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100 Dinge, mit denen du den Adventskalender füllen kannst

24 mal Vorfreude! Du planst, einen Adventskalender selber zu gestalten? Prima! Hier findest du viele Ideen fürs Befüllen – und zuerst klare Leitplanken zu Alter, Sicherheit, Budget sowie zuckerarmen Alternativen. So wird der Kalender für dein Kind magisch, ohne dass er dich stresst.

Es gibt soviel mehr als Schokolade. 100 Ideen um einen Adventskalender zu füllen.
Es gibt soviel mehr als Schokolade: 100 Ideen, um einen Adventskalender zu füllen. Bild: iStock

Die Zeit vor Weihnachten steckt für Kinder voller Magie und Überraschungen. Jeden Tag freuen sie sich darauf, ein neues Türchen ihres Kalenders zu öffnen und sind gespannt, was die Adventswichtel diesmal hineingetan haben.

Schokolade und andere Süssigkeiten stehen oft ganz oben auf der Liste, wenn es darum geht, den Adventskalender zu befüllen. Dabei gibt es viele andere Dinge, mit denen du Kinder in der Zeit vor Heiligabend überraschen kannst. Und: Ein Adventskalender muss nicht jeden Tag «mehr» liefern – er darf klein, liebevoll und alltagstauglich sein. Unten findest du Geschenkideen, Erlebnis-Ideen («Momente») und neu auch 24 gute Taten, die ihr als Familie gemeinsam umsetzen könnt.

Erst kurz checken: Alter, Sicherheit und Budget

Bevor du loslegst, lohnt sich ein kurzer Realitätscheck. So vermeidest du Enttäuschungen («zu babyhaft» oder «zu schwierig»), reduzierst Sicherheitsrisiken und hältst den Kalender finanziell entspannt.

Alters-Quickguide (0–2 | 3–5 | 6–9 | 10+)

0–2 Jahre: In diesem Alter zählt das Ritual mehr als der Inhalt. Geeignet sind wenige, einfache Dinge (z.B. Badewannenspielzeug ohne Kleinteile, ein kleines Stoffbuch, ein Fotosujet in der Klarsichthülle, ein kleiner Becher). Auch «Zeit-Türchen» funktionieren super: zusammen ein Lied, ein Fingerreim, ein kurzer Spaziergang.

3–5 Jahre: Jetzt lieben viele Kinder kurze Aufgaben und «etwas zum Tun»: Sticker, Stempel, Knete, einfache Puzzles, Malbüchlein, kleine Figuren. Auch Mini-Rituale passen: zusammen ein Guetzli dekorieren oder eine Kerze anzünden (immer mit dir zusammen).

6–9 Jahre: Rätsel, Sammelthemen und kleine Challenges funktionieren gut: Rätselheft, Kartenspiele, kleine Lego- oder Bastelsets, Knobelspiele, Freundschaftsbuch. Erlebnisse wie Schlitteln oder Backen werden oft als «Highlight» empfunden.

10+ Jahre: Jugendliche möchten häufiger Selbstbestimmung: witzige Socken, ein kleines DIY-Projekt, Kosmetik (altersgerecht), ein Buch, ein Gutschein für gemeinsame Zeit (z.B. Filmabend mit Wunschfilm), oder ein «gute Tat»-Türchen, das sie selbst auswählen dürfen.

Was geht ab welchem Alter?

Grössenhinweis: Alles, was in einen Toilettenpapier-Rollen-Kern passt, gilt als potenzielles Verschluckrisiko und gehört nicht in Reichweite kleiner Kinder.

0–2 Fokus auf Ritual & Nähe; keine Kleinteile; lieber 12 statt 24 Türchen, dafür entspannt.

3–5 Kurze Bastel- und Spielimpulse; einfache Regeln («ein Teil pro Tag»).

6–9 Rätsel, Sammeln, kleine Projekte; Erlebnisse als Highlights.

10+ Mitbestimmung einbauen; Produkte altersgerecht; mehr «Momente» statt Dinge.

Sicherheits-Faustregeln 

Wenn kleine Kinder mitnaschen oder mitspielen, ist Sicherheit wichtiger als Originalität. Verzichte bei kleinen Kindern auf lose Kleinteile (z.B. Murmeln), starke Magneten und alles, was mit Knopfzellen funktioniert (z.B. manche Mini-Lämpchen). Auch lange Schnüre, Bänder oder Kordeln können riskant sein, wenn sie unbeaufsichtigt genutzt werden. Falls du Dekos (z.B. Teelichter) integrierst: am besten als gemeinsames Familienritual unter Aufsicht, nicht als «Allein-Geschenk» fürs Kinderzimmer.

