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Fertig genuckelt! Wie Sie Ihrem Kind den Nuggi abgewöhnen

Als Tröster, Hilfe beim Einschlafen oder Beruhigung im Auto: Der Nuggi ist für viele Kinder ein wichtiger Begleiter. Spätestens ab dem dritten Lebensjahr sollte ein Kind jedoch auf den Nuggi verzichten, da sonst Schäden im Gebiss drohen. Der Abschied vom Nuggi fällt vielen Kindern nicht leicht - vor allem beim Einschlafen. Bieten Sie Ihrem Kind Alternativen, die ihm helfen, sich selbst zu beruhigen. Dafür eignet sich ein Stofftier oder Schmusetuch. Auch Geschichten und Rituale können helfen. Wir stellen vier schöne Ideen vor.

Der Nuggi stillt das natürliche Saugbedürfnis. Entwöhnen Sie Ihr Kind deshalb am besten sanft.
Der Nuggi stillt das natürliche Saugbedürfnis. Entwöhnen Sie Ihr Kind deshalb am besten sanft. © Getty Images, dragana991

Nuggi abgewöhnen: Das Wichtigste in Kürze

  • Der Nuggi ist ein geliebter Begleiter vieler Kinder. Zu langes Nuckeln kann jedoch dem Gebiss schaden. Darum sollte man einem Kind den Nuggi spätestens vor dem dritten Lebensjahr abgewöhnen. Lesen Sie mehr.
  • Das natürliche Saugbedürfnis lässt etwa ab dem achten Lebensmonat ab. Ab diesem Zeitpunkt kann langsam mit der Entwöhnung begonnen werden. Mehr dazu hier. 
  • Gewöhnen Sie Ihrem Kind den Nuggi am besten langsam ab, indem Sie das Nuckeln nur noch in gewissen Situationen oder Orten erlauben. So beginnen Sie die Entwöhnung. 
  • Viele Kinder bauchen zum Schlafen einen Nuggi. Die Abgewöhnung ist nicht immer einfach. Bieten Sie Ihrem Kind Alternativen. Auch Geschichten können helfen. Unser Buchtipp.
  • Um den Abschied vom Nuggi leichter zu machen, helfen Rituale und Geschichten wie die Nuggifee. Unsere Ideen dazu finden Sie hier.

Für Säuglinge ist der Nuggi oft ein sinnvolles Hilfsmittel. Er befriedigt das natürliche Saugbedürfnis, beruhigt und hilft beim Einschlafen. In unzähligen Situationen sind Eltern deshalb froh und dankbar, dass sie ein «Nuggikind» haben: Ob im Auto, im Supermarkt oder beim Telefonieren – wenn man ein quengelndes, unzufriedenes Baby beruhigen will, gibt es fast nichts Effizienteres als den Nuggi.

Wann soll man den Nuggi abgewöhnen?

Die Expertenmeinungen dazu gehen auseinander, klar ist jedoch, dass man dem Kind den Nuggi vor spätestens vor dem dritten Lebensjahr abgewöhnen sollte. Es wird jedoch empfohlen, schon nach acht Monaten mit dem Abgewöhnen zu beginnen.

Empfehlung: Nuggi abgewöhnen mit spätestens 3 Jahren

Sobald die ersten Zähnchen kommen und das Kind zu plaudern beginnt, ist der Nuggi ein echter Störfaktor. Nicht nur versteht man kaum, was das Kind hinter dem geliebten Nuggi hervornuschelt, auch für die Zähne sind Nuggis ein Problem. Kinderärzte empfehlen deshalb, den Nuggi dem Kind spätestens bis zum dritten Lebensjahr wieder abzugewöhnen, weil sonst bleibende Gebissschäden drohen.

Den richtigen Zeitpunkt für Ihr Kind bestimmen Sie selbst. Es ist wichtig, dass Ihr Kind in der Zeit, auf den es auf den Nuggi verzichten soll, keinen anderen Belastungen ausgesetzt ist. Wenn also gerade eine Veränderung wie ein neues Geschwisterchen oder Probleme wie eine unruhige Schlafphase auftreten, sollte man besser noch etwas abwarten.

Bis wann kann ein Nuggi sicher verwendet werden?

Bis zum dritten Lebensjahr können Sie Ihr Kind bedenkenlos am Nuggi nuckeln lassen. Bis dahin bilden sich allfällige Verformungen des Kiefers wieder von selbst zurück.

Werden vom Nuggi die Zähne schief?

Wenn ein Kind zu lange einen Nuggi benutzt, drohen bleibende Gebissschäden. Der Nuggi drängt die Ober- und Unterkieferschneidezähne auseinander, was ein Abbeissen unmöglich macht. Um dies zu verhindern, empfehlen Kinderärzte den Nuggi dem Kind spätestens bis zum dritten Lebensjahr wieder abzugewöhnen. Wird der Nuggi vor allem nur in den ersten zwei Jahren genommen, bilden sich allfällige Verformungen des Kiefers von selbst zurück. Sobald aber die Zähne draussen sind, beissen viele Kinder Löcher in den Silikonteil des Nuggis, wodurch Speise- und Speichelreste zurückbleiben. Das ist nicht nur unappetitlich, sondern kann auch Karies fördern.

In welchem Alter lässt das natürliche Saugbedürfnis ab?

Um den achten Lebensmonat lässt das natürliche Saugbedürfnis ab und wird durch den Kaureflex ersetzt. Sie können diese Gelegenheit nutzen und Ihrem Kind statt dem Nuggi einen Beissring reichen. Wenn Ihr Kind trotzdem noch seinen Nuggi möchte, können Sie diesen für spezifische Phasen wie beispielsweise im Auto oder zum Einschlafen vereinbaren.

