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Wellness für die Jüngsten: Babymassage und Baby Yoga

Einfach einmal die Seele baumeln lassen. Massage, Yoga und Hautpflege gehören zu einem Wellness-Programm dazu. Erwachsene gönnen sich das gern. Aber auch für das Baby ist so ein Programm wohltuend.

Babymassage kann Babys beruhigen und fördert ihr Wohlbefinden.

Eine Babymasssage kann die Durchblutung fördern und Babys beruhigen. Foto: iStockphoto, Thinkstock

Eine liebevolle Berührung wie zum Beispiel beim Eincremen oder bei einer Massage zwischen Mutter oder Vater und dem Baby wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Kindes aus. Das Baby erfährt damit nicht nur Zuneigung, sondern entdeckt seine Sinne. Zudem lernen Eltern und Kind sich gegenseitig besser kennen, was die Bindung und das Vertrauen zwischen ihnen verstärkt.

«Babymassage ist kein Trend. Vielmehr ist sie eine alte Kunst», sagt Vimala Schneider McClure, die 1981 in den USA die Internationale Gesellschaft für Babymassage «IAIM » gründete. Das Massagekonzept der Organisation, das in rund 50 Ländern einheitlich ist, basiert auf indischen und schwedischen Massagetechniken. Zudem fliessen Elemente der Reflexzonentherapie und Entspannungsübungen aus dem Yoga ein.

Nach Angaben des «Schweizerischen Verbandes für Babymassage» (SVBM), der zur IAIM gehört, beeinflusst eine Babymassage Wachstum und Entwicklung des Babys zu seinem Vorteil. Kreislauf, Durchblutung, Atmung und Immunsystem werden angeregt. Das Stressempfinden geht zurück und gleichzeitig wird das Entspannungshormon Oxytocin verstärkt produziert. So können auch Schlafstörungen oder Unruhe gemildert werden. Gerade Babys, die viel Weinen können durch die Massage beruhigt werden.

Weiterhin stärkt die Massage das Körper- und Selbstwertgefühl des Babys. Denn sie regt die Bildung der Biomembran Myelin an, welche dafür sorgt, dass beide Gehirnhälften miteinander vernetzt werden. Zudem können laut «SVBM» auch bestimmte Leiden wie Blähungen und Koliken bei Babys oder muskuläre Verspannungen und psychische Spannungen gelindert werden. Eltern lernen durch die Babymassage schnell, wann sich ein Kind unwohl fühlt und wann es zufrieden ist.

Babymassage und Baby Yoga sorgen für Entspannung.

Baby Yoga beginnt oft mit einer Massage. Foto: ©iStockphoto.com/Catherine Yeulet

Ähnliche Wirkungen kann Yoga für Babys hervorrufen. Meist ist dabei auch eine Massage inbegriffen. Die Eltern können zu Beginn das Baby massieren und anschliessend werden Arme und Beine bewegt. Da der Säugling das noch nicht selbst machen kann, müssen Mama und Papa die Beine und Arme auf sanfte Art und Weise in verschiedene Positionen bringen. Dazu gehören Übungen, welche die Beweglichkeit, das Gleichgewicht, die Kraft und das Rhythmusgefühl fördern.

Baby Yoga wurde von Francoise Barbira Freedman, Anthropologin an der Cambridge Universität in Grossbritannien, entwickelt. Als Yogalehrerin passte Sie die klassische indisch-philosophische Lehre an die Bedürfnisse von Schwangeren und Müttern mit Kind an. Nach ihren Angaben bietet Yoga Babys die Möglichkeit, positiv mit Stress umzugehen und entspannen zu lernen.

Gefühl für Dreidimensionalität

«Yoga kann helfen, den Kontakt zu sich selbst auch in den anstrengenden ersten Monaten mit einem Baby nicht zu verlieren, Körper und Seele zu stärken und Wohlbefinden herzustellen. Die ruhige Form der Körperübungen erlaubt es zudem, schon ganz kleine Babys zu integrieren und so die Übungen einfach in den Alltag einzubauen», beschreibt Marie-Rose von Arx, Kursleiterin für Yoga und diplomierte Krankenschwester aus Bettlach bei Biel die Vorteile von Yoga auf ihrer Homepage. Das Baby lernt seinen Körper kennen und entwickelt ein Gefühl für Dreidimensionalität. Durch die Yogaübungen wird das Baby auch schneller einschlafen können, da viel Bewegung müde macht.

Die Hautpflege kann ein weiterer Aspekt für das Wellness-Programm des Babys sein. Gerade im ersten Jahr ist die Haut noch sehr empfindlich. Sie ist fünfmal dünner als die von Erwachsenen, so die «Pharmazeutische Zeitung online». Noch ist die Haut sehr durchlässig für Wasser, der Fett- und Talganteil ist noch gering und deshalb ist sie auch trockener. Reizstoffe von aussen dringen eher ein.

Seifen mit Tensiden sind nicht sinnvoll, da sie die empfindliche Haut angreifen. Meist reicht zur Reinigung Wasser. Gut ist, die Haut regelmässig einzucremen, besonders nach dem Baden. Im Winter sollte man fettreiche Cremes nehmen. Im Gesicht dienen sie auch als Schutz vor Kälte. Es muss nicht unbedingt ein Öl sein, auch Cremes können laut «Pharmazeutische Zeitung online» ähnliche Wirkungen erzielen und haben den Vorteil, dass sie besser einziehen.

Das Wellness-Programm sollte immer auf das Bedürfnis des Kindes und der Eltern abgestimmt sein. Ein Baby, das sich bei Yogaübungen unwohl fühlt, muss nicht unbedingt damit weitermachen. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, ein Baby für Bewegung zu begeistern, wie zum Beispiel durch Babyschwimmen. Jede Familie sollte probieren, was am besten zum Kind passt.

 

  • Für jede Massage, ob bei Jung oder Alt, gilt: Die Bewegungen gehen weg vom Herzen. Ausserdem: Hören Sie auf die Signale Ihres Kindes. Haben Sie das Gefühl, es gefällt ihm nicht, dann beenden Sie die Massage. Starten Sie bei Ihrem Baby mit sanften Bewegungen. Es sollte das Kind nicht kitzeln und man sollte nicht zu starken Druck ausüben.
  • Beginnen Sie mit dem Kopf. Beide Hände gehen gleichmässig von der Nase zu den Wangen. Dann mit den Händen über die Stirn zu den Schläfen streichen.
  • Liegt das Baby auf dem Rücken, können Sie mit einer Hand von Schulter über Brust und Bauch zum gegenüberliegenden Bein streichen.
  • Liegt das Baby auf dem Bauch, bewegen Sie beide Hände sanft quer über den gesamten Rücken.
  • Arme und Beine können abwechselnd massiert werden. Dazu den Oberarm greifen und langsam die eigene Hand zur Hand des Babys ziehen.

 

Mehr Informationen zu Babymassage und Baby Yoga finden Sie hier:

  • Der «Schweizerische Verband für Babymassage» informiert umfassend zum Thema Babymassage. Hier können auch zertifizierte Kursleiter gesucht werden. mehr
  • Kurse für Baby Yoga in Zürich finden Sie bei birthlight.ch, ein Yogazentrum, das sich an den Ideen der Gründerin für Baby Yoga, Francoise Barbira Freedman, orientiert. mehr
  • Mehr Informationen zum Baby Yoga und Kurse in Bettlach bei Biel gibt es auf der Seite der Yogalehrerin Marie-Rose von Arx. mehr