Budget & Konsumdruck: 3 Strategien 

Ein Adventskalender darf zu eurem Budget passen. Drei Strategien, die in vielen Familien Druck rausnehmen:

1) Set aufteilen: Statt 24 Einzelkäufe ein grösseres Set kaufen und aufteilen (z.B. Sticker-Set, Stempel-Set, Kartenspiel mit mehreren Varianten, Bastelbox).

2) Sammeln: Dinge, die ohnehin anfallen, bewusst als Türchen nutzen (neue Zahnbürste, Haarspangen, Lieblings-Tee, Guetzliförmli, Jasskarten). Auch «Zettel-Türchen» zählen: Gutschein für Vorlesen, Spielzeit oder eine gute Tat.

3) Secondhand: Gut erhaltene Bücher, Spiele oder Sammelfiguren sind oft günstig zu finden und nachhaltig. Wichtig ist, dass sie sauber und vollständig sind.

Budgetbeispiele (für 24 Tage): CHF 20 = fast nur Zettel/Erlebnisse + 4–6 kleine Kleinigkeiten; CHF 40 = Mix aus Zettel-Türchen, Consumables und wenigen Spielideen; CHF 80 = Mix mit mehreren «Highlights» (Buch, Kartenspiel, kleines Set) und trotzdem vielen günstigen Tagen.

Zuckerarm/ohne Süsses: So gelingt’s ohne Diskussionen

Viele Eltern möchten weniger Zucker im Adventskalender – ohne tägliche Diskussionen. Das gelingt am besten, wenn du die Erwartung freundlich, aber klar setzt: «Bei uns gibt es nicht jeden Tag Süsses. Dafür gibt es eine Mischung aus kleinen Sachen, Momenten und guten Taten.»

Familienregeln 

Ein paar einfache Regeln helfen, damit Kinder sich orientieren können:

  • Fixe Süssi-Tage: z.B. jeden 2. oder 3. Tag etwas Essbares.
  • Ein Teil pro Tag: nichts «auf Vorrat» essen – der Rest bleibt im Kalender.
  • Nach dem Essen: Süsses eher nach einer Mahlzeit statt zwischendurch (für viele Familien alltagstauglich).
  • Mitbestimmung: Lass dein Kind 2–3 Süssi-Türchen im Voraus mit aussuchen, dann ist die Akzeptanz oft höher.

Ideen für «Consumables» und Alternativen zu Schoggi

«Consumables» sind Dinge, die aufgebraucht werden und nicht lange herumliegen: Tee (auch Kindertee), heisse Schoggi als Portion, Gewürze zum Backen, Badezusätze, Sticker, Seife, Handcreme, Knete, Bastelmaterial, Saatgut für drinnen, ein spezieller Stift. Auch kleine Küchenideen funktionieren: Guetzliförmli, Muffinförmchen, Streusel, Zimt.

100 schöne Adventskalender-Ideen

Kleine Geschenke, mit denen du den Kinder-Adventskalender besonders kreativ befüllen kannst. Diese Adventskalender-Ideen versüssen garantiert die Vorweihnachtszeit.

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100 Geschenkideen für einen Adventskalender für Kinder

Foto: OZ_Media, iStock / Getty Images Plus

Ein kleines Kuscheltier kann Ihrem Kind als Glücksbringer dienen – zum Beispiel ein herziges Schäfchen.

Direkt zur Geschenkidee

A Herzige Accessoires

Kleine Geschenke oder Glücksbringer (z.B. Schlüsselanhänger, kleine Kuscheltiere, Taschenlampe, Edelstein, Kristall etc.), warme Kuschelsocken, Tasse, Handwärmer, farbige Schuhbändel, bedruckte Taschentücher, Kinder-Portemonnaie.

B Spiel und Spass

Mini-Knobelspiel, Mini-Puzzle, Kartenspiele (UNO, Biberbande, Jasskarten etc.), Zauberwürfel, Jojo, Hüpfseil, Knete, kleines Lego-Set, Spielzeugauto, Murmeln, Puppenkleider, Rätselheft, CD mit Weihnachtsliedern- oder geschichten, Weihnachts-DVD.

C Für kreatives Basteln

Radiergummi, schöner Stift, Spitzer, Leim, Leuchtstift, Notizbuch, Stempel und Stempelkissen, Malbuch, Sticker, Post-its, Konturenschere, Glitter, Fimo.

