Wie Sie ihrem Kind den Nuggi wieder abgewöhnen

Als Tröster, beim Einschlafen, im Auto. Der Nuggi ist für viele Kinder von Geburt an ein wichtiger Begleiter. Klar, dass sie nicht von heute auf morgen darauf verzichten können. Wie Sie Ihr Kind am besten darauf vorbereiten, dass es den Nuggi nun bald nicht mehr braucht und vier fantasievollen Geschichten, die dem Kind das Nuggi abgewöhnen schöner machen.

Wenn die ersten Zähne kommen, braucht das Kind keinen Nuggi mehr.

 Der Nuggi stollt das natürliche Saugbedürfnis. Entwöhnen Sie Ihr Kind deshalb am besten sanft. Illustration: iStock

Für Säuglinge ist der Nuggi oft eine sinnvolle Hilfsmittel. Er befriedigt das natürliche Saugbedürfnis, beruhigt und hilft beim Einschlafen. In unzähligen Situationen sind Eltern deshalb froh und dankbar, dass sie ein «Nuggikind» haben: Ob im Auto, im Supermarkt oder beim Telefonieren – wenn man ein quengelndes, unzufriedenes Kind beruhigen will, gibt es fast nichts Effizienteres als den Nuggi.

Sobald die ersten Zähnchen kommen und das Kind zu plaudern beginnt, ist der Nuggi ein echter Störfaktor. Nicht nur versteht man kaum, was das Kind hinter dem geliebten Nuggi hervornuschelt, auch für die Zähne sind Nuggis ein Problem. Eine Studie der Universität Iowa weist nach, dass der Nuggi spätestens bis zum dritten Lebensjahr wieder abgewöhnt werden solllte, da sonst bleibende Gebissschäden drohen.

Wird der Nuggi vor allem nur in den ersten zwei Jahren genommen, bilden sich allfällige Verformungen des Kiefers von selber zurück. Sobald aber die Zähne draussen sind, beissen viele Kinder Löcher in den Silikonteil des Nuggis, wodurch Speise- und Speichelreste zurückbleiben. Das ist nicht nur unappetitlich, sondern kann auch Karies fördern.

Lassen Sie Ihrem Kind Zeit beim Nuggi abzugewöhnen

Die meisten Kinder nuckeln am Ende des dritten Lebensjahres nicht mehr. Bis es soweit ist, braucht es aber einiges an Einsatz und Ideenreichtum der Eltern, denn kaum ein Kind rückt freiwillig seinen Nuggi heraus. Und wer ihn einfach verschwinden lässt, muss deshalb damit rechnen, dass sich das Kind einen Ersatz sucht, beispielsweise den Daumen, und damit seinem Gebiss ebenfalls nichts Gutes tut. Geben Sie dem Kind also genügend Zeit, um sich von seinem treusten Begleiter zu trennen.

Bewährt hat sich die Abmachung mit dem Kind, dass am Tag nicht mehr genuckelt wird beziehungsweise dass nur noch an bestimmten Orten (im Auto, im Bett) ein Nuggi erlaubt ist. Während des Tages verzichten denn auch viele Kinder relativ schnell auf den Schnuller – schon nur, weil es ihnen vor anderen Kindern peinlich ist. Sehr viel schwieriger ist es, auch nachts ohne Nuggi auszukommen. Um das Kind dauerhaft zu entwöhnen, müssen Eltern deshalb oft in die Trickkiste greifen. 

Fantasievolle Ideen zum Nuggi abgewöhnen

1 Die Nuggifee kommt

Erzählen Sie dem Kind die Geschichte von der Nuggifee, die nachts den Nuggi holt und diesen einem anderen, kleineren Kind gibt, das keinen hat. Dafür legt die Fee (bzw. das Mami) eine kleine Überraschung auf den Nachttisch.

2 Der Samichlaus holt den Nuggi ab

Der Samichlaus oder im Frühling der Osterhase sind ebenfalls gute Partner in Sachen Nuggi. Machen Sie mit Ihrem Kind frühzeitig aus, dass dieser den Nuggi mitnehmen wird. Selbstverständlich gibt es dafür auch ein Chlaussäckli oder einen kleinen Schoggihasen.

3 Nuggi gegen Schmusetuch

 Manche Kinder lassen sich überreden, den Nuggi gegen ein Schmusetuch oder ein Plüschtier einzutauschen – ein guter Ersatz für Kinder, die den Nuggi vor allem als Einschlafhilfe brauchen.

4 Ab die Post!

Packen Sie alle Nuggis in ein Päckli und schicken Sie sie an eine «Geheimadresse» bzw. die Adresse vom Grossmami oder der Gotte, welche dann anonym ein kleines Geschenk zurückschickt.

Zu welchem Trick Sie aber auch immer greifen, lassen Sie dem Kind Zeit und setzen Sie es nicht zu sehr unter Druck. Manche Kinder brauchen etwas länger, bis sie ganz ohne Nuggi auskommen können.

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