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Wie Sie Ihrem Kind den Nuggi wieder abgewöhnen

Als Tröster, beim Einschlafen, im Auto: Der Nuggi ist für viele Kinder ein wichtiger Begleiter. Wie Sie Ihr Kind liebevoll darauf vorbereiten, dass es den Nuggi nun bald nicht mehr braucht und vier fantasievolle Geschichten, die das Abgewöhnen leichter machen.

Wenn die ersten Zähne kommen, braucht das Kind keinen Nuggi mehr.

 Der Nuggi stollt das natürliche Saugbedürfnis. Entwöhnen Sie Ihr Kind deshalb am besten sanft. Illustration: iStock

Für Säuglinge ist der Nuggi oft ein sinnvolles Hilfsmittel. Er befriedigt das natürliche Saugbedürfnis, beruhigt und hilft beim Einschlafen. In unzähligen Situationen sind Eltern deshalb froh und dankbar, dass sie ein «Nuggikind» haben: Ob im Auto, im Supermarkt oder beim Telefonieren – wenn man ein quengelndes, unzufriedenes Kind beruhigen will, gibt es fast nichts Effizienteres als den Nuggi.

Ab 3 Jahren kann der Nuggi zu irreparablen Gebissschäden führen

Sobald die ersten Zähnchen kommen und das Kind zu plaudern beginnt, ist der Nuggi ein echter Störfaktor. Nicht nur versteht man kaum, was das Kind hinter dem geliebten Nuggi hervornuschelt, auch für die Zähne sind Nuggis ein Problem. Kinderärzte empfehlen deshalb den Nuggi dem Kind spätestens bis zum dritten Lebensjahr wieder abzugewöhnen, weil sonst bleibende Gebissschäden drohen.

Wird der Nuggi vor allem nur in den ersten zwei Jahren genommen, bilden sich allfällige Verformungen des Kiefers von selbst zurück. Sobald aber die Zähne draussen sind, beissen viele Kinder Löcher in den Silikonteil des Nuggis, wodurch Speise- und Speichelreste zurückbleiben. Das ist nicht nur unappetitlich, sondern kann auch Karies fördern.

Diese Tipps sind zum Abgewöhnen

Die meisten Kinder nuckeln am Ende des dritten Lebensjahres nicht mehr am Schnuller. Bis es soweit ist, braucht es aber manchmal einiges an Einsatz und Ideenreichtum der Eltern, denn kaum ein Kind rückt freiwillig seinen Nuggi heraus. Und wer ihn einfach verschwinden lässt, muss deshalb damit rechnen, dass sich das Kind einen Ersatz sucht, beispielsweise den Daumen, und damit seinem Gebiss ebenfalls nichts Gutes tut. Geben Sie dem Kind also genügend Zeit, um sich von seinem treuesten Begleiter zu trennen.

Dabei ist es natürlich nicht hilfreich dem Kind den Nuggi mit einer Kette ständig zur Verfügung zu halten. Etwa ab 8 Monaten nimmt der natürliche Saugreflex ab. Bewährt hat sich auch die Abmachung mit dem Kind, dass am Tag nicht mehr genuckelt wird beziehungsweise dass nur noch an bestimmten Orten (im Auto, im Bett) und bei bestimmten Situationen (wenn es krank, traurig oder müde ist) ein Nuggi erlaubt ist. Während des Tages, wo sie viel Ablenkung haben verzichten denn auch schon viele Kinder relativ schnell auf den Schnuller – oft schon nur, weil es ihnen vor anderen Kindern peinlich ist, die keinen Nuggi mehr brauchen. Wichtig dabei ist, dass wenn sie mit ihrem Kind eine Abmachung getroffen haben, dass Sie dann auch dabei bleiben, auch wenn es schwer wird. Vielleicht braucht ihr Kind in dieser Zeit auch etwas mehr Aufmerksamkeit und auch Lob für seine Bemühungen: «Du bist ja schon ein richtig Grosser und kannst ganz ohne Nuggi zum Spielplatz gehen.»

Sehr viel schwieriger ist es für viele Kinder, auch nachts ohne Nuggi auszukommen. Um das Kind dauerhaft zu entwöhnen, müssen Eltern deshalb oft in die Trickkiste greifen. Denn oft gelingt der spielerische Weg mit Kindern am besten. Spätestens mit drei und vier Jahren sind Kinder in der Regel in der magischen Phase, wo sie fantasievolle Figuren wie die Nuggifee verzaubern, aber auch schon vorher können sie sich gut vorstellen, dass der Nuggi zum Beispiel müde ist und schafen muss.

Zu welchen Tipps und Trick zum Schnuller abgewöhnen, Sie aber auch immer greifen, lassen Sie dem Kind Zeit und setzen Sie es nicht zu sehr unter Druck. Manche Kinder brauchen etwas länger, bis sie ganz ohne Nuggi auskommen können. Geben Sie ihm die Zeit zu lernen, dass es sich auch ohne Nuggi beruhigen, trösten oder einschlafen kann.

Fantasievolle Geschichten zum Nuggi abgewöhnen

1 Die Nuggifee kommt

Erzählen Sie dem Kind die Geschichte von der Nuggifee, die nachts den Nuggi holt und diesen einem anderen, kleineren Kind gibt, das keinen hat. Dafür legt die Fee (bzw. das Mami) eine kleine Überraschung auf den Nachttisch.

2 Der Samichlaus holt den Nuggi ab

Der Samichlaus oder im Frühling der Osterhase sind ebenfalls gute Partner in Sachen Nuggi. Machen Sie mit Ihrem Kind frühzeitig aus, dass dieser den Nuggi mitnehmen wird. Selbstverständlich gibt es dafür auch ein Chlaussäckli oder einen kleinen Schoggihasen.

3 Nuggi gegen Schmusetuch

 Manche Kinder lassen sich überreden, den Nuggi gegen ein Schmusetuch oder ein Plüschtier einzutauschen – ein guter Ersatz für Kinder, die den Nuggi vor allem als Einschlafhilfe brauchen.

4 Ab die Post!

Packen Sie alle Nuggis in ein Päckli und schicken Sie sie an eine «Geheimadresse» bzw. die Adresse vom Grossmami oder der Gotte, welche dann anonym ein kleines Geschenk zurückschickt.

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