D Himmlische Deko fürs Kinderzimmer

Teelicht, Girlande, Figuren, (Weihnachtsduft-)Kerzen, Magnete, Ballons zum Aufblasen, Duftkissen mit Lavendel, Stoffherz zum Aufhängen, Fensterbilder, Scherenschnitt, Mini-Bilderrahmen, Leuchtsterne für die Decke, Mobile.

E Für Beauty und Wohlfühlstunden im Advent

Badekugeln, Badekonfetti, Badeente, Mini-Duschgel, Nagellack, Lippenstift oder Lippenpomade, Handcreme, Seife, Gesichts- oder Haarmaske, Taschenspiegel, schöne Haargummis, Maschen, Spangen, Kamm, Armband.

F Zum Lesen und Vorlesen

Taschenbuch, Comic, Lesezeichen, Freundschaftsbuch, Papierrollen mit einer Weihnachtsgeschichte (Du druckst eine Adventsgeschichte auf Papier und gliederst sie in vier Teile. Rolle jeden Teil zusammen und binde die Rolle mit einem schönen Band zusammen. An jedem Adventssonntag gibt es im Kalender einen Teil der Geschichte.)

G Knusper, knusper... 

Kinderüberraschungsei, Weihnachtsteebeutel, Tee-Ei, Säckchen voll mit selbstgemachten Guetzli, Guetzliförmli, Grittibänz, Lebkuchen, heisse Schokolade in der Flasche (Schoko-Pulver, Zimt, Streusel, Marshmallows etc. in eine kleine Glasflasche füllen und gut verkorken), Kaugummis, Muffinförmchen, kleines Rezeptbuch.

H Spannende Geschenkesuche

Wenn der Platz im Adventskalender beschränkt ist, bietet sich diese Überraschungsvariante an. Hinter den Kalendertürchen sind kleine Hinweise versteckt, die angeben, wo im Haus das heutige Geschenk versteckt ist. Such- und Versteckspass ist garantiert!

Adventskalender befüllen geht auch anders...Verschenke Momente!

So verbringen Sie eine schöne Adventszeit.
So verschenken Sie eine schöne Adventszeit. Bild: E +

Warum solltest du den Kalender nicht einmal mit etwas ganz anderem füllen, zum Beispiel mit ein paar Stunden deiner Zeit? Den Adventskalender mit Unternehmungen zu befüllen statt mit Geschenken hat den Vorteil, dass du bewusst Zeit mit deinem Kind verbringst. Je nachdem, welche Aktivitäten du auswählst, kann dein Kind dabei auch etwas Nützliches lernen und vielleicht sogar kleine Vorbereitungen für Weihnachten übernehmen.

Eine Möglichkeit wäre, deinem Kind zu zeigen, wie Plätzchen gemacht werden und anschliessend zusammen Kekse als vorweihnachtliche Grüsse für Familie und Freund:innen zu backen. Gemeinsam die Wohnung zu dekorieren, Strohsterne für den Weihnachtsbaum oder Grusskarten für Verwandte zu basteln sind weitere Gelegenheiten, um Vergnügen mit etwas Nützlichem zu verbinden.

Mit weiteren Aktivitäten wie Bratäpfel machen, Adventsgeschichten vorlesen, gemeinsam ein Gedicht lernen oder Weihnachtslieder singen, kannst du dein Kind jeden Tag neu überraschen. Ein vollständiger Kalender könnte dann vielleicht aus den folgenden Unternehmungen bestehen:

  • Zusammen Guetzli backen
  • Gebrannte Mandeln machen
  • Gemeinsam den Weihnachtsmarkt besuchen
  • Sterne basteln
  • Zusammen die Weihnachtsdekoration aufhängen
  • Ein Gedicht lernen
  • Gemeinsam Weihnachtslieder singen
  • Bratäpfel machen
  • Adventsgeschichten vorlesen
  • Weihnachtskarten fürs Grosi und den Grossvater basteln
  • Zusammen einen Film im Kino sehen
  • Einen weihnachtlichen Film ausleihen und zu Hause gemeinsam ansehen
  • Gemeinsam eine heisse Schoggi machen und geniessen
  • Zusammen ein Brettspiel spielen
  • Eigenes Geschenkpapier basteln
  • Einen Brief an den Samichlaus schreiben
  • Einen Grittibänz backen
  • Eine Schneeballschlacht veranstalten
  • Gemeinsam den Wunschzettel schreiben und verschicken
  • In ein weihnachtliches Theaterstück für Kinder gehen
  • Zusammen den Weihnachtsbaum aussuchen
  • Schlittschuh laufen gehen
  • Gemeinsam ein weihnachtliches Bild malen
  • Schlitteln
  • Zusammen einen Schneemann bauen
  • Geschenke für die Verwandten zusammen einpacken
  • Weihnachtlichen Kinderpunsch machen

Sogar oder vielleicht speziell für Mütter und Väter mit wenig freier Zeit ist diese Geschenkidee besonders: Du bestimmst, wann, mit wem und was geplant wird. So lassen sich viele Unternehmungen gut in den Alltag einbauen. Ausserdem kannst du die kleinen Zeit-Geschenke an eure Vorlieben und an das Alter deines Kindes anpassen, damit am Ende alle etwas davon haben.

