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Wer singt denn da? Sprechen lernen mit Kinderreimen und Liedern

Musik klingt nicht nur gut in den Ohren, sondern hilft auch bei der Sprachförderung Ihres Kindes. Dabei fördern Reime und Lieder die Sprachentwicklung, während die Melodie noch zusätzlich den Spracherwerb musikalisch begleitet. Wie Sie das Singen in den Alltag integrieren und effektiv die Sprachentwicklung fördern, erklären wir Ihnen hier.

Musizieren mit Kindern

Gemeinsames Musizieren mit dem Kind fördert die Sprachentwicklung. Bild: RyanJLane, Getty Images

Ein schönes Lied ganz laut aufdrehen und im Wohnzimmer dazu mitsingen und tanzen oder abends etwas zum Einschlafen vorgesungen bekommen: Kinder lieben Lieder und Musik! Dabei lernen sie nicht nur die Sprache, sondern auch Rhythmus und verschiedene Melodien. Auch im Kindergarten wird oft gesungen und getanzt, um auf diese Weise die Entwicklung musikalisch voranzutreiben. Doch welche Musik eignet sich für Kinder besonders gut?

Gemeinsamkeiten zwischen Sprache und Musik

Für den Spracherwerb der Kinder eignen sich vor allem Reime. Denn der Text des Liedes wiederholt so jedes Mal aufs Neue, was dem Kind das Sprechen und Singen deutlich vereinfacht. Gleichzeitig erweitert sich auch der Wortschatz, wenn immer wieder neue Lieder abwechselnd gesunden werden. Die Musik kann dabei problemlos in den Alltag integriert werden. Kinder lernen dank der Musik und des Sprechens die Sprache spielend leicht. Auch wenn sie anfangs noch kein Wort verstehen, hören sie doch die Stimme und das Sprechen von Mami und Papi.

Sprache und Musik sind eng miteinander verbunden. Musik allein kann zwar die Sprachförderung nicht ersetzen, doch diese musikalisch begleiten. Kinder lernen dadurch Einheiten, Pausen und Bewegungen kennen: Dinge, die eben in der sprachlichen Entwicklung einer grosse Rolle spielen.

Kinder schulen durch das Tanzen zu Kinderliedern ihre motorischen Fähigkeiten und lernen Improvisation. Sie hören kleinen Geschichten zu und plappern vielleicht den einen oder anderen Reim gleich mit.

Gezieltes Sprechen mit dem Kind muss trotzdem sein

Singen allein reicht jedoch nicht aus. Sie müssen auch gezielt mit dem Kind sprechen, am besten direkt nach der Geburt. Das Kind versteht zwar anfangs die Sprache nicht, doch den Ton, Klang und auch die Höhe der Stimme. Das Sprechen ist dabei nicht nur für die sprachliche Entwicklung, sondern auch die Eltern-Kind-Bindung enorm wichtig.

Lieder, die die Sprachentwicklung fördern

Folgende Lieder eignen sich besonders gut, um die Sprachförderung daheim musikalisch und aufregend zu gestalten. Dabei eignen sich diese Lieder nicht nur für den Tanz, sondern auch als Wiegenlied. Sie fördern die Sprache, schulen das Singen, unterstützen die Entwicklung und begleiten neben dem Sprechen die Sprachförderung. 

Schlaf, Kindlein, schlaf

Schlaf, Kindlein, schlaf!
Dein Vater hüt die Schaf.
Deine Mutter schüttelt das Bäumelein,
da fällt herab ein Träumelein.
Schlaf, Kindlein, schlaf!

Schlaf, Kindlein, schlaf!
Am Himmel ziehen die Schaf.
Die Sterne sind die Lämmerlein,
der Mond, der ist das Schäferlein.
Schlaf, Kindlein, schlaf!

Schlaf, Kindlein, schlaf,
so schenk ich dir ein Schaf.
Mit einer goldnen Schelle fein,
das soll dein Spielgeselle sein.
Schlaf, Kindlein, schlaf.

Zehn kleine Zappelmänner

Zehn kleine Zappelmänner zappeln hin und her,
zehn kleinen Zappelmännern fällt das gar nicht schwer.
Zehn kleine Zappelmänner zappeln auf und nieder,
zehn kleine Zappelmänner tun das immer wieder.
Zehn kleine Zappelmänner zappeln ringsherum,
zehn kleine Zappelmänner, die sind gar nicht dumm.
Zehn kleine Zappelmänner spielen gern Versteck,
zehn kleine Zappelmänner sind auf einmal weg.
Zehn kleine Zappelmänner sind nun wieder da,
zehn kleine Zappelmänner rufen laut: Hurra!

Grosse Uhren

Grosse Uhren machen tick-tack, tick-tack, (tick-tack langsam)
kleine Uhren machen tick-tack, tick-tack, (tick-tack schneller)
und die kleinen Taschenuhren machen tick-tack, tick-tack, (tick-tack ganz schnell)
und die Kuckucksuhren machen kuckuck-kuckuck,
und die Kirchturmuhren machen ding-dong, ding-dong,
und der Wecker macht ..Rrrrrrr… (Kind kitzeln)

Die Finger wollen schlafen gehen

Der Daumen wollte schlafen gehen,
der Zeiger wollte mit ihm gehen.
Der Mittelfinger zieht sich aus,
der Ringfinger liest noch Mickymaus.
Der kleine Finger will nicht ins Bett -
das finden seine Brüder gar nicht nett:
Alle kuscheln sich bald ein,
träumen von dem Sonnenschein.
(laut schnarchen)

Hampelmann

Jetzt zieht Hampelmann,
jetzt zieht Hampelmann seine Strümpfe an,
seine Strümpfe an.
O du mein Hampelmann, mein Hampelmann bist du!

Dieses Lied eignet sich besonders für das Anziehen. Da immer das Kleidungsstück, welches gerade angezogen wird, eingesetzt werden kann.