Naschen erlaubt! Wo Sie jetzt die feinsten Erdbeeren selber pflücken

Beeren machen bärenstark. Sie sind bekannt für ihren hohen Vitamin C-Gehalt. Und am besten schmecken sie frisch vom Strauch. Wie und wo Sie jetzt Erdbeeren selber pflücken können.

Beeren selber pflücken auf Höfen

Auf Höfen können Kinder selber Erdbeeren pflücken. Foto: iStock

«Da, da hängen noch welche!» Kai wühlt sich durchs Gebüsch. Er hat leuchtend rote Erdbeere entdeckt. Auf Zehenspitzen schafft er es, sie zu erreichen. Sofort wandern die Beeren in den Mund. «Zu Hause würde er keine Erdbeeren essen», sagt die Mutter. «Doch die Früchte selbst zu pflücken, findet er einfach lässig.»

Wie Sie Beeren richtig pflücken

Erst pflücken, dann anschauen und zurückwerfen – das gilt nicht. Auch auf Feldern und an Waldrändern sollte schonend mit Früchten umgegangen werden. Ist die Beere reif? Das sollten auch Kinder wie Erwachsene überlegen, bevor sie die Beeren selber pflücken. Wenn ja, ist es wichtig, die Blättchen und Stiele mit abzureissen – so bleibt die Beere unbeschädigt und kein Saft läuft aus der Frucht.

Beeren-Saison-Kalender

Erdbeere: Juni bis September
Himbeere: Juli bis Anfang September
Heidelbeere: Juli bis August
Johannisbeere: Juli bis Mitte August
Stachelbeere: Juli
Brombeere: Juli bis September

Frische Beeren schmecken nicht nur besonders gut, sie sind auf Bauernhöfen gesammelt billiger, in der freien Natur kostenlos. Wichtig ist allerdings, darauf zu achten, dass die Beerenpflanzen und -sträucher nicht direkt neben einer dicht befahrenen Strasse wachsen. Schliesslich sollen die Früchte nicht mit Schadstoffen belastet sein.

Die meisten Beeren sind druckempfindlich. Übereinander gestapelt in einem Gefäss matschen sie leicht. Sinnvoll ist es deshalb, mehrere breite Dosen mit zum Pflück-Ausflug zu nehmen, sodass nicht zu viele Beeren aufeinander liegen müssen.

Auf einem Erdbeerfeld fehlt Schatten. Das Erdbeerpflücken macht deshalb an einem Tag mit bedecktem Himmel mehr Spass als bei brütender Hitze. Erdbeeren haben den höchsten Gehalt aromatischer Öle morgens, wenn der Tau abgetrocknet ist.

Auf diesen Schweizer Höfen pflücken Sie die feinsten Erdbeeren

Erdbeeren kann man auf Erdbeerfeldern selber pflücken.

Selbstgepflückt schmecken Erdbeeren am besten. Bild: iStock

Tipp

Auf der Website von Selber pflücken finden Sie eine Karte mit weiteren Betrieben, bei denen sich Beeren selber pflücken lassen.

Viele landwirtschaftliche Betriebe bieten das Pflücken auf ihren Feldern an. Wer eigene Schüsseln zum Pflücken mitbringt, schont die Umwelt. Wer am Feld ankommt, sollte nicht vergessen, noch vor dem Beerensammeln seine mitgebrachten Gefässe wiegen zu lassen. So lässt sich später ausrechnen, wie viel die Erdbeeren wiegen – und kosten.

Selbstgepflückte Beeren sind preiswerter als im Geschäft. Erdbeeren zum Beispiel kosten pro 500 Gramm in der Regel zwischen 2,50 und 3 Franken.

1 Der Beeren - und Gemüseanbau Weidmann Embrach an der Bergstrasse in Embrach (ZH) bietet Erdbeeren, Himbeeren-, Johannisbeeren, Jostabeeren, Stachelbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren zum Selberpflücken an. Unter der Info-Telefonnummer 044 / 865 68 66 werden die aktuellen Angebote bekannt gegeben.

2 Auf der Juckerfarm an der Dorfstrasse 23 in Aathal-Seegräben (ZH) lassen sich Heidelbeeren und Kirschen pflücken. Je nach Saison und Wetter gibt es auch kleine Mengen Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren. Damit niemand vergebens kommt, hat auch die Juckerfarm die Info-Telefonnummer 044 / 934 34 88 eingerichtet. Im Hofladen lassen sich weitere regionale Produkte kaufen. Und wer Lust hat zu probieren, was auf den Feldern wächst, kann sich im Hofrestaurant niederlassen.

3 Auch auf den Feldern der Familie Morf in Wangen (ZH) lassen sich Erdbeeren pflücken. Nähere Auskünfte gibt es unter der Info-Telefonnummer 044 / 833 21 28. Auch Kefen, Erbsen, Knackerbsen, Puffbohnen (Fave), Buschbohnen, Stangenbohnen und Zuckermais gibt es zum eigenen Ernten.

4 Familie Troxler in Goldach (SG), auf deren Feldern Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren wachsen, freut sich auf Selbstpflücker. Die Beeren-Infonummer lautet 071 / 841 13 33. Auf der Internetseite der Familie Troxler gibt es gleich auch passende Beeren-Rezepte.

5 Im Kanton Bern ist das Erdbeerselbstpflückfeld der Familie Niederhauser, Chüeweid in Zimmerwald, beliebt. Auf rund einem Hektar wachsen Lambada-, Thuriga-, Polka und Simida-Erdbeeren. Ob noch genügend Früchte zum Pflücken vorhanden sind, lässt sich über die Infotelefon-Nummer 031 / 812 13 42 erfahren.

Beeren selber pflücken in der freien Natur

Am schönsten ist es sicher, in der freien Natur wilde Beeren zu sammeln. Mit einem Korb durch den lichten Wald zu wandern und die kleinen Walderdbeeren aufzusammeln, ist für Kinder ein kleines Abenteuer. Heidelbeeren finden sich ebenfalls im Wald, besonders in lichten Kiefernwäldern und Gebirgs-Fichtenwäldern. Die anspruchslosen Brombeeren wachsen zuhauf auch in der Nähe von Siedlungen. Sie zu pflücken, ist allerdings eine stachelige Angelegenheit. Gummistiefel, eine lange Hose, ein alter Anorak und Gummihandschuhe schützen vor Kratzern.

Naschen erlaubt

Kinder dürfen sich an Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Johannis - und Brombeeren richtig satt essen. Beeren haben nur wenige Kalorien, dafür sind sie prall gefüllt mit gehaltvollen Stoffen. Erdbeeren zum Beispiel bestehen zu 90 Prozent aus Wasser. Pro 100 Gramm enthalten sie nur etwa 30 Kalorien. «Erdbeeren enthalten fast kein Fett und wenige Kalorien, dafür aber umso mehr Vitamin C – mit 65 Milligramm pro 100 Gramm überholen sie sogar Orangen und Zitronen als Immunabwehr-Pusher», informiert der Verein Thurgauer Beerenpflanzer. Johannisbeeren übertrumpfen diese Werte sogar noch: Sie enthalten im Vergleich zu Zitronen die mehr als dreifach so hohe Konzentration Vitamin C. Insgesamt gilt: Alle Beeren machen bärenstark!

 

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