setting gibt es zusätzliche liturgische Elemente (z.B. Zeichenhandlungen, Gebete, eventuell Salbung). Welche Teile dazugehören, klärst du mit der zuständigen Pfarrei.
  • Christkatholisch: Der Ablauf ist liturgisch geprägt und kann je nach Gemeinde variieren; oft ist die Einbettung in die Gemeindefeier wichtig, zugleich gibt es Raum für persönliche Gestaltung (z.B. Fürbitten, Musik).

Mitgestaltung

Wenn dir persönliche Elemente wichtig sind, sprich das früh an: eigene Fürbitten, eine kurze persönliche Begrüssung, ein Lied, ein Text oder eine symbolische Handlung (z.B. dass Geschwister die Kerze mit anzünden). Gleichzeitig gilt: Nicht alles passt in jede Liturgie. Eine gute Faustregel ist, wenige, stimmige Elemente auszuwählen, statt den Gottesdienst zu überladen.

Kosten & Spartipps

Typische Kostenposten

  • Kirchliche Kosten: Häufig keine fixen Gebühren für die Taufhandlung; teils gibt es Unkosten oder eine Kollekte/Spende (regional unterschiedlich).
  • Fest & Verpflegung: Apéro, Brunch oder Essen im Restaurant, Getränke, Kuchen, Kindermenü.
  • Deko & Papeterie: Einladungen, Menükarten, Tischdeko, Kerzen, Blumen.
  • Kleidung: Outfit fürs Baby, ggf. für Eltern/Geschwister, Umhang (oft vorhanden), Schuhe/Strumpfhosen.
  • Fotos: Fotograf:in oder Fotobuch/Abzüge; manchmal Gebühren, wenn eine externe Person offiziell fotografiert.
  • Mitbringsel: Gastgeschenke, kleine Give-aways (optional).

3 Budget-Varianten

  • Budget: Feier zu Hause oder im Pfarreihaus, Apéro mit Selbstgemachtem, digitale Einladungen, Deko aus dem Fundus, Kuchenbuffet mit Beiträgen von Familie.
  • Mittel: Brunch im Restaurant oder Catering light, gedruckte Einladungen, einfache Floristik, Fotobuch im Nachgang.
  • Komfort: Restaurant mit Menü, professionelle Deko/Floristik, Fotograf:in, eventuell Übernachtung für Gäste.

Spartipps, die oft gut funktionieren: Termin mit weniger Nachfrage wählen (z.B. nicht an grossen Feiertagen), Apéro statt grosses Menü, Deko minimalistisch, Taufkleid leihen oder secondhand, Fotopaket klein halten und stattdessen ein gutes Familienfoto nach dem Gottesdienst planen.

Geselliges Zusammensein nach der Tauffeier

In der Regel laden Familien nach einer Taufe zu einem geselligen Zusammensein ein, zum Beispiel zu einem Apéro, einem Brunch oder einem Essen. Wo soll die Feier stattfinden – bei euch zu Hause, in einem Cafe oder Restaurant? Vergiss nicht, rechtzeitig zu reservieren, sobald der Tauftermin feststeht. Denk auch an die Bedürfnisse mit Baby: Still- oder Fläschchenpausen, Rückzugsmöglichkeit, Wickelplatz und eine realistische Zeitplanung (lieber kürzer und entspannt als zu lang und hektisch).

Checkliste: Essen und Trinken nach der Taufe

  • Was soll es zu essen und zu trinken geben?
  • Wer soll zum geselligen Zusammensein eingeladen werden?
  • Wer bastelt die Tischdekoration?
  • Wie gelangen die Gäste zum Ort der Feier?
  • Soll es eine Sitzordnung mit Tischkärtchen geben?
  • Welche Spielmöglichkeiten gibt es für Kinder?
  • Lassen sich einige der Gäste bitten, sich abwechselnd mit den Kindern zu beschäftigen und Spiele vorzubereiten?
  • Wie sollen die Einladungskarten aussehen? Einladungskarten kannst du am Computer entwerfen und ausdrucken lassen. Du kannst auch Einladungskarten selber basteln. Im Internet findet sich eine Fülle an Vorlagen.

Vorlagen & Textbausteine

Einladung

Kurz & warm: «Wir freuen uns, die Taufe von [Name] mit euch zu feiern. Datum/Zeit: [..], Ort: [..]. Anschliessend laden wir euch herzlich zu [Apéro/Brunch/Essen] ein. Bitte gebt uns bis [Datum] Bescheid, ob ihr dabei seid.»