Kuscheltier statt Nuggi: Wenn Ihr Kind etwas älter ist, können Sie versuchen, den Nuggi gegen ein Stofftier oder Schmusetuch zu tauschen.
Kuscheltier statt Nuggi: Wenn Ihr Kind etwas älter ist, können Sie versuchen, den Nuggi gegen ein Stofftier oder Schmusetuch zu tauschen. © GettyImages Plus, Marlena Kessen

Nuggi abgewöhnen: Tipps & Tricks

Kaum ein Kind rückt freiwillig seinen Nuggi raus. Oftmals sind der Einsatz und Ideenreichtum der Eltern gefragt. Dabei ist es essenziell, dem Kind genügend Zeit zu geben, um sich von seinem treuesten Begleiter zu trennen. Wer den Nuggi einfach verschwinden lässt, muss damit rechnen, dass sich das Kind einen Ersatz sucht, beispielsweise den Daumen. Dieser tut dem Gebiss ebenfalls nichts Gutes.

Die Nuggi-Entwöhnung langsam starten

Etwa ab 8 Monaten nimmt der natürliche Saugreflex ab. Bewährt hat sich auch die Abmachung mit dem Kind, dass am Tag nicht mehr genuckelt wird beziehungsweise dass nur noch an bestimmten Orten (im Auto, im Bett) und bei bestimmten Situationen (wenn es krank, traurig oder müde ist) ein Nuggi erlaubt ist.

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Buchtipp: Dieses Buch hilft beim Nuggi abgewöhnen 
Kinder haben eine Menge Fantasie. Wie wär's also, mit der Geschichte von der Schnullerfee Lulu und dem kleinen Mats?
In der bezaubernden Geschichte schenkt Mats seinen Nuggi der Fee. Diese hilft ihm dabei, ganz ohne den Schnuller einzuschlafen.

Während des Tages, wo sie viel Ablenkung haben, verzichten denn auch schon viele Kinder relativ schnell auf den Schnuller – oft schon nur, weil es ihnen vor anderen Kindern peinlich ist, die keinen Nuggi mehr brauchen. Wichtig dabei ist, dass wenn sie mit ihrem Kind eine Abmachung getroffen haben, dass Sie dann auch dabei bleiben, auch wenn es schwer wird.

Vielleicht braucht ihr Kind in dieser Zeit auch etwas mehr Aufmerksamkeit und auch Lob für seine Bemühungen: «Du bist ja schon ein richtig Grosser und kannst ganz ohne Nuggi zum Spielplatz gehen.»

Drei Alternativen zum Nuggi

Beissring

Nach vier bis sechs Monaten fangen Babys an zu zahnen. Dies ist mit Schmerzen verbunden. Ein Beissring kann diese lindern und fördert die Entwicklung der Zähne und des Kiefers.

Kuscheltier

Vor allem wenn es ums Beruhigen geht, kann ein plüschiger Kumpane helfen. Ein Kuscheltier in Form des Lieblingstiers kann beispielsweise beim Schlafen helfen. Der Nuggi geht da schnell in Vergessenheit.

Schmusetuch

Ein geliebtes Nuscheli kann einen ähnlichen Effekt auf das Wohlbefinden eines Kindes haben wie ein Nuggi oder ein Kuscheltier: Es vermittelt Sicherheit und Geborgenheit in Momenten, die für die Kleinen noch schwierig zu meistern sind.

Nuggi zum Schlafen abgewöhnen: So klappt's 

Den Nuggi beim Schlafen abzugewöhnen, ist oft schwierig. Viele Kinder brauchen ihn zum Einschlafen oder als Beruhigung, wenn sie nachts aufwachen. Um das Kind dauerhaft zu entwöhnen, müssen Eltern deshalb oft in die Trickkiste greifen. Denn oft gelingt der spielerische Weg mit Kindern am besten. Spätestens mit drei und vier Jahren sind Kinder in der Regel in der magischen Phase, wo sie fantasievolle Figuren wie die Nuggifee verzaubern, aber auch schon vorher können sie sich gut vorstellen, dass der Nuggi zum Beispiel müde ist und schlafen muss.

Schöne Rituale, um den Nuggi abzugewöhnen

Wenn der Nuggi schliesslich endgültig weg soll, können Rituale dabei helfen, den treuen Begleiter loszulassen. Beispielsweise kann man den Übergang ins nuggifreie Leben mit einem kleinen Fest in der Familie feiern. Auch fantastische Geschichten, wie die Nuggifee, können den Abschied erleichtern.

1 Die Nuggifee kommt: Erzählen Sie dem Kind die Geschichte von der Nuggifee, die nachts den Nuggi holt und diesen einem anderen, kleineren Kind gibt, das keinen hat. Dafür legt die Fee (bzw. das Mami) eine kleine Überraschung auf den Nachttisch.

2 Der Samichlaus holt den Nuggi ab: Der Samichlaus oder im Frühling der Osterhase sind ebenfalls gute Partner in Sachen Nuggi. Machen Sie mit Ihrem Kind frühzeitig aus, dass dieser den Nuggi mitnehmen wird. Selbstverständlich gibt es dafür auch ein Chlaussäckli oder einen kleinen Schoggihasen.

3 Nuggi gegen Schmusetuch: Manche Kinder lassen sich überreden, den Nuggi gegen ein Schmusetuch oder ein Plüschtier einzutauschen – ein guter Ersatz für Kinder, die den Nuggi vor allem als Einschlafhilfe brauchen.

Ab die Post! Packen Sie alle Nuggis in ein Päckli und schicken Sie sie an eine «Geheimadresse» bzw. die Adresse vom Grossmami oder der Gotte, welche dann anonym ein kleines Geschenk zurückschickt.