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Beliebte Ausbildungsberufe für Mädchen

Ein Beruf begleitet einen Menschen oft ein Leben lang. Vielen Schulabgängerinnen fällt es schwer, herauszufinden, was sie werden wollen. Wir informieren Sie über fünf beliebte und interessante Ausbildungsberufe für Mädchen.

Viele Mädchen wollen Coiffeuse werden.

Coiffeuse: eine beliebte Ausbildung bei jungen Frauen. Foto: iStock, Thinkstock

Ausbildungsberuf Coiffeuse EFZ

Haare schneiden, Frisuren gestalten, Kunden beraten: Das ist der Alltag einer Coiffeuse. Der Beruf bietet verschiedene Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung: zur Theatercoiffeuse, Maskenbildnerin, Visagistin und Coiffeuse mit eidgenössischem Fachausweis zum Beispiel.

Aufgaben

Was eine Coiffeuse tut, lässt sich im Haarsalon leicht beobachten. Da werden Haare gewaschen und frottiert, Kunden im Nackenbereich massiert und beraten, Haare geschnitten, gefärbt, gebleicht, toupiert, gefönt und Dauerwellen angelegt.

Voraussetzungen

Notwendig, um Coiffeuse werden zu können, ist ein Volksschulabschluss. Das lange Stehen im Salon erfordert einen gesunden Rücken. Weitere Voraussetzungen sind nicht nur Geschicklichkeit und guter Geschmackssinn, sondern auch die Fähigkeit, sich auf ganz unterschiedliche Menschen einzustellen. Nur wer es schafft, Kunden zufrieden zu stellen, kann auf Dauer als Coiffeuse erfolgreich sein.

Ausbildungsbereich Kauffrau

Kein Ausbildungsvertrag wurde von jungen Frauen 2009 öfter unterzeichnet als dieser: Mehr als 7.000 entschieden sich, Kauffrau zu werden. Kein Wunder – ist der Beruf der Kauffrau, der eine dreijährige Berufsausbildung erfordert, doch sehr vielseitig.

Der Weg einer Kauffrau kann in kleine oder mittlere Unternehmen führen. Genauso ermöglicht er den Blick in weltweit tätige Konzerne. Denn egal, wie gross oder klein das Unternehmen ist, und gleichgültig, um welche Branche es sich handelt: Sie alle brauchen Mitarbeiter, die in kaufmännischem Bereich fit sind. Kauffrauen arbeiten zum Beispiel in der Registratur, in der Buchhaltung und im Zahlungsverkehr.

Aufgaben

Eine Kauffrau mit Basis-Ausbildung informiert Kunden, verteilt, verpackt, frankiert Post und pflegt Datenbanken. Eine Kauffrau mit erweiterter Grundbildung wickelt Aufträge ab, verarbeitet Informationen, organisiert Veranstaltungen, protokolliert Besprechungen und berät Kunden.

Voraussetzungen

Wer sich für diesen Beruf interessiert, muss mindestens die Volksschule, die oberste Schulstufe mit genügenden Leistungen oder die mittlere Schulstufe mit guten Leistungen in den Kernfächern abgeschlossen haben. Selbstständig und zuverlässig arbeiten zu können, sind ebenso wichtige Voraussetzungen wie Organisationsfähigkeit und Freude an Computerarbeit. Sinnvoll ist es, bereits vor der Bewerbung Tastaturschreiben zu lernen.

Ausbildungsberuf Fachfrau Gesundheit EFZ

Kontaktfreudig und kommunikationsfähig? Einfühlsam und verantwortungsbewusst? Für Frauen mit diesen Fähigkeiten könnte die dreijährige Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit passend sein.
Fachfrauen Gesundheit haben ihre Arbeitsbereiche in Spitälern und Kliniken, Alters-, Pflege- und Behindertenheimen und Rehabilitationszentren. Dort betreuen und pflegen sie kranke und behinderte Menschen. Meist sind sie diplomierten Pflegefachleuten unterstellt. Mehr als 2.650 Frauen unterzeichneten 2009 einen Lehrvertrag zur Fachfrau Gesundheit.

Aufgaben

Eine Fachfrau Gesundheit hilft Menschen bei der Körperpflege, beim Aufstehen und beim Aus- und Anziehen. Sie bringt Essen und Getränke, misst Blutdruck, Puls und Temperatur, nimmt Blut ab und wechselt Verbände. Zu ihren Aufgaben können auch verwaltungstechnische und organisatorische Aufgaben gehören – wie zum Beispiel Patientenblätter führen, Abrechungen machen, Telefon bedienen und Post versenden.