Mit Hinweis zu Fotos: «Wir möchten die Feier bewusst erleben. Fotos während der Taufe bitte nur nach Absprache – danach sehr gerne beim Apéro.»

Dank

«Danke, dass ihr die Taufe von [Name] mit uns gefeiert habt. Eure Zeit, eure guten Wünsche und eure Nähe bedeuten uns sehr. Herzlich, [Familienname]»

Geschenkfrage

Wunschliste: «Falls ihr etwas schenken möchtet: Wir führen eine kleine Wunschliste (praktisch und altersgerecht).»

Spendenzweck: «Wenn ihr [Name] etwas mitgeben möchtet, freuen wir uns über einen Beitrag an [Sparkonto/Ausbildung] oder eine Spende an einen Zweck, der euch am Herzen liegt.»

Kein Zeug: «Bitte keine grossen Geschenke – am meisten freut uns, wenn ihr mit uns feiert.»

Die Taufgeschenke

Wer zu einer Taufe einlädt, muss mit Fragen nach möglichen Taufgeschenken rechnen. Überlege dir, welche Geschenke du dir für dein Kind wünschst. Zu beliebten Geschenken zur Taufe gehören zum Beispiel eine Kinderbibel, ein Buch mit Kindergebeten und ein Kreuz, das sich an der Wand im Kinderzimmer aufhängen lässt. Schöne Erinnerungen an die Taufe sind auch eine Taufkette mit Taufring, ein Gebetswürfel oder ein Schutzengel. Ein Taufalbum, in dem sich die Taufe dokumentieren lässt, macht besondere Freude.

Geschenke steuern: Wunschliste, Spendenzweck, «kein Zeug»

Wenn du Geschenke bewusst steuern möchtest, hilft Klartext in der Einladung oder beim Nachfragen von Gästen: Willst du eine Wunschliste (wenige, konkrete Dinge), lieber Geld für ein Sparkonto oder eine gemeinsame Spende? Wenn du «kein Zeug» möchtest, sag es freundlich und eindeutig – und biete Alternativen an (z.B. Zeit statt Dinge: gemeinsamer Zoo-Besuch mit Gotti/Götti, Jahresausflug, Fotobuchbeitrag).

Dankes-Workflow, der wirklich machbar ist

  • 1. Notizliste am Fest: Eine Person notiert Geschenke und Absender.
  • 2. Foto-Moment: Ein schönes Familienfoto vom Tag als Dankeskarten-Motiv reicht oft.
  • 3. Kurz & persönlich: 1–2 Sätze, was euch bedeutet hat (Zeit, Worte, Beitrag).
  • 4. Timing: Realistisch planen: innerhalb von 2–6 Wochen ist für viele Familien machbar.

FAQ

«Wir sind nicht kirchlich – geht Taufe?»

Das kommt auf Kirche und Kirchgemeinde an. Oft wird erwartet, dass mindestens ein Elternteil Mitglied ist oder dass eine Person (z.B. Gotti/Götti) die christliche Begleitung verbindlich mitträgt. Am besten meldest du dich früh beim Pfarramt und sagst offen, wie eure Situation ist und was euch an der Taufe wichtig ist.

«Muss ein Pate kirchlich sein?»

Häufig ja – zumindest eine Patin oder ein Pate soll einer christlichen Kirche angehören und die Taufe mittragen. Wenn das bei euch schwierig ist, frag nach Alternativen: Je nach Kirche kann zusätzlich eine Person als Taufzeug:in möglich sein oder ihr benennt eine wichtige Bezugsperson für den Alltag, auch wenn sie nicht offiziell als Pat:in gilt.

«Ökumenisch taufen?»

Viele Paare sind gemischt-konfessionell. Ob und wie ökumenische Elemente möglich sind (z.B. Mitwirkung einer zweiten Geistlichen Person, gemeinsame Fürbitten, musikalische Gestaltung), hängt von den lokalen Absprachen ab. Sprich das im Pfarramt konkret an und lass dir erklären, was in eurer Kirchgemeinde möglich ist.

«Taufe ausserhalb Wohnort – was müssen wir beachten?»

Meist brauchst du eine Absprache zwischen Wohnkirchgemeinde und der Gemeinde, in der getauft wird. Klär früh, welche Bestätigungen nötig sind und wer den administrativen Teil übernimmt, damit es kurz vor dem Termin keinen Stress gibt.

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