Neu: Adventskalender mit 24 guten Taten 

Eine besonders schöne Alternative (oder Ergänzung) sind «gute Taten»-Türchen: Hinter jedem Türchen steckt eine kleine Aktion, die anderen oder euch als Familie guttut. Das reduziert Konsumdruck und stärkt das Miteinander. Wichtig ist, dass die Aufgaben klein, machbar und freiwillig wirken – dann entsteht daraus oft ein Ritual, das Kinder richtig gern übernehmen.

24 Ideen für gute Taten im Dezember 

  • Male oder schreibe eine Karte für eine Person, die sich über Post freut.
  • Ruf jemanden an, der sich über eure Stimme freut.
  • Backt ein paar Guetzli extra und schenkt sie Nachbar:innen.
  • Sage heute bewusst drei Mal «Danke» (und wofür).
  • Lass ein anderes Kind im Spiel zuerst wählen.
  • Sammelt auf einem Spaziergang ein kleines Säckli Abfall ein und entsorgt ihn korrekt.
  • Legt ein «Komplimente-Glas» an: Jede Person schreibt etwas Nettes für die anderen.
  • Räumt gemeinsam ein Spielzeugfach auf und gebt gut Erhaltenes weiter.
  • Macht jemandem im Haushalt eine Aufgabe ab (z.B. Tisch decken, Altpapier bündeln).
  • Schreibt einen «Mut-Zettel» für jemanden, der gerade etwas Schwieriges vor sich hat.
  • Sage einer Person im Alltag ehrlich, was du an ihr schätzt.
  • Lasst heute jemanden im Verkehr oder auf dem Trottoir vor.
  • Bereite einem Familienmitglied einen Tee oder eine heisse Schoggi zu.
  • Schenke 15 Minuten ungeteilte Aufmerksamkeit (ohne Handy).
  • Macht einen «Helfer:innen-Znacht»: Jede Person übernimmt einen kleinen Teil.
  • Schickt eine Sprachnachricht an Grosi, Grossvater oder eine Bezugsperson.
  • Bringt ein kleines Dankeschön für Lehrer:in oder Betreuungsperson (wenn es passt).
  • Schreibt eine Liste: «Was kann ich gut?» und teilt sie miteinander.
  • Macht eine «freundliche Überraschung» zuhause: ein aufgeräumter Platz, ein netter Zettel.
  • Gebt jemandem ein Kompliment, der oft «funktioniert» (z.B. im Verkauf oder im ÖV).
  • Spendet als Familie einen kleinen Betrag an eine Organisation eurer Wahl (Kinder dürfen mitentscheiden).
  • Stellt haltbare Lebensmittel zusammen und gebt sie an einer passenden Stelle ab (je nach Gemeinde).
  • Macht einen Abend lang «Licht aus, Kerze an» und überlegt: Wem wünschen wir heute etwas Gutes? (nur unter Aufsicht).
  • Überlegt euch eine eigene gute Tat, die zu euch passt, und setzt sie heute um.

Mini-Checkliste «Sicher & stressfrei»

1 Prüfe Kleinteile: Bei kleinen Kindern nichts, was verschluckt werden kann.

2 Keine Knopfzellen und keine starken Magneten in Kinderhände.

3 Schnüre kurz halten und Beutel/Türchen so anbringen, dass nichts strangulieren kann.

4 Mix planen: ein paar Highlights, viele kleine Tage, ein paar Zettel-Türchen.

5 Erwartungen klären: «Bei uns gibt es eine Mischung – nicht jeden Tag Süsses.»

Und so wird's gemacht!

1 Lege fest, welche Art Kalender zu euch passt: kleine Dinge, Momente, gute Taten oder eine Mischung.

2 Plane realistisch: Für einige Aktivitäten braucht es Vorbereitung, kläre also früh, wer was übernimmt und wann es passt.

3 Schreibe die Unternehmungen oder guten Taten auf kleine Kärtchen oder Zettelchen oder erstelle sie am PC und drucke sie aus.

4 Dann kommt das passende Kärtchen ins Säckchen oder hinter das Türchen, und schon kann es losgehen.

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