Voraussetzungen

Wer die Volksschule mit guten Leistungen abgeschlossen hat, hat Chancen auf einen Ausbildungsplatz zur Fachfrau Gesundheit. Kontaktfreude, Beobachtungsgabe, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein sind weitere wichtige Voraussetzungen.

Dentalassistentin: eine klassische Ausbildung für Mädchen.

Die Lehre als Dentalassistentin ist eine klassische Ausbildung für Mädchen.

Ausbildungsberuf Dentalassistentin EFZ

Ihr Einsatzgebiet ist die Zahnarztpraxis und die Zahnklinik: Dort helfen Dentalassistinnen den Zahnärzten bei ihrer täglichen Arbeit.

Aufgaben

Eine Dentalassistentin sitzet am Empfang, bedient das Telefon, vergibt Termine und ruft Patienten auf. Sie hilft bei Behandlungen, in dem sie Instrumente angibt, Instrumente sterilisiert und Röntgenaufnahmen macht. Darüber hinaus schreibt sie Rechnungen und Briefe und überwacht das Materiallager.

Der Beruf, der sich innerhalb von drei Jahren erlernen lässt, beinhaltet folgende Weiterbildungsmöglichkeiten: Dentalassistentinnen können eine Zusatzausbildung zur Schulzahnpflege-Instruktorin (SZPI) machen und SSO-Fachausweise als Prophylaxeassistentin oder Dentalsekretärin erwerben.

Voraussetzung

Ein Abschluss der Volksschule, der obersten Schulstufe oder mittleren Schulstufe mit guten Leistungen sind notwendig, um eine Ausbildung als Dentalassistentin absolvieren zu können. Wer Freude am Kontakt mit Menschen und gute Umgangsformen hat, ein Organisationstalent hat und teamfähig ist, wird viel Freude an diesem Beruf haben.

Ausbildungsberuf Polymechanikerin EFZ

Der Beruf «Polymechainer/in» ist eine Männer-Domäne: Während 2009 fast mehr als 1.800 Männer sich zum Polymechaniker ausbilden lassen wollten, waren es nur 64 Frauen. Doch das Arbeitsfeld ist durchaus vielseitig und anspruchsvoll und kann auch Mädchen sehr viel Spaß machen. Das zeigt sich ebenso in der langen, vierjährigen Ausbildungszeit. Hier kommt es weniger auf Kraft an als auf technisches Verständnis, Ausdauer, Sorgfalt und Konzentrationsfähigkeit.

Die Entwicklung, Herstellung und Montage von Werkzeugen, Geräteteilen und ganzen Produktionsanlagen ist das Aufgabengebiet von Polymechanikerinnen. Dazu benötigen sie genaue Kenntnisse über verschiedene Werkstoffe wie Stahl, Aluminium und Kunststoffe. Darüber hinaus programmieren und bedienen sie Maschinen und überwachen die Produktion.

Aufgaben

Um Werkzeuge herzustellen, arbeitet eine Polymechanikerin in der Regel mit computergesteuerten Maschinen. Sind die Testläufe reibungslos verlaufen, muss sie die Produktion genau überwachen. Darüber hinaus gilt es, die Werkstücke mit Hilfe von hochpräzisen Mess- und Prüfinstrumenten zu kontrollieren.

Voraussetzungen

Gute Noten in Mathematik und Physik, technisches Verständnis, Geduld und Ausdauer sind einige der Voraussetzungen, die in diesem Beruf benötigt werden. Bewerberinnen müssen die abgeschlossene Volksschule und die mittlere Schulstufe für Profil G (grundlegende Anforderungen), die oberste Schulstufe für Profil E (erweiterte Anforderungen) nachweisen.

 

Weiterführende Links zu Ausbildungsberufen

  • Informationen rund um die Berufswahl finden sich auf den Seiten der Berufsberatung, einer Dienstleistung des Schweizerischen Dienstleistungszentrums Berufsbildung, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung SDBB, unter: www.berufsberatung.ch
  • «Lehrlingslöhne und andere Vertrags¬bestimmungen», so heisst eine Internetseite des Gewerbeverbandes Basel-Stadt, die Lohnrichtwerte von mehr als 120 Berufen enthält: www.lehre-karriere.ch