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Alltagsstress adieu: Entspannungsübungen für Eltern

Stress, den kennen wir alle. Vor allem Eltern wissen, wie herausfordernd der Alltag mit Kindern und Beruf sein kann. Gabriela Moser, Coach und Erziehungsberaterin verrät, welche Übungen Körper und Geist entspannen.

Entspannungsübungen für gestresste Eltern

Gegen den Alltagsstress helfen einfache Entspannungsübungen für Zuhause. Foto: CarlaNichiata, iStock / Getty Images Plus

Im Alltag kann einem schnell mal alles zu viel werden. Job, Haushalt, quengelnde Kinder und ein Berg voll Wäsche, der jeden Tag wächst. Stress haben viele Eltern und der wirkt sich nicht nur negativ auf das eigene Wohlbefinden, sondern auch auf den Umgang mit unseren Mitmenschen aus. Was hilft sind Entspannungsübungen, positive Gedanken und ab und an zur Ruhe zu kommen.

Entspannungsübungen für Zuhause

Folgende Übungen eignen sich im Alltag für Zwischendurch. Sie benötigen nicht viel Zeit und können auch gemeinsam mit den Kindern durchgeführt werden.

1 Entspannungsübung: Durchatmen

Atmen Sie zehn Mal tief ein und wieder aus. Kommen Sie im hier und jetzt an und machen Sie sich bewusst, dass Sie sich die Zeit nehmen können, für einen Moment zur Ruhe zu kommen.

2 Entspannungsübung: Wahrnehmen

Lassen Sie Ihren Blick schweifen und zählen Sie konkret auf, welche Sachen Sie in Ihrer Umgebung sehen. «Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich einen Holunder, der blüht, ein kleines, braunes Gartenhäuschen daneben...» Beschreiben Sie dabei ganz genau was Sie wahrnehmen, in seinen Farben und Formen.

3 Entspannungsübung: Bewusstmachen

Setzen Sie sich hin und denken Sie an fünf Dinge, über die sie sich heute gefreut haben. «Heute hatten wir ein feines Mittagessen, ich habe mich sehr über das selbstgemalte Bild meines Kindes gefreut, das Telefonat mit meiner Freundin tat mir gut!»

Kinder miteinbinden

Wenn das Kind gestresst ist, kann es in obige Übungen miteingebunden werden. Kinder brauchen dann Körpernähe. Sie können es beispielsweise dabei auf den Schoss nehmen oder in den Armen halten. Schauen Sie gemeinsam ein Buch an oder singen Sie ein Lied. Machen Sie Ihr Kind auf seine unmittelbare Umgebung und die vielen Dinge, die es dort zu entdecken gibt aufmerksam.

Gabriela Moser

Gabriela Moser

Mutter von zwei Kindern

Supervisorin, Coach, Erziehungsberaterin, Kommunikationstrainerin, Erwachsenenbildnerin

Positive Gedanken fassen

Auch die eigenen Gedanken können einiges bewirken. Stress lässt sich durch positive Gedanken bewältigen, entscheidet dafür ist ein Paradigmenwechsel. Das heisst von dem Gedanken «Ich bin im Stress» zu «Ich kann etwas dagegen machen» wechseln. «Ich bin in der Lage meinen Zustand jetzt zu verändern.», «Ich bin ruhig», «Ich bin entspannt». Seine Gedanken konkret umzupolen.

Dankbarkeit ist ein weiterer Gedanke, der uns zur Ruhe kommen lässt. Dankbar dafür zu sein, dass heute die Sonne scheint, dass der Zug zu Arbeit pünktlich abgefahren ist und für die gemeinsame Zeit, die man mit seinem Kind verbracht hat.

Sich bewusstmachen, dass man an seinen Gedanken etwas verändern kann. Und achtsam die Gedanken auf die Gegenwart zu lenken und auf das, mit dem man gerade in diesem Moment beschäftigt ist.

Das heisst, nicht während dem Auto fahren an dem Stress im Büro zu denken, sondern sich ganz bewusst auf die Autofahrt zu konzentrieren. Sich nicht beim Zähneputzen über das Kofferpacken für die anstehende Ferien Gedanken zu machen, sondern sich einfach mal auf das Putzen zu konzentrieren. Das Stichwort dazu ist Achtsamkeit.

Zur Ruhe kommen

Etwas Simples, das wir oft unterschätzen, ist die entspannende Wirkung von Körperkontakt. Einmal den Kopf auf die Schulter des Partners oder der Partnerin zu legen und von einem Freund oder einer Freundin in den Arm genommen zu werden. Das Gefühl wahrgenommen, gehalten und gehört zu werden, bewirkt unglaublich viel gegen Stress.

Ein persönlicher Schlüssel zum Stressabbau von Gabriela Moser:

«Mein persönlicher Schlüssel zum Stressabbau ist, Dinge nicht persönlich zu nehmen! Früher hat es mich unglaublich gestresst, wenn meine Tochter zum Beispiel schlecht gelaunt nach Hause kam, geschimpft hat und sie aber nicht auf mich zu gekommen ist. Es ist wichtig, zu solchen Sachen eine gewisse Distanz aufzubauen und zu realisieren, dass die schlechte Laune oder der Stress der Mitmenschen nichts mit einem selbst zu tun haben. Nehmen Sie sich nicht ständig alles zu Herzen.»