Facebook Pixel

Für ein harmonisches Fest: Streit an Weihnachten vermeiden

Eigentlich wäre Weihnachten ja ein besinnliches Fest für die ganze Familie. Leider kommt es aber bei vielen häufiger als das ganze Jahr über zu Zank und Streit. Wir erklären, wie Sie das Fest möglichst entspannt erleben und Frust und Streit aus dem Weg gehen können. 

Familienleben Logo

Das Weihnachtsfest mit der Verwandtschaft kann zu Stress, Frust und Streit führen. Damit das nicht passiert, lesen Sie unsere Ratschläge. Bild: deagreez, Getty Images 

Alle Jahre wieder: Den Weinachtsfeiertagen sehen einige Menschen mit ziemlich gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits freut man sich natürlich auf gemeinsame, besinnliche Tage, anderseits weiss man aus Erfahrung, dass es trotz aller Mühe immer mal wieder zu Unstimmigkeiten oder Streit kommt. Da ist es auch nicht weiter erstaunlich, dass Weihnachten auf der Stress-Skala, die die häufigsten stressauslösenden Ereignisse auflistet, auf Platz 12 zu stehen kommt. Das ist in etwa vergleichbar mit dem Stress, den eine Gesetzesübertretung auslöst. An Weihnachten können durch Weihnachtsstress denn auch kleine Zänkereien in einen handfesten Familienkrach ausarten.

Unerfüllte Vorstellungen sorgen für Frust

Warum aber gerade jetzt, wo doch das «Fest der Liebe» stattfindet? Dafür gibt es mehrere Gründe: Die Tage vor dem grossen Fest sind in manchen Familien mit viel Hektik angefüllt. Die Nerven liegen also bereits vor der Bescherung ziemlich blank. Da braucht es nicht viel, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Kommt dazu, dass an Weihnachten zahlreiche romantische Vorstellungen geknüpft sind, die sich in der Realität leider allzu oft nicht erfüllen. Das führt zu Frust und Enttäuschungen, die sich früher oder später Luft machen. Und dass man dann in diesem übersensiblen Zustand auch noch viel Zeit auf engem Raum mit der Familie und der vielleicht ungeliebten Verwandtschaft verbringen muss, trägt auch nicht gerade zur Entspannung der Situation bei.

Tipps für ein harmonisches Fest

Sie wollen Frust und Streit an den Feiertagen so gut wie es geht vermeiden? Wir zeigen Ihnen, was Sie tun können, um das Fest möglichst entspannt zu erleben.

❄️ Erwarten Sie bloss nicht zuviel. Auch an Weihnachten versteht man sich mit gewissen Personen nicht besser als sonst das ganze Jahr über.

❄️ Vermeiden Sie Grundsatzdiskussionen. Weihnachten ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt, um einmal mehr wieder Themen zu diskutieren, die bereits das Jahr über zu unerfreulichen Wortwechseln geführt haben.

❄️ Teilen Sie die Arbeit auf. Jeder soll zum gemeinsamen Fest beitragen und so auch mitverantwortlich für den Erfolg – oder Misserfolg – sein.

❄️ Übertreiben Sie es nicht. Ein Fünf-Gang-Menü ist eine schöne Sache, aber statt stundenlang in der Küche zu stehen, nimmt man sich besser Zeit für die Kinder bzw. die Familie und kocht etwas einfacheres.

❄️ Bei der Gestaltung des Festes sollte jeder ein Mitspracherecht haben. Wenn die Kinder beispielsweise auf keinen Fall singen oder musizieren möchten, dann zwingen Sie sie nicht dazu.

❄️ Geschenke sind da, um sich gegenseitig Freude zu bereiten. Schenken Sie lieber etwas Kleines, das von Herzen kommt, als etwas möglichst Teures. Wenn einem ein Geschenk nicht gefällt, sollte man das auch sagen dürfen – natürlich auf möglichst taktvolle Art und Weise. Das ist allemal besser, als wenn man Begeisterung heucheln muss.

❄️ Bestehen Sie nicht darauf, dass die ganze Familie inklusive Verwandtschaft unzählige Stunden zusammen verbringen muss. Lieber nur eine kurze, gemeinsame Feier in Minne, statt ein volles Programm, das früher oder später zu Streitereien führt. Und: Weihnachten ist freiwillig. Wer aus irgendeinem Grund nicht mitfeiern möchte, den sollte man auch nicht dazu zwingen.

Hier finden Sie Hilfe

Falls es trotz allem zu ernsthaften Schwierigkeiten kommt, findet man hier Unterstützung:

  • www.elternnotruf.ch / 044 261 88 66. Hier stehen Fachleute überforderten Eltern mit Rat und Tat bei.
  • www.143.ch / Tel. 143 hilft Menschen in schwierigen Lebens-situationen.