Wie Kinder ein Musik-Instrument lernen

Ein Musikinstrument möchten viele Kinder spielen lernen. Um die Entscheidung für das passende Instrument zu erleichtern, bieten in Zürich und Basel zwei Musikpädagogen, André Bernhard und Susanne Hess eine Instrumentenberatung für Kinder an. Was dort passiert und wann das perfekte Einstiegsalter ist, erklären sie im Interview.

Ein Musik-Instrument soll Kindern Spass machen.

Kinder sollten selbst entdecken, welches Musikinstrument ihnen gefällt. Foto: moodboard, Thinkstock

Neben dem Frühenglisch spielt das frühe Erlernen eines Instrumentes in vielen Familien eine grosse Rolle. Kann aus einem Kind ein Mozart werden, wenn es früh genug mit Musikunterricht beginnt?

André Bernhard: Wir wollen aus den Kindern nicht unbedingt Mozarts machen, sondern Menschen, die Freude an einer lustvollen Betätigung mit der Musik haben. Es gibt Instrumente, bei denen ein früher Anfang Sinn macht: Violine und Cello, wo das Zusammenspiel von Bewegung und Gehör früh eingerichtet werden kann. Auch die anderen Musikinstrumente, bei denen es Kindergrössen gibt wie Gitarre, Harfe, Kontrabass, Fagott und andere eignen sich für einen frühen Anfang.

Susanne Hess und André Bernhard bieten Instrumentenberatung für Kinder an.

André Bernhard, Lehrer und Musikpädagoge, hat das Instrumentenwahlprogramm entwickelt und führt es bei Musik Hug in Zürich und Basel durch. Es ist für Kinder ab vier Jahren geeignet.
Susanne Hess ist Musikpädagogin, ausgebildete Klavierlehrerin und Musikerin. Bei Musik Hug in Zürich führt sie ebenfalls die Instrumentenberatung für Kinder durch.
Beide Musiker sind unabhängige Berater.
Mehr zur Instrumentenberatung finden Sie unter www.musikhug.ch

Wo liegt das perfekte Einstiegsalter?

Susanne Hess: Es gibt kein perfektes Einstiegsalter. Das ideale Alter ist dann, wenn das Kind weiss, was es will. Das kann mit sieben Jahren sein, das kann auch erst mit neun Jahren sein. Es ist sehr gefährlich, wenn Eltern wollen, dass ihr Kind Klavier spielt, weil sie es selbst nicht spielen konnten oder durften.

Warum?

Hess: Die Eltern übertragen ihre Vorstellungen auf das Kind. Es muss aber selbst wissen, was es möchte. Sonst ist es sehr schwierig, es zu motivieren. Das sieht man schon sehr gut in der Instrumentenberatung. Es gibt Kinder, die wollen unbedingt Geige spielen, sind aber für das Instrument vielleicht nicht überaus begabt. Durch die Motivation für das Lieblingsinstrument wird es trotzdem viel Freude am Geigenspiel erleben. Jeder Mensch hat seine individuellen Neigungen.

Das allerwichtigste ist also die Motivation.

Bernhard: Ja, das Kind muss wissen, was es will. Und wir helfen ihm, das zu erspüren.

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