Mit Pilates Fitness und Gesundheit stärken

Viele Prominente schwören auf Pilates, weil es Fitness und Gesundheit fördert. Erfahren Sie hier, woher Pilates kommt und was diese Sportart so beliebt macht. Ausserdem gibt es Tipps für Anfänger.

Pilates tut dem Körper viel Gutes.

Pilates tut dem Körper viel Gutes. Foto: g-stockstudio, iStock, Thinkstock.

Madonna macht es angeblich täglich und erhält sich so ihre durchtrainierte muskulöse Figur. Die Rede ist von Pilates, ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung der Muskulatur, insbesondere Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur sowie zur Balance zwischen Kraft und Beweglichkeit. Im Zentrum von Pilates steht der Atem. Dieser fliesst durch das sogenannte Powerhouse, das Kraftwerk in der Körpermitte, das vom Brustkorb bis zum Becken reicht und alle wichtigen Organe enthält. Pilates basiert auf kontrollierten Ausführungen aller Bewegungsabläufe, Konzentration, Atmung, Entspannung und Zentrierung auf das Powerhouse.

Woher kommt Pilates?

Namensgeber und Begründer des Pilates ist der Deutsche Joseph H. Pilates. Bereits in jungen Jahren beschäftigte er sich intensiv mit Sport, Bodybuilding, Gymnastik und Skifahren, sein trainierter Körper war sein Kapital. Als er zu Beginn des Ersten Weltkrieges interniert wurde und die sportlichen Möglichkeiten beschränkt waren, entwickelte Pilates ein Ganzkörpertrainingskonzept. Dieses gab er an seine Mitgefangenen weiter und er trainierte mit ihnen. Laut einer Überlieferung überlebten diese eine schwere Grippeepidemie aufgrund ihrer aussergwöhnlich guten Konstitution. 1926 gründete Pilates in New York ein erstes Trainingszentrum. Schauspieler begannen sich für ihn und sein Powerhouse zu interessieren, sowie Jahrzehnte später Stars der heutigen Zeit - Kate Moss und Madonna, die bald süchtig nach dem Flow sind. Als Flow wird ein überschäumender Moment der Glücksempfindung, wie man ihn auch bei Pilates erreichen kann, bezeichnet.

Die Übungen von Joseph H. Pilates sind für jedermann geeignet, egal ob übergewichtig, untrainiert oder überzeugter Sportler. Ausserdem soll Pilates sehr effektiv sein, ohne Stress und Hektik können auf sanfte Art bestmögliche Ergebnisse in Sachen Aussehen und Körperbewusstsein erlangt werden.

Mit Pilates raus aus der Lebenskrise

«Nach 10 Stunden fühlen Sie den Unterschied, nach 20 Stunden sehen Sie den Unterschied und nach 30 Stunden haben Sie einen neuen Körper», schwärmte Joseph H.Pilates über seine entwickelte Methode. Aber was macht diese Bewegungsart so attraktiv, dass Google 35.000.000 Treffer aufzeigt und bei amazon.ch von Pilates 15 Minuten Training, Pilates mit Baby, Pilates 50 + und Pilates für Unbewegliche alles zu haben ist?

«Pilates hilft mir seit fünf Jahren meine Figur zu halten», sagt die 28-jährige Sarah. Sie investiert täglich, ohne Ausnahme, 20 Minuten nach dem Aufstehen in Pilates. Für Barbara Becker, die Exfrau des weltbekannten Tennisspielers Boris Becker, ist Pilates mehr als ein Schlankheitsmittel. Sie schreibt in ihrem Buch «Mein Pilates Programm», das 2005 erschien: «Für mich ist Pilates mehr als ein Sport. Mit diesen Übungen habe ich mich aus meiner Lebenskrise herausgeturnt. »

Becker erklärte in einem STERN-Artikel: «Ich hatte jahrelang Rückenschmerzen wegen eines Bandscheibenvorfalls bei Noahs Geburt. Ich sah vielleicht gut aus, war aber eigentlich schlapp. Ich habe wochenlang exzessiv Sport getrieben: Laufen, Spinning, Gewichte heben, und danach fühlte ich mich immer wieder ausgebrannt, konnte nichts machen, ich steckte in einem Körper mit hundert Wehwehchen. » Pilates war die Lösung für Frau Becker. Auch heute ist sie noch überzeugt und bringt regelmässig neue Bücher zum Thema heraus.

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